road of humbleness

Von der Trauer und Bedrängnis zum Sieg!

Jeschua macht keine Fehler!

Hier will ich meine Gedanken mitteilen, warum die Trauer und die vielen Prüfungen in meinem Leben sind. Was ich versuche mitzuteilen, soll für jedem von Euch helfen, ebenfalls die Prüfungen zu bestehen. 

Oft habe ich mich gefragt, warum ich durch so viele Verluste gehen musste? Warum ich  so lange auf Antworten gewartet habe, die nie zu kommen schienen. Warum ich Tränen geweint habe, die niemand gesehen hat, nicht einmal ich selbst mehr zählen konnte. Manchmal dachte ich, dass all das Leid umsonst war, daß diese dunklen Nächte nur meine Hoffnung gestohlen haben. Aber irgendwann wurde mir klar, kein Moment war umsonst, keine Träne wurde übersehen. Kein Schmerz blieb unbeachtet. In Gottes Händen wird nichts verschwendet. Alles, was ich verloren habe, war nicht das Ende. Es war Vorbereitung. Alles, was ich durchgemacht habe, war Teil eines Plans, den nur Jeschua vollständig kennt. Und dieser Plan ist nicht nur gut, er ist vollkommen. Jeschua macht keine Fehler. Auch wenn ich es jetzt noch nicht sehe, hat er mit jedem zerbrochenen Stück meines Lebens ein größeres Bild geformt. Ein göttliches Mosaik, das erst sichtbar wird, wenn ich aufhöre, nur die Bruchstücke zu betrachten und dem Künstler zu vertrauen.

Glauben heißt nicht alles zu verstehen. Glauben heißt, zu vertrauen. Auch wenn es weh tut. Auch wenn ich im Moment keine Richtung sehe, führt mich der unsichtbare Kompass Gottes auf sicheren Wegen. 

Oft musste ich Dinge loslassen, um frei zu werden und musste warten, damit mein Herz  vorbereitet wird auf das, was kommt. 

Und in seinem Plan ist nichts zufällig, nichts sinnlos, nichts verloren, ich bin nicht am Ende, auch wenn ich oft um Gebet bitten muss. Ich bin auf dem Weg. Jeschua schreibt noch an meiner Geschichte und das Kapitel, das kommt, wird das tiefste, heilende und stärkste meines Lebens sein. Oft habe ich meine Weissagung erwähnt, dieser Teil daraus, ist sehr wichtig und macht mir wieder selbst bewusst, wie wichtig dieser Artikel werden wird:  Siehe Ich habe Dich empfindsam gemacht. Und so sollst Du lernen, wie Du Dich bewegen musst, damit Du durch das Blut Jesu, mit welchem Du erkauft bist, und das Wort Deines Zeugnisses überwindest. Dein Zeugnis bedeutet sehr viel mehr, als Du es Dir jetzt vorstellst.

Das Warten ist eines der herausforderndsten Elemente in meinem Leben. In einer Welt, die alles sofort verlangt, scheint Geduld, nicht nur bei mir,  eine verlorene Tugend zu sein. Doch im Reich Gottes hat jedes Warten einen heiligen Zweck. Es ist nicht bloß ein Innehalten oder eine Verzögerung, sondern ein Raum, in dem der Himmel an meinem Herzen arbeitet. Wenn ich an den allmächtigen Gott glaube, muss ich auch glauben, dass jede Verzögerung Teil eines perfekten Plans ist. Die Schrift im Buch Prediger, Kapitel 3, Vers 1, erinnert mich daran: "Alles hat seine bestimmte Stunde und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit."

