road of humbleness

Die Entrückung ist nicht Beginn der Trübsal

Vorwort: “Alles was ich zu diesem Thema schreibe, sind Äußerungen von Messianischen Bibellehrern, nicht meine Meinung." Ich werde als erstes einen Link zu einem Artikel machen, welchen ich schon einige Jahre online habe, danach werde ich Videos von Pastor Mark Biltz posten, die er zu diesem Thema online stellte. Diese Videos zeigen auf, warum die Entrückung an Yom Teruah sein muss, warum die Trübsal nur zu Beginn eines Schabbatjahres sein kann, warum die große Trübsal, also die zweite Hälfte, an Chanukka beginnen muss. Von diesen Videos werde ich eine ausführliche Zusammenfassung online stellen, allerdings rate ich jedem, der Englisch kann, sich die Videos von Anfang bis Ende anzusehen, bevor er urteilt und dies ablehnt. Zu meiner Beschämung muss ich zugeben, ausgeblendet zu haben,  dass die Trübsal nicht mit der Entrückung beginnt, sondern mit dem Friedensvertrag des Antichristen und Israel. 

Am heutigen 9. Juli 2026 /  24. Tammuz 5786, was  noch genau 64 Tage bis zum Vorabend von Yom Teruah ist, stelle ich diesen Artikel online. Ich habe in den Update mehrfach erwähnt zu hoffen, sollte die Entrückung dieses Jahr nicht an Yom Teruah sein, dass sie an Chanukka stattfinden wird und nicht ein weiteres Jahr hier auf der Erde bedeutet. Außerdem gibt es Bibellehrer, die sagen, die Entrückung ist erst in der Mitte, oder am Ende der Trübsal. Wiederum gibt es Bibellehrer die sagen, es gibt drei Entrückungen, die erste vor der Entrückung, dann in der Mitte der Trübsal und am Ende. Dies will ich aber nur am Rande erwähnen, mir geht es ausschließlich darum, warum alle wichtigen Ereignisse nur an den biblischen Feiertagen sein können. 

  1. Mose 23,2 Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Das sind die Feste des Herrn, zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste:

Unser Schöpfer sagt ganz deutlich, dies sind SEINE Feste, nicht die Feste der Juden, es sind die Feste von Jahuwah. 

Übersetzung: Können Sie erklären, was der Schmitta-Zyklus ist – für diejenigen, die mit diesem Begriff nicht vertraut sind?

Nun, Gott hat gewissermaßen einen Zeitplan, und wir müssen ihn verstehen. So wie eine Standuhr Zahnräder hat, die sie im Takt halten, müssen wir Gottes festgesetzte Zeiten kennen, um mit seinem Zeitplan im Einklang zu sein. Wir sind seine Diener. Er kommt nicht auf unser Rufen zu uns, sondern wir sollen auf seinen Ruf hören. Wenn wir dieses Bild der Standuhr verwenden, dann gibt es verschiedene „Zahnräder“ in Gottes Zeitordnung. Es gibt den wöchentlichen Zyklus des Schabbats, den monatlichen Zyklus der Neumonde und die jährlichen Feste wie Passah und Pfingsten. Diese festgesetzten Zeiten werden Moedim genannt.

Neben diesen jährlichen Festzeiten gibt es den siebenjährigen Zyklus, der Schmitta heißt. Darüber hinaus gibt es alle fünfzig Jahre das Jubeljahr. Ich möchte auf etwas hinweisen, das als Grundlage für dieses Gespräch wichtig ist. Wir befinden uns derzeit im Jahr 5781 des hebräischen Kalenders. Mit dem kommenden Rosch Haschana beginnt das Jahr 5782. Der hebräische Kalender unterscheidet sich also von unserem westlichen Kalender. Schauen wir uns dazu eine Bibelstelle an. In 5. Mose 30, Verse 1–2, sagt Gott: Wenn all diese Dinge über euch kommen – der Segen und der Fluch, die ich euch vorgelegt habe – und ihr euch in den Nationen, wohin der Herr, euer Gott, euch vertrieben hat, daran erinnert und zum Herrn, eurem Gott, zurückkehrt, ihr und eure Kinder, und seiner Stimme mit eurem ganzen Herzen und eurer ganzen Seele gehorcht, dann geschieht etwas.

In 5. Mose 30, Vers 3, heißt es, dass der Herr euer Schicksal wenden wird. Er wird sich über euch erbarmen und euch aus allen Nationen, unter die er euch zerstreut hat, wieder sammeln. Interessanterweise ist dies der 5.708. Vers der Bibel. Das entspricht dem hebräischen Jahr 5708, das unserem Jahr 1948 entspricht. Nach dieser Auslegung erfüllte sich dieser Vers genau in jenem Jahr. Nun möchte ich auf eine Grafik eingehen, die ich erstellt habe. Sie hat mich wirklich überrascht. Ich habe darin siebzig Jahre anhand von Zehn-Siebenjahreszyklen dargestellt, damit jeder erkennen kann, an welcher Stelle wir uns befinden. Waagerecht sieht man den ersten bis zum siebten Jahr jedes Zyklus. Die Jahre 1966–1967 entsprachen dem hebräischen Jahr 5727. Damals traten die vier Blutmonde auf, und Israel eroberte während des Sechstagekriegs Jerusalem zurück.

Der nächste siebte Jahreszyklus führte zu den Jahren 1972–1973, dem hebräischen Jahr 5733. Manche fragen, woran man erkennt, dass es sich um ein Schmitta-Jahr handelt. Die Antwort ist einfach: Die hebräischen Jahreszahlen sind durch sieben teilbar. Wenn man den nächsten Siebenjahreszyklus betrachtet, erkennt man, dass viele Menschen sich nur auf das Schmitta-Jahr konzentrieren. Meiner Ansicht nach sollte man jedoch besonders auf das erste Jahr jedes Schmitta-Zyklus achten.

In den Jahren 1973–1974 fand der Jom-Kippur-Krieg statt. In den Jahren 1980–1981 zerstörten israelische Kampfflugzeuge den irakischen Atomreaktor. Geht man weiter, sieht man, dass 1987–1988 die Erste Intifada begann. In den Jahren 1994–1995 schloss Israel einen Friedensvertrag mit Jordanien. Das war das hebräische Jahr 5755. Der zugehörige Bibelvers ist 5. Mose 31, Vers 30. Dort beginnt das Lied des Mose, das auch im Buch der Offenbarung erwähnt wird. Nach dieser Auslegung wollte Gott nicht, dass Israel Bündnisse mit fremden Nationen schließt.

Dann kommen wir zu den Jahren 2001–2002. Damals fand die Operation „Defensive Shield“ während der Zweiten Intifada statt. Ebenfalls in dieser Zeit wurde das sogenannte Quartett gegründet – bestehend aus den Vereinten Nationen, der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und Russland. Nach dieser Darstellung beschlossen diese Akteure damals, dass Israel geteilt und ein palästinensischer Staat geschaffen werden sollte.

Als Nächstes folgen die Jahre 2008–2009 mit dem Gaza-Krieg und dem Börsencrash. Nun kommt der Punkt, den ich für besonders bemerkenswert halte. Die Jahre 2015–2016 wurden erneut von den vier Blutmonden begleitet. Welche Bedeutung hatten diese Blutmonde in den Jahren 1948, 1967 und 2014–2015? Ich glaube, dass diese Finsternisse eine Warnung vor Ereignissen waren, die sieben Jahre später eintreten würden. Schauen wir auf die Übersicht. Wir befinden uns in den Jahren 2020–2021, dem hebräischen Jahr 5781. Das ist das sechste Jahr eines Siebenjahreszyklus. Mit Rosch Haschana beginnt das siebte Jahr.

Das darauffolgende Rosch Haschana markiert nach dieser Darstellung einen entscheidenden Zeitpunkt, weil mit Rosch Haschana 2022 das neue siebenjährige Schmitta-Zyklus beginnt. Nun möchte ich erklären, warum ich das für bedeutsam halte. Die meisten kennen vermutlich Daniels Prophezeiung von den siebzig Wochen und die Vorstellung, dass noch eine letzte „Woche“ von sieben Jahren aussteht. Wenn das zutrifft, sollte man bedenken, dass Daniel Jude war. Das Volk Israel ging nach biblischer Darstellung in die Gefangenschaft, weil es das Schmitta-Jahr nicht eingehalten hatte. Deshalb ist der Schmitta-Zyklus nach dieser Sichtweise für Gott von großer Bedeutung.

Daraus leite ich Folgendes ab: Weil Gott nach seinem eigenen Kalender handelt, könne die siebenjährige Trübsalszeit nicht zu irgendeinem beliebigen Zeitpunkt beginnen. Da nur noch eine „Woche“ von sieben Jahren ausstehe, müsse sie mit dem Beginn eines neuen Siebenjahreszyklus einsetzen. Nach dieser Zeitrechnung wäre der Beginn des nächsten Zyklus Rosch Haschana 2022. Falls die Trübsalszeit dann nicht beginne, könne sie erst wieder mit dem nächsten Schmitta-Zyklus 2029–2030 einsetzen. Sollte sie auch dann nicht beginnen, wäre nach dieser Logik erst der darauffolgende Zyklus 2036–2037 möglich.

Das ist der erste Punkt, den ich vermitteln möchte: Nach dieser Auslegung kann die Trübsalszeit nicht jederzeit beginnen. Die letzte „Woche“ Daniels wird als Schmitta-Woche verstanden und müsse daher mit dem ersten Jahr eines Schmitta-Zyklus beginnen.

Übersetzung: Video: Signs in the Heavens Reveal When the Tribulation will Begin / Hier lehrt Pastor Mark Biltz von den Zeichen am Himmel und wann die Trübsal beginnt

Diese Botschaft wird etwas ganz Besonderes werden. Ich möchte ganz am Anfang beginnen – im ersten Buch Mose. Wenn man etwas verstehen will, beginnt man am Anfang.

Schauen wir auf 1. Mose 1. In der neuen Übersetzung, die Danny und ich erarbeitet haben, findet ihr den hebräischen Text, die Umschrift und die Übersetzung. In Vers 14 heißt es: „Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, um den Tag von der Nacht zu scheiden. Sie sollen als Zeichen dienen.“

Welche Zeichen geben Sonne und Mond? Es sind die Sonnen- und Mondfinsternisse.

In einer genaueren Übersetzung heißt es außerdem, dass sie für die „festgesetzten Zeiten“ bestimmt sind. Damit sind Feste wie das Passahfest oder Sukkot gemeint, ebenso bestimmte Tage wie Rosch Haschana oder Schawuot sowie besondere Jahre wie das Schmitta-Jahr und das Jubeljahr.

In Prediger 3,1 lesen wir: „Alles hat seine Zeit.“ Für wie viele Dinge gilt das? Für alles. Und es heißt weiter: „Jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine bestimmte Zeit.“ Glaubt ihr, dass Gott uns Zeichen geben möchte, wenn er handelt? Natürlich tut er das.

Deshalb möchte ich heute über genau dieses Thema sprechen. In euren Unterlagen findet ihr den Hinweis auf 1. Mose 1,14. Ich werde euch zeigen, dass es nach meiner Auffassung Zeichen am Himmel gibt, die erkennen lassen, wann die Trübsalszeit beginnen wird. Ich möchte mit euch darüber sprechen, wann diese Zeit höchstwahrscheinlich ihren Anfang nimmt.

Auf dem Bild seht ihr zwei Personen. Wer könnten sie sein? Meiner Ansicht nach sind es Mose und Elia. Der eine ist mit Feuer dargestellt, weil in der Offenbarung beschrieben wird, dass Feuer aus seinem Mund hervorgeht. Der andere trägt ein Symbol für biologische Gefahr, weil von den Plagen die Rede ist, die sie über die Erde bringen werden. Bevor ich weiterrede, möchte ich jedoch ganz klar sagen, was ich nicht behaupte.

Ich lege kein Datum für die Entrückung fest.