 Dieses Prinzip bedeutet, dass nichts außerhalb der Kontrolle Gottes geschieht und dass selbst das schmerzhafte Warten unter göttlicher Aufsicht steht. Es ist nicht sinnlos. Es ist nicht leer. Es ist eine göttliche Werkstatt, in der mein Charakter, Glaube und Gehorsam geformt werden.  Oft verstehe ich nicht, warum sich Türen nicht öffnen oder warum bestimmte Träume nicht erfüllt werden, obwohl ich bete, Glaube und Vertrauen habe. Doch gerade in diesen Momenten lädt Jesus mich ein, nicht in der Ungeduld zu leben, sondern in der Erwartung seiner vollkommenen Zeit. Abraham wartete Jahrzehnte auf die Erfüllung der Verheißung. Josef wurde nicht über Nacht zum Führer in Ägypten. Es war ein langer Weg durch Verrat, Sklaverei und Gefängnis. Diese Geschichten lehren mich, dass Gottes Zeitplan nicht meinem Kalender entspricht. Und das ist kein Zeichen von Gleichgültigkeit, sondern ein Ausdruck seiner Weisheit, die weit über mein Verstehen hinausgeht. Die Wartezeiten Gottes sind keine leeren Räume, sondern werden oft von Prüfungen begleitet, die mein Innerstes auf die kommenden Segnungen vorbereiten.

Auch hier will ich meine Weissagung noch einmal erwähnen, denn Jeschua sagte bezüglich der Prüfungen auch einiges zu mir: Aber Du sollst wissen, dass Ich der Herr Dich zu keinem Zeitpunkt in etwas hinein bringen würde, wo Du nicht durch Meine Gnade auch Meinen Weg heraus finden kannst in dem Du überwindest. Darum fürchte auch die Prüfungen des Glaubens nicht, sie sollen Dir nur zeigen wann Du wo und wie den Weg einschlagen sollst. Damit Du am Ende stehen bleibst. Darum geht es Mir mit Dir spricht der Herr Dein Gott. Darum fürchte Dich nicht vor dem was vor Dir liegt. Denn Ich bin bei Dir auch wenn nicht immer alles süß klingt, so liebe Ich Dich trotzdem erst recht.

Darum führe Ich Dich in die Realität der Auseinandersetzung, die Meine Kinder Tag für Tag umgibt. Damit Du siehst, worauf es ankommt, und nicht blind herum tappst. Darum fürchte Dich nicht. Nimm es an wo Du voran kommen willst, auch wenn Dir nicht alles schmecken wird. Aber Ich der Herr führe in Meine Stärke, die Mir vertrauen. Komm doch! Fürchte Dich nicht, denn dieses ist ein Abschnitt welchen Du durchlaufen musst, und er wird Dir nicht schaden. Fasse Mut und wisse, Ich der Herr führe Dich diesen Weg, auch wenn Du ihn so noch nicht kennst.”

Denn wie könnte ich die Tiefe der Freude verstehen, wenn ich nie durch das Tal der Tränen gegangen wäre? Wie könnte ich lernen, mich auf Jeschua zu verlassen, wenn ich nie gezwungen wäre, auf seine Zeit zu vertrauen? Das Warten bringt eine geistliche Tiefe mit sich, die nicht durch schnelle Lösungen ersetzt werden kann. Es ist in der Stille, im Zögern, im scheinbaren Stillstand, dass meine Wurzeln im Glauben tiefer wachsen und mein Vertrauen auf den Herrn Jeschua stark werden lässt, wie nie zuvor.

 In diesen Zeiten lädt mich Jeschua ein, ihn nicht durch meine Uhr zu messen. Er lädt mich ein, seinem Herz zu vertrauen, auch wenn seine Hand verborgen ist. Vor Yom Teruah schrieb ich letztes Jahr 2025 dieses Zeugnis Wunder mit dem Auto und ein ausstehendes Wunder, niemals hätte ich gedacht, auch Ende Januar 2026 noch nicht zurück in NRW zu sein, in der Nähe meiner Kinder. 

Nun, das wahre Wunder des Glaubens besteht nicht nur darin zu sehen, wie Jeschua handelt, sondern zu glauben, dass er handelt, auch wenn ich es nicht sehe. In Jesaja Kapitel 50, Vers 10 steht: "Wer unter euch den Herrn fürchtet und der Stimme seines Knechtes gehorcht, wenn er im Finstern wandelt und kein Licht hat, der Vertraue auf den Namen des Herrn und halte sich an seinen Gott."