Ich werde zwar erläutern, wann nach meiner Auffassung die Trübsalszeit beginnt, aber ob jemand eine Vorentrückung, eine Entrückung in der Mitte oder am Ende der Trübsal glaubt, überlasse ich jedem selbst. Darüber möchte ich nicht streiten.

Ebenso lege ich kein Datum für die Wiederkunft des Herrn fest.

Ich lege auch kein Datum für das Ende der Welt fest.

Ich betone das deshalb so deutlich, weil manche Menschen Aussagen verdrehen und behaupten, ich hätte Dinge gesagt, die ich gar nicht gesagt habe.

Worüber ich tatsächlich spreche, sind die Zeichen der Zeiten und Zeitabschnitte Gottes.

Ich werde euch dabei nicht einfach meine persönliche Meinung präsentieren. Stattdessen möchte ich astronomische Beobachtungen, biblische Aussagen sowie mathematische und wissenschaftliche Zusammenhänge vorstellen. Darauf möchte ich mich beschränken. Viele von euch begleiten meinen Dienst schon seit längerer Zeit. Hier seht ihr nur einen Teil der Bücher, die ich geschrieben habe.

Die Entdeckung der sogenannten Blutmonde machte ich bereits im Jahr 2008. Etwa sieben Jahre lang stellte ich diese Erkenntnisse kostenlos zur Verfügung. Das Thema verbreitete sich anschließend auf der ganzen Welt, weil ich erklärte, welche Bedeutung die Zeichen am Himmel nach meiner Auffassung haben.

Schließlich sagte jemand zu mir: „Alle möglichen Leute schreiben Bücher über deine Forschung.“ Ich antwortete: „Ich habe selbst noch nie ein Buch geschrieben.“ Daraufhin sagte er: „Dann gib mir dein Material, und ich helfe dir dabei.“ So entstand mein erstes Buch, das 2014 erschien. Es wurde weit über 100.000-mal verkauft. Ich wusste damals eigentlich gar nicht, wie man ein Buch schreibt, aber ich bin überzeugt, dass der Herr dabei seine Hand im Spiel hatte.

2015 veröffentlichte ich dann God's Day Timer. Darin erkläre ich Gottes Zeitplan und seine festgesetzten Zeiten. Viele von euch haben dieses Buch gelesen. In wenigen Monaten erscheint bereits die vierte Auflage. 2019 schrieb ich das Buch Decoding the Antichrist, in dem ich erläutere, weshalb Salomo nach meiner Auslegung als ein Vorausbild des Antichristen verstanden werden kann.

2020 verband ich die Botschaft des Propheten Jeremia mit dem Buch der Offenbarung und stellte beide in einen chronologischen Zusammenhang.

2023 erschien schließlich America at War. Wenn ihr dieses Buch noch nicht kennt, empfehle ich euch, es zu lesen, weil es sich mit Ereignissen beschäftigt, die sich nach meiner Auffassung gegenwärtig erfüllen. Außerdem erscheint im Juni mein neues Buch The Final Tyrant, das sich mit dem Antichristen beschäftigt.

Ich möchte noch einmal auf mein Buch America at War eingehen und euch einige Dinge daraus zeigen. Auf Seite 124 habe ich bereits im Jahr 2023 Folgendes geschrieben: Ich beschrieb eine Vision der Endzeit, in der ein großer Krieg zwischen Iran und Israel im Monat Nissan stattfinden würde. Diese Auslegung stützte ich auf Daniel Kapitel 10. Jeder kann die Stelle selbst nachlesen.

Ich schrieb, dass diese Auseinandersetzung in einem Monat Nissan stattfinden und sich in einem zukünftigen Jahr genau in diesem Monat erfüllen würde. Außerdem erwähnte ich, dass der April 2024 der Beginn eines prophetischen Krieges mit dem Iran sein könnte und dass sich dieser Konflikt bis in das Frühjahr 2026 hineinziehen könnte.

Und was geschah? Im April kam es tatsächlich zur militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran. Meine Schlussfolgerungen beruhten nicht auf Spekulationen, sondern auf den biblischen Zeichen und den historischen Zusammenhängen, die ich in der Schrift zu erkennen glaube. Mitten im Buch erläutere ich außerdem, warum ich den Iran als das eigentliche Ziel zukünftiger Konflikte ansehe und weshalb ich davon ausging, dass die Vereinigten Staaten schließlich in einen Krieg mit dem Iran hineingezogen würden. Genau das erleben wir inzwischen. Bemerkenswert finde ich außerdem, dass diese Entwicklung zeitlich mit dem letzten Blutmond zusammenfiel.

Nun möchte ich für diejenigen erklären, die mit Sonnen- und Mondfinsternissen nicht vertraut sind, welche Bedeutung ich ihnen beimesse. Gott sagt, dass die Himmelskörper als Zeichen dienen sollen. Nach meiner Auslegung weist eine Sonnenfinsternis auf einen bevorstehenden Krieg hin, der eine heidnische Nation betrifft. Eine Mondfinsternis deutet dagegen auf einen Krieg hin, der Israel betrifft. Treten beide Erscheinungen nahe beieinander auf, kann dies auf einen Konflikt zwischen Israel und einer bestimmten Nation hindeuten.

Deshalb sehe ich in den Ereignissen, über die ich bereits 2023 geschrieben habe, eine Bestätigung meiner Auslegung. Damals beschrieb ich einen Krieg mit dem Iran im Zusammenhang mit diesem Blutmond, und heute erleben wir entsprechende Entwicklungen. Ich möchte damit lediglich zeigen, weshalb ich meine Schlussfolgerungen für biblisch begründet halte. Vor Kurzem erschien außerdem die Meldung, dass sich die Vereinigten Staaten wegen möglicher iranischer Angriffe im eigenen Land in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt haben.

Interessanterweise schrieb ich bereits auf Seite 95 meines Buches über Terroranschläge an verschiedenen Orten innerhalb der Vereinigten Staaten. Ich sah diese Entwicklungen als möglich voraus und bin überzeugt, dass noch nicht alle Ereignisse eingetroffen sind, die ich dort beschrieben habe.

Nun möchte ich auf die Zeichen am Himmel zurückkommen.

Die meisten wissen, dass der Tempel im Jahr 70 n. Chr. zerstört wurde. Betrachtet man die historischen Aufzeichnungen aus den Jahren 69 bis 71 n. Chr., fällt auf, dass mehrere Sonnen- und Mondfinsternisse genau auf die biblischen Festtage fielen – auf Passah, Sukkot, den ersten Tag des Monats Nissan und Rosch Haschana. Das ist keine bloße Vermutung meinerseits. Es handelt sich um astronomisch nachprüfbare Ereignisse und historische Daten. Gott sagt, dass er diese Zeichen an seinen festgesetzten Zeiten gegeben hat.

Besonders bemerkenswert finde ich, dass in diesem Zeitraum sogar zwei sogenannte hybride Sonnenfinsternisse innerhalb weniger Monate auftraten. Nach Angaben der NASA kommt eine solche hybride Sonnenfinsternis durchschnittlich nur etwa alle zehn Jahre vor. Dass gleich zwei davon innerhalb kurzer Zeit und dazu noch an biblischen Festtagen stattfanden, werte ich als einen besonderen Hinweis. Auch das Jahr 1492 ist in diesem Zusammenhang interessant. Viele erinnern sich daran, dass Christoph Kolumbus damals den Atlantik überquerte. Weniger bekannt ist, dass im selben Jahr die Juden aus Spanien vertrieben wurden. Genau in dieser Zeit traten die vier Blutmonde auf.

Dasselbe Muster erkennt man nach meiner Auffassung bei der Wiedererrichtung Israels als Staat. Häufig wird das Jahr 1948 genannt, weil damals der Unabhängigkeitskrieg begann. Formal wurde der Staat jedoch 1949 gegründet. Auch in dieser Zeit sehen wir wieder vier Blutmonde sowie weitere Mondfinsternisse, die erneut auf Passah und Sukkot fielen.

Als ich diese Zusammenhänge bereits 2008 öffentlich machte, reagierten viele christliche Leiter sehr kritisch. Nach meiner Einschätzung verstanden sie die Bedeutung dieser Zeichen überhaupt nicht. Wenn man sich die Übersicht in meinem Buch America at War anschaut, erkennt man außerdem, dass während des Sechstagekrieges 1967 wiederum Sonnen- und Mondfinsternisse auf Passah, Sukkot, Rosch Haschana und den ersten Nissan fielen.

Diese Erscheinungen waren nach meiner Auffassung nicht nur Zeichen für den Krieg von 1967, sondern zugleich Vorzeichen für den Jom-Kippur-Krieg des Jahres 1973. Denn das Jubeljahr wird am Jom Kippur ausgerufen. Der Jom Kippur des Jahres 1973 war zugleich der Beginn eines Jubeljahres – und genau an diesem Tag brach der Krieg aus.

Fünfzig Jahre später gelangt man in das Jahr 2023. Dort ereignete sich der Krieg „Iron Swords“, der am 7. Oktober begann – ausgerechnet am letzten Tag des Jubeljahres. Für mich ist bemerkenswert, dass sowohl der Beginn als auch das Ende dieses fünfzigjährigen Zeitraums von Kriegen geprägt sind und beide von Blutmonden sowie Sonnen- und Mondfinsternissen eingerahmt werden.

Viele fragten sich nach der Bedeutung der Finsternisse von 2014 und 2015. Nach meiner Auffassung waren sie sieben Jahre im Voraus ein Hinweis auf den Krieg „Iron Swords“. Genau diese Zusammenhänge habe ich bereits in meinem Buch beschrieben. Darin erläutere ich, weshalb ich aufgrund dieser astronomischen Zeichen davon ausging, dass Amerika und Israel schließlich gemeinsam in einen Konflikt mit dem Iran geraten würden. 

Schauen wir nun auf 2. Mose 23,10. Dort heißt es: „Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einbringen. Im siebten Jahr aber sollst du es ruhen und brachliegen lassen.“

Hier wird der Schmitta-Zyklus beschrieben. Dieser besteht aus sieben Jahren, wobei das siebte Jahr das eigentliche Schmitta-Jahr ist. Auch in 3. Mose 25,4 lesen wir: „Im siebten Jahr soll das Land einen Sabbat der Ruhe haben, einen Sabbat für den Herrn.“

Dabei möchte ich etwas klarstellen: Nach meinem Verständnis gilt dieses Gebot nicht für die Vereinigten Staaten, weil das Land Israel in der Bibel eine besondere Stellung besitzt. Manche Christen versuchen zwar, diese Vorschriften auch außerhalb Israels anzuwenden. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn jemand sein Land ruhen lassen möchte. Ich bin jedoch der Ansicht, dass sich dieses Gebot ursprünglich auf das Land Israel bezieht.

Wie immer sollte eine Lehre auf zwei oder drei Bibelstellen beruhen. Nicht nur der Mensch sollte jeden siebten Tag ruhen – auch das Land sollte jedes siebte Jahr ruhen.

Nun kommen wir zu 3. Mose 26,33–35. Dort spricht Gott zu Israel: „Ich werde euch unter die Völker zerstreuen und das Schwert hinter euch herziehen lassen. Euer Land wird verwüstet sein und eure Städte werden in Trümmern liegen. Dann wird das Land seine Sabbatjahre genießen. Solange es verwüstet daliegt und ihr euch im Land eurer Feinde befindet, wird das Land ruhen und seine Sabbate nachholen.“

Als diese Worte ausgesprochen wurden, war das alles noch Zukunft. Gott kündigte bereits viele Jahrhunderte vorher an, dass Israel die Sabbatjahre nicht einhalten würde. Deshalb sollte das Volk schließlich siebzig Jahre in die Gefangenschaft geführt werden, damit das Land die siebzig Ruhejahre erhalten konnte, die ihm während eines Zeitraums von 490 Jahren verweigert worden waren.

Kommen wir nun zum 5. Buch Mose. Dort heißt es, dass am Ende jedes siebten Jahres ein Schuldenerlass stattfinden soll. Es ging also nicht nur darum, dass das Land ruhte. Auch die finanziellen Verpflichtungen sollten regelmäßig aufgehoben werden. In 5. Mose 15 wird angeordnet, dass jeder Gläubiger seinem Mitmenschen im siebten Jahr seine Schulden erlassen soll. Niemand sollte seinen Bruder weiterhin bedrängen, denn dieses Jahr wurde als „Erlass des Herrn“ bezeichnet.

Weiter heißt es in 5. Mose 31,10–11, dass Mose befahl, am Ende jedes siebten Jahres – während des Laubhüttenfestes im Jahr des Schuldenerlasses – das Gesetz öffentlich vor ganz Israel vorzulesen. Das Erstaunliche ist, dass die Könige Israels genau das über Jahrhunderte hinweg unterließen. Sie hätten das Volk regelmäßig an Gottes Gebote erinnern sollen, insbesondere an das Sabbatjahr und den Schuldenerlass. Doch während der gesamten Königszeit geschah das nicht.

Dabei steckt darin noch ein weiterer interessanter Zusammenhang.

In meinem kommenden Buch über die biblische Zeitleiste zeige ich, dass Jeschua genau am Ende eines Schmitta-Zyklus während des Laubhüttenfestes aufstand und die Freiheit ausrief. Damit erfüllte er nach meiner Auffassung unmittelbar die Anordnung aus dem 5. Buch Mose.

Außerdem vertrete ich die Ansicht, dass dies der 541. Schmitta-Zyklus seit Adam gewesen sei. Multipliziert man 541 mit sieben, gelangt man nach dieser Berechnung bis zur Erschaffung von Adam und Eva zurück.

Noch bemerkenswerter finde ich Folgendes: In Matthäus 15,24 sagt Jesus: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“

Der hebräische Zahlenwert (Gematria) des Wortes „Israel“ beträgt 541. Für mich ist es erstaunlich, dass der Zahlenwert Israels genau mit diesem Schmitta-Zyklus übereinstimmt, in dem der Messias kam, um Israel Freiheit zu verkünden. Solche Zusammenhänge kann man sich nach meiner Überzeugung nicht einfach ausdenken. Ich versuche lediglich auf mathematische, sprachliche und biblische Muster hinzuweisen.

Danach wirkte Jesus dreieinhalb Jahre lang. Anschließend starb er, wurde auferweckt und erfüllte nach meiner Auslegung die erste Hälfte des darauffolgenden prophetischen Siebenjahresabschnitts. Behaltet diesen Gedanken im Hinterkopf – später werde ich noch einmal darauf zurückkommen.

Schauen wir nun auf 2. Chronik 36,21. Dort wird erklärt, dass sich Jeremias Worte erfüllten, indem das Land seine Sabbatjahre nachholen konnte. Während der siebzigjährigen Verwüstung erhielt das Land endlich die Ruhe, die ihm zustand.

Siebzig Jahre entsprechen zehn Schmitta-Zyklen beziehungsweise 490 Jahren. Das bedeutet, dass die Könige Israels während dieser gesamten Zeit weder das Land ruhen ließen noch den vorgeschriebenen Schuldenerlass praktizierten.

Nun kommen wir zu Daniel 9,2.  Daniel berichtet, dass er beim Lesen der Schriften Jeremias erkannte, dass die siebzig Jahre der Verwüstung Jerusalems bald erfüllt sein würden. Daniel verstand also die Prophetie, weil er Jeremia studierte. Sehen wir uns nun an, was Jeremia schrieb. Dort erinnert Gott daran, dass er beim Auszug aus Ägypten einen Bund mit Israel geschlossen hatte. Er verweist auf dieselben Gebote aus dem zweiten und fünften Buch Mose und erklärt erneut, dass jeder hebräische Knecht nach sechs Dienstjahren im siebten Jahr freigelassen werden sollte.

Doch die Vorfahren Israels hörten nicht auf Gottes Stimme. Später heißt es sogar, dass das Volk zunächst das Richtige getan habe, indem es Freiheit ausgerufen hatte.

Viele Christen glauben, dass eine solche Freilassung ausschließlich im Jubeljahr stattfand und dass Jesus deshalb im Jubeljahr die Freiheit verkündete. Meiner Ansicht nach stimmt das nicht. Die Freilassung wurde bereits am Ende jedes Schmitta-Zyklus ausgerufen. Deshalb geschah auch Jesu Verkündigung nach meiner Auffassung nicht in einem Jubeljahr, sondern am Ende eines Schmitta-Zyklus.

Jeremia berichtet jedoch weiter, dass das Volk seine Entscheidung wieder rückgängig machte. Die freigelassenen Knechte und Mägde wurden erneut versklavt und unter Zwang gestellt.

Historisch geschah Folgendes: Nebukadnezar stand kurz davor, Jerusalem zu erobern. In ihrer Not wandten sich die Menschen endlich wieder Gott zu. Der König erkannte offenbar, dass die Missachtung der Sabbatjahre die eigentliche Ursache des Gerichts war. Deshalb ließ er zum ersten Mal seit rund 490 Jahren die Vorschriften über den Schuldenerlass tatsächlich umsetzen. Doch kurz darauf griff Ägypten ein, worauf sich Nebukadnezar zunächst zurückzog. Statt Gott für diese Entwicklung zu danken, schrieb das Volk die Rettung den Ägyptern zu. Deshalb machten sie die Freilassung der Knechte wieder rückgängig und versklavten sie erneut.

Nach dieser Darstellung war genau das der Grund dafür, dass Gott Nebukadnezar schließlich zurückkehren ließ und Jerusalem dennoch zerstört wurde.

Vor diesem Hintergrund gelangen wir nun wieder zu Daniel Kapitel 9. Dort sagt Gott: „Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt.“

Mit diesen „Wochen“ sind nach meiner Auslegung keine gewöhnlichen Kalenderwochen gemeint, sondern Wochen von Jahren – also Schmitta-Zyklen. Siebzig solcher Jahrwochen ergeben wiederum 490 Jahre.

Diese 490 Jahre sind für Israel und Jerusalem bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen, die Sünde zu sühnen und Gottes Heilsplan zu vollenden.

In Vers 25 erklärt der Engel Daniel weiter: „Vom Erlass zum Wiederaufbau Jerusalems bis zum Messias, dem Fürsten, vergehen sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen.“

Sieben plus zweiundsechzig ergeben neunundsechzig Jahrwochen.

Damit bleibt nach dieser Prophetie noch eine einzige Jahrwoche übrig – jene letzte siebenjährige Periode, die im Buch der Offenbarung beschrieben wird. 

In Daniel 9,27 heißt es weiter: „Er wird den Bund mit den Vielen für eine Woche bestätigen.“

Nach meiner Auslegung ist mit dieser einen Woche die letzte prophetische Jahrwoche gemeint – also die siebenjährige Trübsalszeit.

Weiter heißt es, dass er in der Mitte dieser Woche Schlacht- und Speisopfer beenden und den Gräuel der Verwüstung aufrichten wird. Damit haben wir die prophetischen Aussagen des Tanach betrachtet. Nun möchte ich zum Buch der Offenbarung wechseln und die Zusammenhänge aufzeigen.

In Offenbarung 11,2–3 erhält Johannes die Anweisung, den äußeren Vorhof des Tempels nicht zu vermessen, weil er den Nationen überlassen ist. Jerusalem wird nach dieser Prophetie zweiundvierzig Monate lang von den Heiden zertreten werden.

Zweiundvierzig Monate entsprechen dreieinhalb Jahren – also genau der Hälfte der siebenjährigen Trübsalszeit. Während dieser ersten dreieinhalb Jahre werden die Nationen den Tempelbereich beherrschen.

Im selben Abschnitt sagt Gott: „Ich werde meinen zwei Zeugen Vollmacht geben, und sie werden 1.260 Tage lang weissagen, in Sacktuch gekleidet.“

Auch 1.260 Tage entsprechen dreieinhalb Jahren.

Das bedeutet nach meiner Auslegung: Während der ersten Hälfte der Trübsal treten zwei Zeugen in Jerusalem auf, während gleichzeitig die Nationen den Tempelbezirk beherrschen. Diese beiden Zeugen befinden sich nicht irgendwo auf der Welt, sondern in Jerusalem selbst.

Die nächsten Verse beschreiben ihre Vollmacht: Wenn jemand versucht, ihnen Schaden zuzufügen, geht Feuer aus ihrem Mund hervor und verzehrt ihre Feinde. Wer sie angreifen will, kommt auf diese Weise ums Leben. Außerdem besitzen sie die Macht, den Himmel zu verschließen, sodass während der gesamten dreieinhalb Jahre kein Regen fällt.

Manche behaupten heute bereits, wir befänden uns mitten in der Trübsalszeit. Darauf antworte ich scherzhaft: Ich habe den Wetterbericht für Jerusalem überprüft – dort regnet es noch. Deshalb kann die Trübsalszeit nach meiner Auffassung noch nicht begonnen haben.

Weiter heißt es, dass die beiden Zeugen Macht über das Wasser besitzen und es in Blut verwandeln können. Sie dürfen die Erde mit Plagen schlagen, sooft sie es wollen.

Stellt euch vor, welche Wirkung das haben wird.

Zwei jüdische Männer stehen in Jerusalem, rufen das Volk zur Umkehr zur Tora auf und bringen gleichzeitig Feuer und Plagen über ihre Gegner. Ich vermute, dass viele Menschen sie deshalb für den falschen Propheten und den Antichristen halten werden.

Doch dann geschieht etwas Entscheidendes.

In Offenbarung 11,7 lesen wir: Nachdem sie ihr Zeugnis beendet haben – also nach dreieinhalb Jahren –, steigt das Tier aus dem Abgrund herauf, führt Krieg gegen sie, besiegt sie und tötet sie.

Denkt einmal darüber nach. Dreieinhalb Jahre lang versucht die ganze Welt, diese beiden Männer zu töten, doch niemand kann ihnen etwas anhaben. Dann erscheint plötzlich das Tier – der Antichrist – und schafft es als Erster, sie zu töten. Die Menschen werden vermutlich glauben, dass dieser neue Herrscher der wahre Retter sei, weil er diejenigen beseitigt hat, die sie selbst für das eigentliche Übel hielten. Das werden erschreckende Zeiten sein.

Nun komme ich zu dem eigentlichen Thema meines Vortrags.

Ich möchte über die Zeichen am Himmel sprechen, die nach meiner Auffassung den Beginn der Trübsalszeit anzeigen. Noch einmal möchte ich betonen:

Ich lege kein Datum für die Entrückung fest.

Ich lege kein Datum für die Wiederkunft des Herrn fest.

Ich lege auch kein Datum für das Ende der Welt fest.

Ich möchte lediglich die Zeichen erläutern, die Gott nach meiner Überzeugung für seine Zeiten und Zeitabschnitte gegeben hat.

Die Trübsalszeit dauert sieben Jahre.

In den ersten dreieinhalb Jahren wirken nach meiner Auffassung Mose und Elia – beziehungsweise die beiden Zeugen. Wer anderer Meinung ist und andere Personen für die beiden Zeugen hält, kann das selbstverständlich tun. Entscheidend ist für mich ihre Aufgabe, nicht ihre Identität. Während dieser ersten Hälfte schließen sie den Himmel, sodass kein Regen fällt. Sie verwandeln Wasser in Blut, bringen Plagen über die Erde und vernichten jeden, der sie angreifen will.

Nach diesen dreieinhalb Jahren tritt der Antichrist gemeinsam mit dem falschen Propheten auf und übernimmt die Herrschaft während der zweiten Hälfte der sieben Jahre. Außerdem berichtet die Offenbarung von einer Frau, der zwei große Adlerflügel gegeben werden, damit sie für dreieinhalb Jahre in die Wüste fliehen kann.

Auf ihre genaue Identität möchte ich jetzt noch nicht ausführlich eingehen. Doch wenn ihr den biblischen Text aufmerksam lest, werdet ihr feststellen, dass genau dies dort beschrieben wird.

Schauen wir nun auf Offenbarung 11,9. Dort heißt es, dass Menschen aus allen Völkern, Stämmen und Sprachen die Leichname der beiden Zeugen dreieinhalb Tage lang sehen werden. Niemand wird zulassen, dass sie begraben werden.