Dies ist ein Aufruf inmitten der Dunkelheit weiterzugehen im Vertrauen, dass Gott jeden Schritt kennt, auch wenn der Weg für mich verhüllt ist. Das Warten offenbart, was wirklich in meinem Herzen ist. Vertraue ich Jeschua nur, wenn ich  seine Hand sehe? Oder vertrauen ich ihm auch dann, wenn der Himmel schweigt? Die Heilige Zeit des Wartens ist oft der Ort, an dem mein Glaube von einem bloßen Bekenntnis zu einer tiefen Überzeugung wird. Es ist eine Zeit, in der meine Lippen schweigen, aber mein Herz schreit nach Jeschua. Und in diesem stillen Schrei begegnet mir der Herr mit einer sanften, aber kraftvollen Stimme, die sagt: "Ich bin hier. Ich habe dich nicht vergessen. Mein Plan ist vollkommen und deine Zeit ist in meiner Hand.” Dies alles passt zu meiner Weissagung, die mich jetzt 19 Jahre begleitet. 

Ich weiß es sicher, Jeschua verspätet sich nie, trotzdem bin ich oft ungeduldig. Das, was ich als Verspätung empfinde, ist in Wahrheit ein exakter Ausdruck seiner Vorsehung. Seine Uhr tickt nicht nach meinen Maßstäben, auch wenn ich es mir oft wünsche. Und wenn ich auf seine Uhr sehen könnte, würde ich erkennen, dass kein Moment meines Wartens umsonst ist. Jeder Augenblick der Geduld ist ein Baustein in dem größeren Bauwerk, das er in meinem Leben errichtet. Römer Kapitel 8 Vers 28 sagt: "Wir wissen aber, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen."

Nicht nur die schnellen Siege, sondern auch die langen Nächte, die leeren Räume, die verzögerten Antworten. Warten ist ein Akt des Vertrauens, ein Ausdruck des Glaubens, dass Gott besser weiß, wann was in meinem Leben, oder dem Leben meiner Kinder passieren soll. Es ist eine geistliche Disziplin, die mich immer mehr  lehrt, nicht nur das Geschenk zu begehren, sondern den Geber, Jeschua. Denn manchmal benutzt Jeschua das Warten, um meine Aufmerksamkeit von dem, was ich will, auf den zu richten, den ich brauche. Ich bin Jeschua so dankbar, wirklich tolle Freunde / Glaubensgeschwister zu haben, die mir nicht nur praktisch helfen, sondern auch Mut machen, wenn die Verzweiflung überhand nimmt. 

 Er reinigt meine Motive, richtet mein Herz neu aus und bring mich zu einem Punkt der völligen Abhängigkeit, wo wir sagen kann: “Herr, nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.” Und wenn dann die Zeit kommt, die von Jeschua bestimmte Zeit, dann geschieht es plötzlich. ER wird es plötzlich machen, dass ich zurückkomme, dass wiederhergestellt wird, was durch Lügen und Intrigen meinem Dienst angetan wurde. Die Tür, die verschlossen war, wird sich öffnen. Die Antwort, die fernschien, kommt mit Macht. Und ich blicke dann zurück auf die Zeit des Wartens nicht mit Bitterkeit, sondern mit Dankbarkeit. Dann werde ich erkennen, dass Jeschua  mich nicht übersehen hat. Er hat mich vorbereitet. Ich war nicht vergessen. Ich wurde geformt. Ich war nicht allein. Ich wurde getragen. Es ist wichtig, dass ich mich daran erinnern, dass der Segen, der zu früh kommt, mich  zerstören kann. Jeschua hält oft zurück, nicht weil er geizt, sondern weil er liebt. Wie ein guter Vater wartet er auf den Moment, in dem ich bereit bin, das Geschenk nicht nur zu empfangen, sondern auch richtig zu verwalten.