Nach meiner Auffassung lässt sich daraus schließen, dass Jerusalem zu diesem Zeitpunkt nicht vollständig unter jüdischer Kontrolle steht. Wären die Juden frei in ihren Entscheidungen, würden sie die Toten noch am selben Tag bestatten. Dass die Leichname dreieinhalb Tage öffentlich liegen bleiben, verstehe ich daher als Hinweis darauf, dass andere Mächte über Jerusalem bestimmen.

Deshalb gehe ich davon aus, dass Jerusalem in naher Zukunft geteilt werden wird. Ich sage das nicht aufgrund politischer Überlegungen, sondern weil ich meine, dass die Bibel genau dieses Szenario beschreibt.

Nun stellt sich die entscheidende Frage: Wann beginnt die Trübsalszeit?

Nach meinem Verständnis muss sie an Rosch Haschana beginnen, also am ersten Tag des Monats Tischri. Von dort aus führen dreieinhalb Jahre genau bis zum Passahfest. Deshalb habe ich einen Kalender erstellt, der diesen Ablauf veranschaulicht.

Die Trübsalszeit beginnt nach meiner Auffassung nicht nur an Rosch Haschana, sondern zugleich am Anfang eines neuen Schmitta-Zyklus.

Daniel war Jude. Deshalb kann diese siebenjährige Zeit nach meinem Verständnis nicht irgendwann mitten im Kalender einsetzen. Sie muss mit dem Beginn eines neuen Schmitta-Zyklus anfangen. Rechnet man von Rosch Haschana dreieinhalb Jahre weiter, gelangt man genau zum Passahfest.

Daraus schließe ich, dass die beiden Zeugen an Passah sterben, dreieinhalb Tage später – genau wie der Messias – auferstehen und anschließend in den Himmel aufgenommen werden.  Wenn die beiden Zeugen nach dreieinhalb Jahren sterben und wieder auferstehen, beginnt gleichzeitig die zweite Hälfte der Trübsalszeit.

Genau an diesem Punkt ereignet sich nach meiner Auslegung das, was in Offenbarung 12 beschrieben wird. Dort erscheint eine Frau, die mit der Sonne bekleidet ist, den Mond unter ihren Füßen hat und eine Krone aus zwölf Sternen trägt. Sie bringt einen Sohn zur Welt, der dazu bestimmt ist, alle Nationen mit eisernem Stab zu regieren.

Viele Christen sehen in dieser Frau Maria. Ich bin jedoch überzeugt, dass sie vielmehr das Volk Israel symbolisiert. Die zwölf Sterne erinnern an die zwölf Stämme Israels, und das Kind ist der Messias.

Nachdem das Kind zu Gott entrückt worden ist, flieht die Frau in die Wüste. Dort hat Gott einen Ort für sie vorbereitet, an dem sie 1.260 Tage lang versorgt wird – also weitere dreieinhalb Jahre. Damit ergeben sich erneut dieselben Zeitabschnitte: zuerst dreieinhalb Jahre, dann noch einmal dreieinhalb Jahre. Anschließend beschreibt Johannes einen Krieg im Himmel.

Michael und seine Engel kämpfen gegen den Drachen. Satan und seine Engel werden besiegt und endgültig aus dem Himmel hinausgeworfen. Von diesem Augenblick an weiß Satan, dass ihm nur noch wenig Zeit bleibt.

Deshalb richtet sich sein Zorn gegen Israel.

Die Frau erhält zwei große Adlerflügel, damit sie an den vorbereiteten Ort in der Wüste fliehen kann, wo Gott sie während der verbleibenden dreieinhalb Jahre beschützt. Nach meiner Überzeugung hängt dieses Ereignis unmittelbar mit Hesekiel Kapitel 20 zusammen. Dort kündigt Gott an, dass er sein Volk aus den Nationen sammeln und in die Wüste der Völker führen wird.

An diesem Ort wird er mit ihnen rechten, sie prüfen und diejenigen aussortieren, die sich gegen ihn auflehnen. Viele lesen diese Verse und denken, sie hätten sich bereits bei der Rückkehr Israels erfüllt. Ich glaube jedoch, dass Hesekiel hier von einem zukünftigen Ereignis spricht, das während der Trübsalszeit stattfinden wird.

Gott wird sein Volk bewahren, gleichzeitig aber auch reinigen und läutern. Das erklärt nach meiner Auffassung, weshalb Offenbarung 12 ausdrücklich von einer Flucht in die Wüste spricht.

Danach gelangen wir zu Offenbarung 13. Hier tritt das Tier aus dem Meer hervor – der Antichrist. Er erhält seine Macht vom Drachen, also von Satan. Die ganze Welt staunt über ihn und folgt ihm nach. Er öffnet seinen Mund zu Lästerungen gegen Gott und erhält Vollmacht für zweiundvierzig Monate.

Wieder begegnet uns dieselbe Zeitspanne: zweiundvierzig Monate oder dreieinhalb Jahre. Damit beginnt die zweite Hälfte der Trübsalszeit. Während dieser Zeit führt der Antichrist Krieg gegen die Heiligen.

Außerdem erscheint der falsche Prophet.

Er bringt die Menschen dazu, das Bild des Tieres anzubeten, und sorgt dafür, dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er das Malzeichen des Tieres nicht trägt. Viele Menschen fragen mich, wann all diese Dinge beginnen werden.

Meine Antwort lautet: Sie können nicht irgendwann zufällig einsetzen. Sie müssen nach meiner Überzeugung mit dem Beginn eines neuen Schmitta-Zyklus anfangen. Darum halte ich Rosch Haschana für den entscheidenden Zeitpunkt. Von dort aus lassen sich sämtliche Zeitangaben der Offenbarung harmonisch einordnen.

Nun möchte ich auf die Jahreszahlen eingehen.

Wenn ein neuer Schmitta-Zyklus beispielsweise 2030 beginnt, würden dreieinhalb Jahre später das Passahfest 2033 und damit die Mitte der Trübsalszeit erreicht. Genau zu diesem Zeitpunkt würden nach meiner Auslegung die beiden Zeugen sterben, auferstehen und in den Himmel aufgenommen werden.

Anschließend beginnt die Herrschaft des Antichristen für weitere dreieinhalb Jahre. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich damit kein Datum festsetze.

Ich sage lediglich, dass die Trübsalszeit – wenn meine Auslegung zutrifft – immer nur am Anfang eines neuen Schmitta-Zyklus beginnen kann. Beginnt sie nicht mit einem bestimmten Zyklus, muss man auf den nächsten warten. Darum halte ich die Schmitta-Zyklen für den Schlüssel zum Verständnis der biblischen Prophetie.

Gott arbeitet nach seinem eigenen Kalender.

Er handelt nicht willkürlich, sondern entsprechend den Zeiten, die er selbst von Anfang an festgelegt hat. Deshalb glaube ich, dass die biblischen Feste, die Schmitta-Jahre und das Jubeljahr gemeinsam den prophetischen Zeitplan Gottes bilden.

Wenn wir diese Zusammenhänge verstehen, erkennen wir auch besser die Zeichen der Zeit, ohne dabei ein konkretes Datum für die Wiederkunft Jesu oder die Entrückung festzulegen. Genau darum geht es mir in diesem Vortrag.

Ich möchte zum Abschluss noch einmal den entscheidenden Gedanken zusammenfassen.

Viele Menschen fragen ständig: „Wann beginnt die Trübsalszeit?“ Meine Antwort lautet, dass Gott nach seinem eigenen Kalender handelt. Deshalb kann die letzte Jahrwoche Daniels nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt beginnen. Wenn Daniel von siebzig Jahrwochen spricht und eine einzige Woche noch aussteht, dann muss diese letzte Woche – nach meinem Verständnis – auch dem Muster der Schmitta-Zyklen folgen.

Deshalb richte ich meinen Blick nicht auf irgendein beliebiges Datum, sondern auf den Beginn eines neuen Schmitta-Zyklus. Sollte die Trübsalszeit an diesem Zeitpunkt nicht beginnen, dann verschiebt sich ihr möglicher Beginn auf den nächsten Schmitta-Zyklus, sieben Jahre später.

Das bedeutet nicht, dass ich ein Datum prophezeie. Es bedeutet lediglich, dass ich glaube, Gott handle innerhalb des Zeitplans, den er selbst in seinem Wort festgelegt hat. Wir sollten deshalb weniger darüber diskutieren, ob Gott einen prophetischen Kalender besitzt, sondern vielmehr lernen, ihn zu verstehen.

Genau darum geht es bei den biblischen Festzeiten.

Passah, Schawuot, Rosch Haschana, Jom Kippur und Sukkot sind nicht einfach jüdische Feiertage. Sie sind nach meiner Überzeugung Gottes festgesetzte Zeiten, die seinen Heilsplan offenbaren. Ebenso gehören der Schabbat, die Neumonde, die Schmitta-Jahre und das Jubeljahr zu diesem göttlichen Zeitplan. Wenn wir diese Ordnung ignorieren, übersehen wir möglicherweise wichtige Zusammenhänge der Prophetie.

Viele Christen beschäftigen sich intensiv mit den Ereignissen der Endzeit, kennen jedoch Gottes Kalender kaum. Ich glaube, dass wir beides miteinander verbinden müssen. Darum studiere ich nicht nur die Prophetien Daniels oder der Offenbarung, sondern ebenso die Tora und die darin festgelegten Zeiten. Erst wenn man diese Bausteine zusammensetzt, entsteht für mich ein vollständigeres Bild.

Deshalb habe ich so viel Zeit darauf verwendet, historische Ereignisse, astronomische Daten und die biblischen Texte miteinander zu vergleichen. Ich wollte herausfinden, ob sich darin ein Muster erkennen lässt. Je länger ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr gewann ich den Eindruck, dass Gott tatsächlich nach einem feststehenden Zeitplan handelt. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir jedes zukünftige Ereignis exakt berechnen können.

Es bedeutet vielmehr, dass wir aufmerksam sein und die Zeichen erkennen sollen, die Gott uns gegeben hat. Jesus selbst sagte, dass wir die Zeichen der Zeit verstehen sollen. Genau dazu möchte ich die Menschen ermutigen.

Ich wünsche mir nicht, dass jemand aufgrund meiner Ausführungen Angst bekommt. Mein Ziel ist vielmehr, dass Gottes Volk vorbereitet ist. Wenn wir wissen, wie Gott in der Vergangenheit gehandelt hat, können wir auch besser verstehen, was möglicherweise noch vor uns liegt. Deshalb sollten wir die Bibel sorgfältig studieren und uns nicht allein auf Schlagzeilen oder politische Entwicklungen verlassen.

Die Schrift muss immer unser Maßstab bleiben. Ich glaube, dass wir in einer außergewöhnlichen Zeit leben. Viele Entwicklungen, die wir heute beobachten, passen nach meiner Überzeugung zu dem prophetischen Bild, das die Bibel zeichnet. Gerade deshalb ist es wichtig, geistlich wachsam zu bleiben.

Wir sollten unser Vertrauen nicht auf Menschen setzen, sondern auf den Herrn. Er allein kennt den genauen Ablauf der zukünftigen Ereignisse. Unsere Aufgabe besteht darin, treu zu sein, bereit zu sein und auf ihn zu hören.

Wenn wir seinen festgesetzten Zeiten Aufmerksamkeit schenken und sein Wort ernst nehmen, werden wir nicht überrascht sein, wenn sich seine Prophetien erfüllen. Darum möchte ich jeden ermutigen, die Schrift selbst zu studieren, Gottes Kalender kennenzulernen und die Zeichen der Zeit mit Weisheit und Unterscheidungsvermögen zu betrachten. Vielen Dank, dass ihr heute zugehört habt. Möge der Herr euch segnen und euch Weisheit schenken, damit ihr sein Wort immer besser versteht. (Soweit die lesbare Übersetzung) 

Ihr wisst was dies für mich bedeutet:  Die Zahl 27 und 827 in meinem Leben!  

Da im Jahr 2029 das 827 Schabbatjahr seit Adam und Eva ist, ich jetzt diese Predigt aufmerksam verfolgt habe, bin ich innerlich überzeugt davon, die Trübsal wird 2029 beginnen. Ausdrücklich erwähne ich, dies hat nichts mit der Entrückung zu tun, die kann (so hoffe ich) an Yom Teruah diesen Jahres sein. Zum Abschluss möchte ich mich bei allen treuen Geschwistern bedanken, die mir treu geblieben sind, auch wenn ihnen nicht alles gefallen hat, was ich online stellte. Danke an diejenigen, die mich treu unterstützten und für mich gebetet haben.  Danke an diejenigen, die sich nicht von Satan haben verleiten lassen, mich durch manipulative Gebete (was Hexerei ist) anzugreifen. Wir haben alle unterschiedliche Meinungen, im Himmel werden wir erst vollständig erkennen, was richtiges Gedankengut war und was falsch war. Darum schrieb ich vor vielen Jahren diesen Artikel Du musst glauben was ich glaube

Warum die Entrückung an Yom Teruah sein muss, lest ihr jetzt hier:


Die sieben Feste des Messias
Kapitel 7
Rosch HaSchanah

Dies ist ein Ausschnitt vom 7. Kapitel:Original Webseite

Die Zeit der Umkehr - Teschuwa
Mit dem Monat Elul beginnt eine besondere Zeit. Sie ist bekannt als Teschuwa, was auf Hebräisch „umkehren‚ oder „bereuen‚ bedeutet. Ihre Dauer beträgt vierzig Tage und endet an Jom Kippur, dem Großen Versöhnungstag. Nach dreißig Tagen Teschuwa, am ersten Tag des Monats Tischri, wird Rosch HaSchanah gefeiert. Hiermit beginnt eine zehn Tage dauernde Schlussphase, die mit Jom Kippur endet. Diese Tage sind als die Hochheiligen, aber auch als die schrecklichen Tage (Yamim Nora'im, die Tage der Ehrfurcht) bekannt. Der Schabbat, der in diese Tage fällt, heißt Shabbat Shuvah, der Schabbat der Umkehr. Fünf Tage nach Jom Kippur beginnt dann Sukkot, das Laubhüttenfest. Jeden Morgen während der dreißig Tage des Monats Elul wird das Schofar (Widderhorn) geblasen, um die Menschen zu warnen und zur Umkehr zu YHWH zu rufen.a)
Teschuwa (Buße) richtet sich an alle Menschen. Diejenigen, die an den Messias glauben, sind aufgerufen, ihr Leben zu prüfen und zu sehen, wo sie sich von YHWH entfernt haben. Es ist ein Ruf, die Schrift zu erforschen und die Beweise

zu prüfen, dass der Messias der ist, der Er sagt, dass Er ist. YHWH hatte es zu allen Zeiten auf dem Herzen, die Menschen auf das bevorstehende Gericht hinzuweisen.

Er warnte sie vor der Flut, und Er warnte, bevor Ninive zerstört werden sollte. Es ist Ihm ein großes Herzensanliegen, dass nicht einer den Zorn Seines Gerichtes empfängt385.

Der ganze Monat Elul ist ein 30-Tage-Prozess der Vorbereitung durch persönliche Prüfung und Buße für die kommenden Hohen und Heiligen Tage. Nach jedem Morgen Gottesdienst wird das Schofar geblasen. Ebenso wird am Ende der Morgen- und Abendliturgie der Psalm 27 gesprochen.b)

Er beginnt mit „Der HERR ist mein Licht und meine Errettung‚. Die Bot-
schaft vom 1. Elul bis Rosch HaSchanah ist klar: Kehre vor Rosch HaSchana um! Warte nicht bis nach Rosch HaSchana, - oder du wirst dich in den schrecklichen Tagen finden. Es gibt Redensarten oder Ausdrücke, die uns helfen, die Tage der Zeit Teschuwa (Umkehr) zu beschreiben. So wie unbekannte Fremde verwirrt sein mögen, wenn sie hören, dass Ameri-
kaner den Erntedanktag „Truthahntag‚ oder „Pilgertag‚ nennen, können nichtjüdische Nachfolger Yeshuas durch die verschiedenen Bezeichnungen für die wichtigsten Feste YHWHs verwirrt sein.

Für die Zeit von Rosch HaSchanah existieren folgende Namen, Themen, und idiomatische Redewendungen:c)

1. Teschuwa (Buße)

2. Rosch HaSchanah (Kopf des Jahres, Geburtstag der Welt, Neujahrstag)

3. Jom Terua (Tag des Blasens zum Erwachen [Fest der Trompeten])

4. Jom HaDin (Tag des Gerichts) 385 Hesekiel (Jeheskel) 18, 21-23,30-32; Zephania (Zefanja) 2, 1-3; 33, 1-7; 2 Petrus (Kefa) 3, 9

5. HaMelech (Krönung des Messias)

6. Jom HaZikkaron (Tag der Erinnerung oder des Gedenkens)

7. Zeit der Trübsal Jakobs (Ya-akov oder auch Geburtsschmerzen des Messias, Chevlai shel Mashiach)

8. Das Öffnen der Tore

9. Kiddushin/Nesu'in (Hochzeitszeremonie)

10. Die Auferstehung der Toten (Entrückung, Natza1)

11. Das letzte Schofar (Shofar)

12. Jom Hakeseh (Der verborgene Tag)d)

Rosch HaSchanah: Das Haupt des Jahres (Geburtstag der Welt)
Rosch HaSchanah markiert das jüdische Neujahr und ist Zeit der Umkehr. Rosch bedeutet im Hebräischen Kopf oder Chef, und Schanah bedeutet Jahr. Rosch HaSchanah ist das Haupt des Jahres im zivilen Kalender, und ist auch bekannt als der Geburtstag der Welt, da die Welt an diesem Tag geschaffen wurde386. Nach der jüdischen Tradition wurde Adam an diesem Tag geschaffen (Mishnah, San Hedrin 38b).

Wie stellten sie fest, dass dies der Tag des Jahres war, als die Welt erschaffen wurde?
Weil die ersten Worte des ersten Buches Mose (Bereishit), "im Anfang", anders herum gele-sen, „Aleph b'Tishrei‚, oder "am ersten Tag des Tischri." ergeben. Deshalb ist Rosch HaSchanah bekannt als Geburtstag der Welt, weil dieTradition überliefert, dass die Welt an eben diesem Tag erschaffen wurde.e)

Im jüdischen Kalender gibt es vier Neujahrestage:
Der erste Nissan ist der Neujahrstag der Könige. Dieser Tag war bei der Bestimmung von Regierungszeiten der Könige relevant. Entsprechende Monats- und Jahresangaben beziehen sich jeweils auf den ersten Nissan. Dieser Monat ist der erste Monat im jüdischen Jahr, welches damals mit dem ersten Neumond nach Reifung der Gerste ausgerufen wurde. Die biblische Grundlage für das Neujahr am ersten Nissan geht auf den Auszug des Volkes der Israeliten aus Ägypten zurück.

Der erste Elul ist das Neujahr für den Zehnten der Tiere.
Der 15. Shevat (Tu Bishvat) ist das Neujahr für die Bäume, und
Der erste Tischri ist das Neujahr der Jahre. Es markiert auch den Jahrestag der Erschaffung der Welt.f)

Eine Zeit des Beobachtens
Nun, Rosch HaSchanah wird zwei Tage lang gefeiert. Es fällt auf den ersten und zweiten Tag des hebräischen Monats Tischri (gewöhnlich im September/Oktober), welcher der erste Monat des biblisch zivilen Kalenders ist.g) Der Monat Tischri ist der siebte Monat des biblisch religiösen Kalenders, welcher mit dem Monat Nissan im Frühjahr beginnt. Der Grund, dass Rosch HaSchana im siebten Monat des biblisch religiösen Kalenders ist, liegt darin, dass YHWH den Monat Nissan als Erinnerung an Israels göttliche Befreiung aus Ägypten zum ersten Monat des Jahres erklärte387. Der Tradition nach jedoch wurde die Welt im Monat Tischri erschaffen. Oder genauer: Adam und Eva wurden am ersten Tischri erschaffen, und 386 Talmud, Rosh Hashanah 11a 387 2. Mose (Schemot) 12, 2; 13, 4 von Tischri her begann der jährliche Zyklus. Deshalb wird Rosch HaSchana zu diesem Zeitpunkt gefeiert.h)

Warum dauert Rosch HaSchanah zwei Tage?
Anders als andere Feste, die in der Diaspora (Zerstreuung, die Juden betreffend, die außerhalb des Heiligen Landes Israel leben) gefeiert werden, wird Rosch HaSchana auch in Israel selbst zwei Tage lang gefeiert. Der Grund liegt darin, dass es am ersten Tag des Monats, Rosch Chodesch, gefeiert wird, der mit der Sichtung des Neumonds beginnt. Weil nun ein Mond-Monat 29 ½ Tage dauert, ist selbst in Jerusalem nie exakt vorhersehbar, an welchem Abend der Neumond erscheint Ist es am 29. oder aber am 30. des Monats? In alten Zeiten musste dieser Neumond vom hohen Rat gesichtet sein, welcher dann den neuen Monat ausrief.

Somit wird Rosch HaSchana als einziges Fest auch in Israel zwei Tage lang gefeiert. Die Schaffung des Zwei-Tage-Rosch HaSchana beabsichtigte auch die Beachtung jedes Tages; aus rabbinischer Sicht werden die beiden Tage als Joma Arikhta, ein langer Tag, betrachtet.i)

Jom Terua: Der Tag des Wachrufens
In Psalm (Tehillim) 98, 6 steht: „Mit Drommeten und Posaunen (Schofars) jauchzet vor YHWH, dem König!‚ Der Segen, den wir erlangen, wenn wir die Bedeutung von Rosch HaSchana und dem Blasen des Schofars verstehen, ist beschrieben in Psalm (Tehillim) 89, 15:
„Wohl dem Volk, das jauchzen kann! (das den Klang des Schofars kennt) YHWH, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln;‚ In der Torah ist Rosch HaSchana bezogen auf Jom Terua, den Tag des Klanges des Schofarsj) (Tag des Wachrufens), an dem es für jede Person zwingend geboten ist, das Schofar zu hören (shema).k) Die Mitzvah oder das biblische Gebot 388 lautet, dass das Schofar zu hören ist (shema). Es ist nicht selbst zu blasen. Daher liegt der Segen darauf dem Hören des Klangs des Schofars..l)

Terua exakt übersetzt heißt: „Erwachensknall‚. „Erwachen‚ ist ein Thema, das mit Rosch HaSchana eng in Verbindung steht. Terua wird jedoch auch als „Ruf‚ übersetzt. Jesaja (Yesh‘jahu) setzt „das Rufen‚ in Kapitel 12 mit der tausendjährigen Herrschaft des Messias, der Athid Lavo, in Verbindung. Das messianische Zeitalter und der Ruf finden in der Schrift mehrfach Erwähung389.