Deshalb ist das Warten ein Akt der Gnade, kein Akt der Verzögerung. Es ist ein Zeichen seiner Fürsorge, nicht seiner Abwesenheit. Im Warten entdecken ich eine tiefere Dimension meiner  Beziehung zu Jeschua. Ich lerne seine Stimme in der Stille zu hören, seinen Trost in der Tränenzeit zu spüren, seine Nähe im Alleinsein zu erkennen und das verändert mich immer mehr. Ich werde nicht nur Mensch mit einem Zeugnis, dass vom wurde vom Blitz getroffen, sondern zu einem Menschen mit einer Geschichte. Meine Narben erzählen von der Treue Gottes. Meine Geduld in den 20 Jahren als Wächter, nicht aufgegeben zu haben, obwohl so viel Böses über mich verbreitet wird, bezeugt seine Zeit und seine Hilfe. Meine Tränen werden zusammen, die Früchte der Hoffnung tragen. Jeschua  ehrt das Warten. Er belohnt die, die treu geblieben sind, auch wenn der Himmel geschlossen schien. Er segnet jene, die nicht aufgaben, als nichts geschah. Und wenn die Erfüllung kommt, ist sie süßer, als ich es mir je hätte vorstellen können. Denn ich weiß dann, dass  nicht das Werk meine Kraft war, sondern die Frucht seiner Treue. So ist das Warten ein heiliger Weg. Kein Umweg, kein Fehler, kein Zeichen göttlichen Zögerns. Es ist der Beweis, dass Jeschua ein tieferes Werk auch in mir tut, als ich es heute verstehen kann.

Jeder Tag, an dem ich treu geblieben bin, ist ein Schritt näher zur Erfüllung. Jeder Moment der Geduld ist ein Lobpreis, der zum Himmel aufsteigt. Und Jeschua vergisst keinen einzigen davon. Darum vertraue ich weiter auf Jeschua, auch wenn alles eng wird in der Welt und ich am liebsten längst in der Nähe meiner Kinder wäre. Auch wenn ich es nicht sehe, auch wenn ich es heute  nicht verstehe, auch wenn es weh tut, Jeschua arbeitet und seine Zeit ist perfekt. Irgendwann werde ich  zurückblicken und erkennen, dass keine Träne vergeudet war, kein Tag umsonst. Alles war Teil eines Planes, der größer ist, als ich es mir  vorstellen kann. Ein Plan, der zu meinem Besten,  und zu seiner Ehre und zur Erfüllung seines vollkommen Willens dient.

Auch wenn ich heute noch warte, halte ich nicht fest  an meinen Plänen, sondern an seiner Verheißung, nicht an meinen Wünschen, sondern an seinem Wort. Denn er hat gesprochen und er wird es vollbringen. Er hat begonnen und er wird vollenden. Die Zeit wird kommen und wenn sie kommt, wird alles Sinn ergeben. Gottes Zeit ist nie zu früh und nie zu spät. Sie ist immer genau richtig. Schmerz ist ein Lehrer, den niemand freiwillig wählt, aber dessen Lektionen tiefer gehen als jede bequeme Erfahrung. In der Schule des Leidens werden Wahrheiten offenbar, die mir  im Überfluss und in der Leichtigkeit oft verborgen bleiben. Der Schmerz zwingt mich, inne zu halten, nachzudenken, mir selbst zu begegnen und vor allem Jeschua zu suchen. Es ist im Tal der Tränen, wo ich die Stimme von Jeschua am klarsten hören kann, weil alle anderen Geräusche verstummen. Psalm 30, Vers 5, erinnert mich: "Am Abend kehrt das Weinen ein, aber am Morgen ist Jubel." Doch zwischen Weinen und Jubel liegt eine Nacht und in dieser Nacht wirkt Jeschua auf eine Weise, die mein Herz verändert.