Das erste Kommen Yeshuas ist verbunden mit dem Ruf in Sacharja 9 Vers 9, der abschließende Ruf ist die Entrückung (Natzal) in 1. Thessalonicher 4, 16 17.m)
Ob durch den Klang des Schofars oder der Kraft eines übernatürlichen Rufes, YHWHs Absicht ist es, uns aufzuwecken! Denn es steht geschrieben 388 Johannes (Jochanan) 14, 15 389 Jesaja (Jesha‘jahu) 42,, 11; 44, 23; Jeremia (Jirmejahu) 31, 7, und Zephania (Zefanja) 3, 14

Epheser 5, 14: "Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich der Messias erleuch-
ten." Der Epheserbrief enthält viele Bezüge zu Rosch HaSchana und den „ehrfruchtsvollen Tagen‚. Erwähnt sei hier Epheser 4, 30: „Und betrübt nicht den heiligen Geist YHWHs, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung390.‚

Dieses Versiegelt-Sein für den Tag der Erlösung bezieht sich eindeutig auf Jom Kippur, den Versöhnungstag. YHWH gab dieses Fest, um uns zu lehren, dass wir an Rosch HaSchana gerichtet und versiegelt werden bis zum Schließen der Tore (Neilah) an Jom Kippur. Eine weitere Verbindung gibt es mit dem Begriff „Erwachen‚ und der Auferstehung in Jesaja (Jescha‘jahu) 26, 19: „Aber deine ,Toten werden leben, meine Leichname werden auferstehen. Wachet auf und rühmet, die ihr liegt unter der Erde! Denn dein Tau ist ein Tau des grünen Feldes; aber das Land der Toten wirst du stürzen.‚ Das Thema „Vom Schlaf erwachen‚ zieht sich durch die gesamte Schrift391. So auch in Jesaja (Jescha’jahu) 51, 9: „Wohlauf, wohlauf (erwache, erwache), ziehe Macht an, du Arm des YHWHs! Wohlauf, (erwache) wie vorzeiten, von alters her!... "

Der Arm des Herrn wird in Jesaja 53, 1 als ein Ausdruck für den Messias benutzt. Das hebräische Wort für Arm ist „zeroah‚. Während Passah (Pessach) wird ein Schenkelknochen, zeroah, auf den Sederteller gelegt. Also ist „Erwachen‚ ein Ausdruck oder eine Bezeichnung für Rosch HaSchanah. In der vorgenannten Stelle aus Jesaja 51, 9 wird das Erwachen mit dem Kommen des Messias verknüpft.n)

Das Schofar ist ein physisches Instrument, das uns YHWH zu hören (shema) angewiesen hat. Der Ton des Schofars lehrt uns, vom geistlichen Schlaf zu erwachen392. In früherer Zeit wurde das Schofar bei sehr feierlichen Anlässen benutzt. Wir finden die erste Erwähnung des Schofars in Verbindung mit der Offenbarung am Berg Sinai.

Hier war der Schall des Schofars so unvorstellbar laut, dass alle Menschen im Lager vor Ehrfurcht, ja Angst, zitterten393. Daher soll uns das Schofar, das wir an Rosch HaSchanah hören, an unsere Anerkennung der Torah (Bibel) und an unsere Verpflichtung ihr gegenüber erinnern. Das Widderhorn wurde weiterhin geblasen, wenn ein Krieg mit einem gefährlichen Feind bevorstand. So ist das Schofar an Rosch HaSchanah gleichzeitig ein Schlachtruf. Zum einen sollen wir uns des Feindes in uns

390 Kursiv durch Herausgeber

391 Johannes (Jochanan) 11, 11; Römer 13, 11; Daniel 12, 1-2; und Psalm (Tehillim) 78, 65.
392 1. Korinther 15, 46
393 2. Mose (Schemot) 19, 16b

bewusst werden – unseren schlechten Neigungen und Leidenschaften. Es ist aber auch ein Ruf in den Kampf gegen den Teufel, HaSatan, selbst. Das Schofar wurde dann auch beim Ausrufen des Jubeljahrs geblasen. Hier verkündet es die von YHWH gebotene Befreiung aus der Sklaverei 394 – und ist so Anlass gewaltiger Freude.o)

Geistlich (Halacha) bezieht sich dies auf die Sklaverei der Sünde, die Begierden dieser Welt, und das dem Teufel-Dienen395. Ein weiterer Grund, an Rosch HaSchanah das Schofar zu blasen, ist die Feier der Geburt der Schöpfung. An diesem Tag begann YHWH, über die Welt zu regieren. Wenn ein König seine Herrschaft beginnt, wird dies mit Trompeten verkündet. Deshalb stellt Psalm 47 das Blasen des Schofars voran.Es ist ein Ruf an die Nationen.
Psalm (Tehillim) 47, 7-8: „Lobsinget, lobsinget YHWH; lobsinget, lobsinget unserm König! Denn YHWH ist König auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm klüglich! ‚ Der Bezug zum Blasen des Schofars aus diesem Anlass geht unmittelbar Vers 7 voran: Psalm (Tehillim) 47, 6: „YHWH fährt auf mit Jauchzen und YHWH mit heller Posaune (Schofar).‚p)
In der jüdischen Tradition gibt es so viele Anlässe, das Schofar zu blasen. Das Widderhorn ist ursprünglich verbunden mit dem Widder, der als Ersatz für Isaak (Yitzchak) in 1. Mose (Bereschit)396 geopfert wurde. Als später am Berg Sinai die Torah gegeben wurde, wurde das begleitet mit dem Klang des Schofars397. Die Ausrufung des Jubeljahres wurde verkündet mit dem Blasen des Schofars398; und der Beginn des messianischen Zeitalters wird mit dem Blasen des großen Schofars angekündigt werden399.

Im Buch „Pforten der Umkehr‚ zeichnet Maimonides den Ruf, aus dem geistlichen Schlaf aufzuwachen: „Erwacht, ihr Schläfer, vom Schlaf! Erhebt euch, ihr Schläfer, aus eurem Schlummer! Prüft eure Taten, und wendet euch in Buße zu YHWH. Erinnert euch an euren Schöpfer, ihr, die ihr gefangen seid in eurem täglichen Allerlei, und dabei den Blick für die ewige Wahrheit verloren habt; ihr vergeudet eure Jahre umsonst, jagt dem nach, das sich weder lohnt noch Sicherheit gibt. Schaut genau auf euch selbst; bessert eure Wege und eure Taten. Verlasst eure bösen Wege, eure unwürdigen Machenschaften, ein jeder von euch!‚400q)
Wenn Rabbis den Satz „Erwache, o Israel‚ gelesen haben, haben sie diese Verse mit etwas, das Rosch HaSchanah betrifft, in Verbindung gebracht. Das Schofar wurde an Rosch HaSchanah im Tempel (Beit HaMikdash) geblasen401 r).
394 3. Mose (Wajjikra) 25, 9-10
395 Römer 6, 12-13; Jakobus 4, 4
396 1. Mose (Bereschit) 22, 1-19
397 2. Mose (Schemot)19, 19)
398 3. Mose (Wajjikra) 25, 9-11
399 Jesaja *(Jescha’jahu) 27, 13
400 Yad Hichot Teshuva 3.4
401 Nehemia 8, 1-3

Das Schofar wurde auch jede Woche zum Beginn jeden Schabbats im Tempel geblasen. In der Bibel werden zwei Arten von Trompeten gebraucht:

1. Die Silbertrompete und

2. das Schofar oder Widderhorn. Am Schabbat war im Tempel (Beit HaMikdash) ein Zeichen an der Wand das sagte, „Zum Haus des Trompetenblasens (Schofar)." Jeden Schabbat bliesen zwei Männer mit Silbertrompeten und ein Mann mit einem Schofar drei Blastöne zweimal während des Tages. An Rosh
HaSchanah ist das anders. Das Schofar ist die Haupttrompete. Hier gibt der Schofar den ersten Blaston, die Silbertrompete den zweiten, und der Schofar den dritten. Die Silbertrompeten und die Versammlungen im Tempel sind beschrieben im 4. Buch Mose (Bemidbar), Kapitel 10 s).

Rosch HaSchanah ist der Tag des Trompetenblasens 402. Entsprechend der Mischna403 sind die zu diesem Zweck verwendeten Trompeten Widderhörner, nicht Trompeten aus Metall wie in 4. Mose (Bemidbar) Kapitel 10.t)

Der Gebrauch des Schofars in der Schrift
In der Bibel hat das Schofar in der Geschichte des Volkes von YHWH immer eine bedeutende Rolle gespielt: 1. Die Torah wurde Israel beim Klang des Schofars gegeben404. 2. Israel eroberte Jericho durch das Blasen von Schofarhörnern405. 3. Israel wird die Ankunft des Messias durch den Klang von Schofarhörnern angekündigt werden406. 4. Das Schofar wird geblasen werden zur Zeit der Sammlung der Verstreuten Israels in ihr Land407. 5. Das Schofar wurde als Signal zur Sammlung der Israeliten während des Krieges geblasen408. 6. Die Wächter, die auf den Mauern Jerusalems standen, bliesen das Schofar409. 7. Das Schofar wurde zum Beginn des Jubeljahres geblasen410. 8. Das Schofarist eine Erinnerung, dass YHWH der Herrscher ist411. 9. Das Widderhorn, das Schofar, ist eine Erinnerung an Abrahams Opferung von Isaak und YHWHs Vorsorge für einen Widder als Ersatz412.
402 3. Mose (Wajjikra) 23, 24 und 4. Mose (Bamidbar) 29, 1
403 Rosch HaSchanah 16a; Rosch HaSchanah 3, 3
404 2. Mose (Schemot) 19, 19
405 Joshua 6, 20
406 Sacharia (Secharja) 9, 14, 16
407 Jesaja (Jescha’jahu) 27, 13
408 Richter (Schofetim) 3, 27; 2 Samuel (Schemuel II) 20, 1
409 Hesekiel (Jeheskel) 33, 3-6
410 3. Mose [(Wajjikra) 25, 9
411 Psalm (Tehillim) 47, 5
412 1. Mose (Bereschit) 22, 13

10. Das Schofar wurde geblasen, um den Beginn der Feste anzukündigen413. Das Schofar wurde geblasen, um den Neumond an Rosch HaSchanah zu feiern414. 11. Das Blasen des Schofars ist ein Signal für den Ruf zur Umkehr415. 12. Das Blasen des Schofars führt in den Tag des HERRN ein (Joel 2, 1). 13. Das Blasen des Schofars ertönt bei der Entrückung der Gläubigen und der Auferstehung der Toten (1 Thessalonicher 4, 16). 14. Johannes wurde beim Klang des Schofars in den Himmel geholt im Buch der Offenbarung (Offenbarung 4, 1). 15. Sieben Schofarot werden geblasen, wenn YHWH die Erde während der Trübsal richtet (Offenbarung 8-9). 16. Das Schofar wurde benutzt zur Krönung der Könige416.u)

Jom HaDin: Der Tag des Gerichts
Ein weiterer Name für Rosch HaSchanah ist „Jom HaDin‚, der Tag des Gerichts. Man sah, dass YHWH an diesem Tag auf Seinem Richterstuhl sitzen würde und alle Menschen vor Ihm erscheinen, um gerichtet zu werden. Drei große Bücher werden geöffnet. Jeder Mensch wird geprüft, bilanziert und in eine von drei Kategorien eingeteilt417. Der Schule des Shanmmai nach gibt es bei diesem Endgericht drei Klassen: Eine für die völlig Gerechten, eine für die völlig Verdorbenen und eine für die restlichen Menschen. Die völlig Gerechten werden sofort eingeschrieben und zum Leben versiegelt für die kommende Welt; die völlig Verdorbenen werden sofort eingeschrieben und versiegelt zum Verderben418.

Während der Trübsalzeit werden die Gerechten beschützt. Die Verdorbenen wird während der Trübsalzeit der Zorn YHWHes treffen (Yamim Nora'im), in Hebräisch als Chevlai shel Mashiach bekannt, und doch werden sie nie bereuen. Der Durchschnittsmensch hat Frist bis zum Jom Kippur, bis sein Schicksal endgültig besiegelt ist.

In anderen Worten kann er bis zum Ende der sieben Jahre dauernden Trübsal bereuen und zu YHWH umkehren und wird an Rosch HaSchanah von YHWH gerichtet. Er wird weder ins Buch des Lebens noch ins Buch des Verderbens eingeschrieben - sein Schicksal muss noch entschieden werden.