Viele Menschen sehen Schmerz als Strafe, als Beweis göttlicher Abwesenheit. Doch in Wahrheit ist Schmerz oft das Werkzeug, das Jeschua  benutzt, um unser Herz zu formen, unseren Charakter zu schleifen und unseren Glauben zu stärken, dies ist eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Wenn alles gut läuft, verlassen wir uns oft auf unsere Fähigkeiten, unsere Pläne und unsere Kraft. Erst wenn wir zerbrochen sind, erkennen wir, dass wir nichts ohne ihn sind. Der Apostel Paulus beschreibt dies eindrücklich im zweiten Korintherbrief, Kapitel 12, Vers 9: "Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung." Hier wird deutlich: Unsere Schwäche ist der Raum, in dem Gottes Kraft sichtbar wird. Der Schmerz führt mich persönlich  in eine Dimension der Abhängigkeit von Jeschua, die in Zeiten des Überflusses selten erreicht wird. Es ist eine heilige Abhängigkeit, bei der ich meine Kontrolle loslassen und lernen muss, mich in seine Hände zu legen. Im Leid erkennen ich, wie wenig ich über das Leben bestimmen kann und wie sehr ich  den lenkenden Arm von Jeschua  brauche. Der Schmerz macht mich demütig. Er zerbricht den Stolz, nimmt mir die Illusion der Kontrolle und bringt mich auf die Knie. nicht als Zeichen von Niederlage, sondern als Position der Hingabe. Es ist in dieser Position, dass ich  beginne Jeschua nicht nur als Retter, sondern als Vater zu erkennen. Ein Vater, der mich nicht vor allem Schmerz bewahrt, sondern durch jeden Schmerz begleitet. Der Prophet Jesaja beschreibt diesen Trost in Kapitel 63, Vers 9. Bei all ihrer Bedrängnis war er auch bedrängt, und der Engel seines Angesichts[2] rettete sie; in seiner Liebe und seinem Erbarmen hat er sie erlöst; er nahm sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit. Er ist gegenwärtig, leidet mit, heilt und trägt. Die Lektionen des Schmerzes sind keine bloßen Worte, sondern tief eingebrannte Wahrheiten. Menschen, die durch das Feuer gegangen sind, tragen eine Tiefe, die nicht durch Bücher oder Predigten erworben werden kann. Sie haben Gott im Feuer erlebt, ich bin da gewiss kein Einzelfall,  in der Wüste gefunden, im Sturm erkannt. Mein Glaube, alle meine Zeugnisse auf meiner Webseite,  sind kein theoretisches Konzept, sondern  gelebt in der Hitze des Leides. Ich kann sagen: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Nicht, weil ich es gehört habe, sondern weil ich es oft erfahren habe." Der Schmerz offenbart auch, was wirklich zählt. Ist es nicht so liebe Geschwister, wenn wir alles verlieren, erkennen wir, was bleibt. Und oft bleibt nur Jeschua. Freunde verlassen uns,  Träume zerbrechen, Pläne scheitern und plötzlich steht nur noch ein Name über allem, Jesus Christus / Jeschua. 

Denn wenn er alles ist, was ich habe, erkenne ich erst, dass er alles ist, was ich brauche. Diese Erkenntnis kann nicht gelehrt, sie kann nur erlebt werden im Schmerz, in der Dunkelheit, im Loslassen. Doch Schmerz ist nicht das Ende. Jeschua ist ein Elohim der Wiederherstellung. In Jesaja Kapitel 61 Vers 3 verheißt er: "Statt der Asche gibt er uns einen Kopfschmuck, statt der Trauer das Öl der Freude, statt des betrübten Geistes ein Gewand des Lobes." Das bedeutet, Jeschua lässt nicht nur zu, dass ich und ihr, die ihr leidet, durch das Tal gehen, sondern er führt uns auch hindurch. Und wenn wir auf der anderen Seite ankommen, sind wir nicht mehr dieselben, dies muss ich mir selbst immer wieder sagen. Wir sind gereift, gereinigt, gestärkt. Wir sind Träger seiner Herrlichkeit geworden. In der Welt wird Schmerz als Schwäche betrachtet, doch im Reich Gottes ist er oft der Beginn wahrer Stärke. Jeschua selbst war ein Mann der Schmerzen, mit Leiden vertraut, wie es im Buch Jesaja 53 heißt. Und doch war es gerade durch seine Wunden, dass wir Heilung empfangen haben. Das Kreuz, Symbol ultimativen Schmerzes, wurde zum Tor zur Erlösung. Das zeigt uns, nichts ist bei Jahuwah umsonst. Kein Schmerz, keine Träne, keine Nacht ist vergeblich. Wenn ich und ihr, wenn wir  im Schmerz unseren Schöpfer suchen, finden wir mehr als nur Trost. Wir finden Sinn. Wir erkennen, dass unsere Geschichte Teil einer größeren Geschichte ist und dass selbst unsere tiefsten Wunden Teil eines heiligen Plans sind.Darum entscheide ich mich weiterzumachen, nicht aufzugeben, egal was für ein Mist über mich verbreitet wird. 