Beide, der Durchschnittsmensch und der Verdorbene müssen durch die „Schrecklichen Tage‚, die Trübsal, gehen, bis sie Jom Kippur erreichen (das Ende der Trübsal, wenn ihr Geschick für immer besiegelt wird). Wenn man jedoch einmal ins Buch des Verderbens geschrieben wurde, kann man nicht mehr ausgetragen werden. Der Eintrag ist endgültig419. Zu finden sind hier die Menschen, die den Messias Yeshua niemals anerkennen werden.v)
Es gibt zwölf Monate im Jahr und zwölf Stämme in Israel. Jeder Monat des jüdischen Jahres hat seinen repräsentativen Stamm. Der Monat Tischri ist der Monat des Stammes Dan. Das
413 4. Mose (Bemidbar])10, 10
414 Psalm (Tehillim) 81, 1-3
415 Jesaja (Jescha’jahu) 58, 1
416 1 Könige [Melachim I)1, 34,39
417 Talmud, Rosch HaSchanah 6b
418 Talmud, Rosh HaSchanah 16b-17a
419 Offenbarung 17, 8

ist von symbolischer Bedeutung, denn als Dan von Rachels Magd Bilha geboren wurde, sagte sie:
1. Mose (Bereschit) 30, 6: „YHWH hat mich gerichtet (dannani), und hat auch meine Stimme gehört...‚
Dan und din (wie in Jom HaDin, Tag des Gerichts), werden beide aus der gleichen Wortwurzel abgeleitet, aus der hervorgeht, dass Tischri die Zeit des göttlichen Gerichts und der Vergebung ist. Ebenso hat jeder Monat des jüdischen Kalenders ein Tierkreiszeichen (hebräisch Mazal). Das Tierkreiszeichen für Tischri ist die Waage, das Symbol für den Tag des Gerichts.w)

HaMelech: Die Krönung des Königs
Die Anerkennung YHWHs als König ist in der jüdischen Sicht über das Verständnis Adams über Seinen göttlichen Schöpfer sehr lebendig geschildert: Sein göttlicher Schöpfer ist der König des gesamten Universums. So sagt man, dass es spät am sechsten Tag der Schöpfung war, als Adam seine Augenaufschlug und die wunderschöne Welt um sich herum sah. Ihm war sofort bewusst, dass YHWH die Welt erschaffen hatte und auch ihn selbst. Adams erste Worte waren:
„YHWH ist König für immer und ewig!‚ Und das Echo Seiner Stimme erklang durch die ganze Welt. „Nun wird die ganze Welt wissen, dass ich König bin.‚ sagte YHWH und war sehr erfreut. Das war das erste Rosch HaSchanah, das erste Neujahr! Es war der Geburtstag des Menschen, und der Krönungstag des Königs der Könige!x)

Messianisches Verständnis
Ein Motiv und ein Ausdruck in Verbindung mit Rosch HaSchanah im Hebräischen ist HaMelech (der König). Wie früher in diesem Kapitel erwähnt, ist das Schofar-Blasen an Rosch HaSchanah bekannt als die letzte Posaune, wie Rav Sha-ul (der Apostel Paulus) in seinem ersten Brief an die Thessalonicher 4, 16-17 erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt werden die an den Messias Glaubenden, die Gerechten (Tzaddikim), nach dem Jom HaDin (Tag des Gerichts) in der Entrückung (Natzal) gemeinsam mit den Gerechten, die vor diesem Tag gestorben sind, in den Himmel aufgenommen werden. An Rosch HaSchanah wird Yeshua im Himmel als König gekrönt werden (Offenbarung 5). Yeshua erschien bei seinem ersten Kommen auf die Erde in der Rolle des leidenden Messias, Messias Ben Josef. Bei seinem zweiten Kommen wird er als König Messias ben David auftreten, um als König über die ganze Erde gekrönt zu regieren, während des messianischen Zeitalters, oder in hebräischer Eschatologie, dem Athid Lavo420. Hiervon ist berichtet in
Daniel 7, 9-14:
420 Offenbarung 19, 16; 20, 4 „Solches sah ich, bis dass Stühle gesetzt wurden; und der Alte setzte sich. Des Kleid war schneeweiß, und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und dessen Räder brannten mit Feuer.10 Und von ihm her ging ein langer feuriger Strahl. Tausend mal tausend dienten ihm, und zehntausend mal zehntausend standen vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bücher wurden aufgetan. (Das ist Rosch HaSchanah, Yom HaDin, der Tag des Gerichts. Die Bücher sind das Buch der Gerechten, das Buch der Verdorbenen und das Buch der Erinnerung) < Ich sah in diesem Gesicht des Nachts, und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken (die Wolken sind die an den Messias Gläubigen421)wie eines Menschen Sohn (dies wird so verstanden, dass das Yeshua der Messias ist422) bis zu dem Alten und ward vor ihn gebracht. 14 Der gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker, Leute und Zungen dienen sollten. Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergeht, und sein Königreich hat kein Ende.‚ Johannes (Jochanan) sieht dasselbe im Buch der Offenbarung.
Offb 4, 1-2: „Darnach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel (die Tore des Himmel werden an Rosch HaSchanah geöffnet423) und die erste Stimme, die ich gehört hatte mit mir reden wie eine Posaune (Rosch HaSchanah ist bekannt als die letzte Posaune), die sprach (Rosch HaSchanah ist bekannt als Jom Terua, der Tag des Wachblasens oder lauten Rufens424): Steig her, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll. 2 Und alsobald war ich im Geist. Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel, und auf dem Stuhl saß einer; (das ist HaMelech, die Krönung des Messias; die Krönungszeremonie ist beschrieben in Offenbarung).‚

Die Krönungszeremonie eines Königs
Zur Krönungszeremonie eines jüdischen Königs gehören vier Teile.
1. Das Geben des Erlasses.

Damit verbunden ist eine Deklaration, ersichtlich aus Psalm (Tehillim) 2, 6-7: "Aber ich habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion." „Ich will von der Weisheit predigen, dass der HERR zu mir gesagt hat: "Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget" Als nächstes wird ihm ein Stab/Zepter gegeben, der das Zeichen der königlichen Autorität darstellt. Es gibt diverse Schriftstellen, die sich auf das Zepter beziehen,425 und auch Aussagen
421 Hebräer 12, 1; Offenbarung 1, 7
422 Matthäus 24, 30; 26, 64
423 Jesaja (Jescha’jahu) 26, 2 und Psalm (Tehillim) 118, 19-20
424 1 Thessalonicher 4, 16-17
425 1. Mose (Bereschit) 49, 17; 4. Mose (Bemidbar) 24, 17; Esther 4, 11; 5, 2; 8, 4; Psalm (Tehillim) 45, 6; und
Hebräer 1, 8

über den Stab426. Das Zepter ist ein Merkmal für einen König oder ein königliches Amt und ein Stab gilt für den König, der in jeder Hinsicht gerecht regiert und herrscht427.
2. Die Zeremonie der Throneinnahme (Offenbarung 5)

Der König sitzt nun auf seinem Thron und wird als König gesalbt. Das Wort „Christ‚ im Deutschen kommt vom griechischen Wort Christos und auf Hebräisch ist es Maschiach, das bedeutet „der Gesalbte‚. Allerdings besteht hier ein kleiner, aber feiner Unterschied: Während Christos im Griechischen einfach „Gesalbter‚ bedeutet, ist im hebräischen Begriff des „Messias‚ gleichzeitig die Bestimmung der Salbung enthalten. Gesalbt wurden zahlreiche Menschen, Priester, Propheten usw.

Der Messias ist aber der zum König Gesalbte. Somit ist nicht jeder Gesalbte der Messias. Während Seines ersten Kommens erschien der Messias noch als Prophet428, und wurde auferweckt als Priester429. Er wird das zweite Mal in Seiner eigentlichen, messianischen Bestimmung auf die Erde wiederkommen, und zwar als König. In Israel wurden Könige gesalbt430.
3. Die Einsetzung
Während der Einsetzung ruft das ganze Volk: „Lang lebe der König!‚431. Dann klatscht das ganze Volk432. Psalm 47 ist ein Krönungspsalm. Vers 5 schildert dann den Ruf und das Schofar von Rosch HaSchanah. Vers 6 ist das Rufen und Preisen des Königs. Vers 8 ist die Thronzeremonie. In Vers 9 werden die an den Messias Yeshua Gläubigen in Seiner Gegenwart versammelt.

4. Aufwartung durch das Volk
Jeder Untertan kommt vor den König, nachdem er den Thron eingenommen hat. Dadurch zeigen sie ihm ihre Ergebenheit und empfangen von ihm ihre Ernennung für ihre Aufgabe im Königreich433.y)

Jom HaZikkaron: Der Tag des Gedenkens

Rosch HaSchanah ist auch bekannt als Jom HaZikkaron, der Tag des Gedenkens. 3. Mose (Wajjikra) 434 nennt diesen Tag „ein Gedenken‚ (Zikkaron). Gedenken ist ebenfalls ein großes Thema in der Bibel. Wenn wir die folgenden Schriftstellen untersuchen, können wir erkennen, dass YHWH an uns denkt und wir an YHWH auf allen unseren Wegen denken sollen.

Es gibt zwei Arten von Gedenken:
426 Psalm (Tehillim) 2, 9; Jesaja (Jescha‘jahu) 11, 1,4; und Offenbarung 2, 27; 12, 5; 19, 16
427 Jesaja (Jescha’jahu) 11, 1,4-5. Yeshua ist der König Messias: Jesaja (Jescha’jahu) 11, 1,4-5); Jeremia (Jirmejahu) 23, 5-6; Sacharja (Secharja) 9, 9; Lukas 1, 32-33; Johannes (Jochanan) 1, 47-49
428 5. Mose (Debarim) 18, 15
429 Johannes (Jochanan) 20, 9, 17
430 2 Samuel 5, 3-4; 1. Könige (Melachim I) 1, 39-40, 45-46; 2. Könige (Melachim II) 9, 1-6
431 1. Könige (Melachim I) 1, 28-31
432 Psalm (Tehillim) 47, 1-2
433 Jesaja *Jescha’jahu) 66, 22-23; Sacharja (Secharja) 14, 16-17; Matthäus (Matit’jahu) 2, 2 434 3. Mose (Wajjikra) 23, 24

a) YHWH denkt an uns435. Ja, Er hat tatsächlich ein Buch des Gedenkens436.

b) Wir müssen an YHWH denken437. In Daniel 7, 9-10 steht: „Solches sah ich, bis daß Stühle gesetzt wurden; und der Alte setzte sich. Des Kleid war schneeweiß, und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und dessen Räder brannten mit Feuer. Und von ihm her ging ein langer feuriger Strahl. Tausend mal tausend dienten ihm, und zehntausend mal zehntausend standen vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bücher wurden aufgetan...

Als Rosch HaSchanah wird verstanden, wenn sich das Gericht setzte und die Bücher geöffnet wurden. Die Bücher sind das Buch der Gerechten, das Buch der Verdorbenen und das Buch des Gedenkens. Das dritte Buch, das geöffnet wird, ist das Buch des Gedenkens (Zikkaron).
Deshalb ist der übliche Gruß an Rosch HaSchanah, "Mögest du im Buch des Lebens eingeschrieben sein."z)

Geistliche Anwendung (Halacha). In Römer 14, 10 steht: "Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder, du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellt werden".

Ferner 2. Korinther 5, 10: "Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richtstuhl Christi, auf dass ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse."