Jeschua ist mein Versorger, auch wenn niemand mehr an mich denken würde, weil die Bibel es mir verheißt.  

1 Korinther 9 Vers 7 Wer zieht je auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht von dessen Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde? 8 Sage ich das nur aus menschlicher Sicht? Oder sagt dies nicht auch das Gesetz (die Torah)? 9 Ja, im Gesetz (Torah) Moses steht geschrieben: »Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt«. Kümmert sich Gott etwa um die Ochsen? 10 Oder sagt er das nicht vielmehr um unsertwillen? Denn es ist ja um unsertwillen geschrieben worden: Der, welcher pflügt, soll auf Hoffnung hin pflügen, und der, welcher drischt, soll auf Hoffnung hin [dreschen], dass er an seiner Hoffnung [auch] Anteil bekommt.

Jeschua hat mich zum dienen berufen, dann wird ER auch für alles weitere sorgen.  Immer mehr  beginne ich zu verstehen, dass mein Leiden ein Zeugnis ist, ein Licht für andere, die im Dunkeln tappen. Jeschua macht aus meiner Asche Schönheit, aus meiner Klage einen Tanz und das macht ihn zu dem wunderbaren Gott, dem ich diene und der mich gerettet hat.

 Es gibt Zeiten, da schreie ich zu Jeschua und höre keine Antwort. Doch seine Stille bedeutet nicht Abwesenheit. Oft spricht er gerade durch das Schweigen. Der Schmerz wird dann zur Bühne, auf der mein Glaube sich bewehren muss. Nicht durch Worte, sondern durch Standhaftigkeit, nicht durch Erklärungen, sondern durch Vertrauen. Und dieser Glaube, geprüft durch Feuer, ist kostbarer als Gold. Wie Petrus in seinem ersten Brief schreibt: "Gott lässt zu, dass wir zerbrechen, um uns neu zu machen. Nicht nach unserem Bild, sondern nach seinem.” Und manchmal  ist der Schmerz das Werkzeug, das er benutzt, um mein Herz für das Größere vorzubereiten. Denn nur ein gebrochenes Gefäß kann wirklich gefüllt werden. Nur ein offenes Herz kann wirklich empfangen. Nur wer geweint hat, weiß das Lächeln der Gnade zu schätzen. Der Schmerz bringt mich oft dorthin, wo ich niemals freiwillig gegangen wäre. Doch rückblickend erkenne ich, dort habe ich Jeschua tiefer kennengelernt. Dort habe ich seine Hand gespürt, seine Stimme gehört, seine Nähe geschmeckt und dort bin ich gewachsen, verändert, neugeboren.

So wird der Schmerz nicht zum Fluch, sondern zum Geschenk. Schwer, aber heilig, hart, aber heilend. Wenn ich mir dies alles zu Herzen nehme, muss ich mir keine Gedanken mehr machen, was kommt, was über mich verbreitet wird. Ich will Jeschua vertrauen, was nicht bedeutet, ich darf nicht weiter um Gebet bitten, was Unglaube zeigen würde. Selbst der große Apostel Paulus hat mehrfach um Gebet gebeten, wenn dieser große Mann Gottes es tat, wieso sollte ich es nicht tun dürfen. Darum will ich diesen Artikel mit der Bitte schließen, denkt im Gebet an mich und meine Kinder.  Ich bin mit diesem Dienst an der Front und die Angriffe auf mich sind größer als auf euch alle, die ihr diesen Artikel lest. 

Schalom

Ulrike Veronika Barthel