Dies wird auch in 1. Korinther 3, 9-15 erörtert. Die Werke eines jeden an den Messias Gläubigen werden hier von YHWH gerichtet, jedoch nicht die Tatsache ihrer Erlösung! Dieses Gericht betrifft ausschließlich die an Yeshua Glaubenden. Alle Menschen in diesem Gericht werden gerettet. Es ist kein Richtung mit Frage ob Errettung oder Verdammnis, sondern vielmehr ein Gericht zu deiner Belohnung basierend auf deinen Taten. An diesem Tag wird YHWH das Buch des Lebens öffnen und einen Prozess führen438. Das ist bekannt als das Bema Gericht.aa)

Die Zeit Jakobs Drangsal: Die Geburtswehen des Messias
Der deutsche Ausdruck Geburtswehen des Messias oder das hebräische Chevlai shel Mashiach ist ein Hauptthema der Bibel, allgemein bekannt als eine Sieben-Jahres-Trübsalszeit. In Matthäus (Matit’jahu) 24, beschreibt Yeshua die Zeichen des Endes.
Matthäus (Matit’jahu) 24, 3:
435 1. Mose (Bereschit) 8, 1; 9, 1, 5-16; 19, 29; 30, 22; 2. Mose (Schemot) 2, 24-25; 3, 1; 6, 2,5; 32, 1-3,7, 11, 13-
14; 3. Mose (Wajjikra) 26, 14,31-33,38-45; 4. Mose (Bemidbar) 10, 1-2,9; Psalm (Tehillim) 105, 7-8,42-43;
112, 6)
436 2. Mose (Schemot) 32, 32-33; Maleachi (Mal’achi) 3, 16-18; Offenbarung 3, 5; 20, 11-15; 21, 1, 27
437 2. Mose (Schemot) 13, 3; 20, 8; 5. Mose (Debarim) 7, 17-19; 8, 18; 16, 3; 4. Mose (Bemidbar) 15, 37-41)
438 (Talmud, Rosh HaShanah 16b)

"Und als er auf dem Ölberge saß, traten zu ihm seine Jünger besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das alles geschehen? Und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und des Endes der Welt? (Olam Hazeh)?'‚ Yeshua sagt hier, dass diese Tage der Anfang der Wehen sind (Matthäus (Matit’jahu) 24, 8.
Das griechische Wort hier ist odin, "Geburtswehen." Von den Geburtswehen des Messias wird auch in Jeremia (Jirmejahu) 30, 4-7 gesprochen: „Dies sind aber die Worte, welche der HERR redet von Israel und Juda: So spricht der HERR: Wir hören ein Geschrei des Schreckens; es ist eitel Furcht da und kein Friede. Forschet doch und sehet, ob ein Mann gebären könne? Wie geht es denn zu, dass ich alle Männer sehe ihre Hände auf ihren Hüften haben wie Weiber in Kindsnöten und alle Angesichter sind bleich? Es ist ja ein großer Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und ist eine Zeit der Angst in Jakob; doch soll ihm daraus geholfen werden."

Geburtswehen werden auch in 1. Thessalonicher 5, 1-3 erwähnt: „Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Brüder, ist nicht not euch zu schreiben; denn ihr selbst wisset gewiß, daß der Tag des HERRN wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. Denn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz (din) ein schwangeres Weib, und werden nicht entfliehen.

Weiterhin in Offenbarung 12, 1-2: „Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf goldenen Sternen (das ist Israel)

(1. Mose [Bereschit] 37, 9) Und sie war schwanger und schrie in Kindesnöten und hatte große Qual (odin) zur Geburt.‚

Die Schrift offenbart zwei Synonyme:

1. Die Geburtswehen = die Zeit von Jakobs (Ya-akovs) Drangsal.

2. Die Zeit von Jakobs (Ya-akovs) Drangsal = die Sieben-Jahres-Trübsalszeit. Jakob (Ya-akov) ist Israel. Diese Zeit der Drangsal wird Israels schwerste Zeit überhaupt sein, seit es die Völker gibt439. Es wird auch die Zeit sein, wenn YHWH letztendlich die Sünde und alle Nationen der Welt richten wird. Dadurch wird Israel physisch von YHWH gerettet, vor der totalen Vernichtung durch Sein Eingreifen bewahrt und wird als Nation Yeshua als Messias annehmen.
Jeremiah (Jirmejahu) 30, 7: "...Aber er wird aus ihr errettet werden" In Hosea (Hoschea) 5, 15 steht: "Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen übel geht (Chevlai shel Mashiach /Trübsal), so werden sie mich suchen‚.

439 Daniel 12, 1

Israel wird während dieser Zeit in eine so ernsthafte Krise geraten, dass zwei von drei Einwohnern Israel während dieser Drangsal umkommen werden. Nur ein Rest von einem Drittel der Bevölkerung wird gerettet werden440.
Jesaja (Jescha‘jahu) 13, 6-8: „Heulet, denn des HERRN Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. Darum werden alle Hände schlaff, und aller Menschen Herz wird feige sein. Schrecken, Angst und Schmerzen wird sie ankommen, es wird ihnen bange sein wie einer Gebärenden.

Einer wird sich vor dem andern entsetzen, feuerrot werden ihre Angesichter sein.‚

Jesaja (Jescha’jahu) 13, 10 entspricht Matthäus (Matit‘jahu) 24, 29; Markus 13, 24; und Offenbarung 6, 12, neben weiteren Passagen, die von den Geburtswehen sprechen441. Jesaja berichtet über die Geburt des Messias durch Israel: Zum einen: Jesaja (Jescha’jahu) 66, 7: "Bevor sie (Israel) Wehen empfand (den Messias annimmt (Maschiach)), hat sie hervorgebracht; bevor die Kindsnot sie ankam, wurde sie von einem Knaben entbunden.‚

Jesaja (Jescha’jahu) 66, 7 beschreibt eine Geburt vor den Wehen. Das geschah während des ersten Kommens von Yeshua, dem Messias. Die Geburtswehen, die Israel erfuhr während Yeshuas erstem Kommen, kamen nach Seinem Tod mit der Zerstörung des Tempels und der Vertreibung des jüdischen Volkes aus Israel durch die Römer im Jahr 70 n. Chr.

Und dann: Jesaja (Jescha’jahu) 66, 8:„ kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren.‚ Dieses wird geschehen bevor Yeshua auf die Erde zurückkehrt, um seine Füße auf den Ölberg zu setzen442. Zu diesem Zeitpunkt durchleidet Israel seine schwerste Zeit, die es je erfahren hat, seit es eine Nation wurde443.

Die Drangsal (Trübsal) und die Geburtswehen des Messias beschreiben dieselbe Zeit.

Was wir in diesen Tagen sehen ist, dass die Frau (Israel) dicker und dicker wird, und sich immer weiter dem Zeitpunkt der Geburt nähert.bb)

Das Öffnen der Tore
Die Tore des Himmels werden an Rosch HaSchanah geöffnet, so dass die gerechte Nation eintreten kann444. Dieses ist ein weiterer Hinweis, dass die Entrückung (Natzal) der an den Messias Yeshua Gläubigen an Rosch HaSchana sein wird.cc)

440 Sacharja (Secharja) 13, 8-9
441 1. Mose (Bereschit) 3, 16; 35, 16-20; 38, 27-28; Jesaja (Jescha’jahu) 26, 16-21; 54, 1; 66, 7-9; Jeremia
(Jirmejahu) 4, 31; 6, 24; 13, 21; 22, 23; Micha 4, 9-10; und Johannes (Jochanan) 16, 21-22.
442 Sacharja (Secharja) 14, 4
443 Daniel 12, 1
444 Jesaja (Jescha’jahu) 26, 2; Psalm (Tehillim) 118, 19-20

Rosch Haschanah: Die Hochzeit des Messias
Die Bibel ist das Dokument eines Ehebundes. Beide Teile, die Tenach (Altes Testament) und die Brit Hadaschach (Neues Testament) beschreiben, wie YHWH durch den Maschiach (Messias), den Bräutigam, dabei ist, Seine Braut zu heiraten. Die Braut besteht aus den Menschen, die an Ihn glauben, die mit Ihm leben – und dann für immer bei Ihm wohnen werden.

YHWH schuf und etablierte die Ehe in ihrer göttlichen Heiligkeit in der Torah im allerersten Buch der Bibel, dem ersten Buch Mose (Bereschit), als Er Adam und Eva zusammenführte, um ein Fleisch zu werden445. Dadurch bekommen wir eine lebendige Vorstellung davon, wie der Messias diejenigen heiraten wird, die an Ihn glauben. Lasst uns dies nun näher untersuchen.

Adam ist ein Modell des Messias, Yeshua, und wurde als Abbild Yeshuas 446 geschaffen.
Yeshua wurde zum Abbild Adams447 und wird auch der letzte Adam genannt448. In 1. Mose 2, 21, ließ YHWH Adam in einen tiefen Schlaf fallen, wobei dies ein Synonym für Tod ist449.
Der tiefe Schlaf, den YHWH auf Adam fallen ließ, ist ein Bild für die Kreuzigung und Auferstehung von Yeshua, als Messiah ben Joseph. Während Adam nun tief schlief, nahm Er ein Teil aus der Seite seines Fleisches. Damit fließt Blut. Dies entspricht Yeshua, der in der Seite Seines Fleisches durchbohrt wurde und so Sein Blut vergoss, als Er am Holz hing450. YHWH machte Eva aus der Seite Adams. Gleichermaßen rief YHWH durch den Tod von Yeshua und den Glauben an Ihn (Emunah) die Versammlung der Glaubenden ins Leben, im Hebräischen Kehilat. Die an den Messias Gläubigen, Seine Braut, werden durch Glauben, wörtlich Vertrauen, (Emunah), mit Ihm verheiratet. Diese Hochzeit wird beschrieben in
Jeremia (Jirmejahu) 23, 5-6: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Sproß erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der HERR unsere Gerechtigkeit‚.

In Jeremia (Jirmejahu) 33, 15-16 steht: „Zu derselben Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen, und man wird es nennen »Der HERR unsere Gerechtigkeit<‚ Aus diesen Passagen können wir erkennen, dass eine Hochzeit stattfindet. Folglich wird die Braut des Messias, Seine Nachfolger, durch Annehmen, Vertrauen und Glauben an Ihn eins mit Ihm.

Diese Braut besteht sowohl aus Juden wie Nichtjuden seit Adam und schließt Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Mose, David, Salomo wie auch die Propheten mit ein.
445 1. Mose (Bereschit) 2, 21-24
446 Römer 5, 14
447 Philippians 2, 8
448 1 Korinther 15, 45-47
449 Daniel 12, 2; Johannes (Jochanan) 11, 11-14; 1. Korinther 15, 51-54; Epheser 5, 14
450 Johannes (Jochanan) 19, 34

YHWH gab dem jüdischen Volk die Hochzeitsbräuche, die Versammlungen vor Ihm und Zeremonien451, um uns über den Messias Yeshua zu lehren452.

Lasst uns mit diesem Wissen die biblische Hochzeitszeremonie, die YHWH dem jüdischen Volk gab, genauer untersuchen.

Die uralte jüdische Hochzeitszeremonie, die YHWH dem jüdischen Volk gab, um uns über die Hochzeit des Messias zu lehren, besteht aus zwölf Schritten.

1. Die Auswahl der Braut. Üblicherweise wurde die Braut vom Vater des Bräutigams ausgewählt. Der Vater würde einen Diener seines Vertrauens senden, bekannt als Vertreter des Vaters, um die Braut auszusuchen. Ein hervorragendes Beispiel hierfür findet man in 1. Mose 24. In diesem Kapitel möchte Abraham (ein Modell für YHWH, den Vater) für seinen Sohn Isaak eine Braut herbeiführen.

So schickt er seinen Diener Elieser, ein Abbild für den Heiligen Geist (Ruach Ha Kodesch) um diesen Auftrag zu erfüllen453. Es ist die Aufgabe des Heiligen Geistes (Ruach HaKodesch) die Welt von der Sünde zu überführen und sie zu YHWH zu führen454. Genau wie die Braut üblicherweise vom Vater des Bräutigams ausgewählt wurde, werden die an den Messias Gläubigen von YHWH ausgewählt455. Der Bräutigam entschied sich für die Braut und überschüttete die Braut mit seiner Liebe. Diese erwidert seine Liebe, wie in Epheser 5, 25 beschrieben wird: "Ihr Ehemänner, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Messias die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat." In 1. Mose (Bereschit) 24 gab Rebekka (Rivkah) ihr Einverständnis zur Vermählung mit Isaak, sogar ohne ihn je gesehen zu haben. Genauso sind Heute die an den Messias Yeshua Gläubigen damit einverstanden, Seine Braut zu werden, obwohl sie Ihn noch nie gesehen haben.

Dazu 1. Petrus (Kefa) 1, 8: „Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude.‚ 2. Ein Brautpreis wurde festgelegt. Für die Braut musste ein Preis bezahlt werden. Die Übereinkunft über den Preis wurde auf Hebräisch Mohar genannt.

Yeshua, unser Bräutigam, gab einen sehr hohen Preis für Seine Braut. Er bezahlte mit Seinem Leben. Mit dem Preis für Seine Braut war er vor SeinemTod einverstanden. Als der Messias in den Garten Gethsemane ging, um zu beten, berichtet Matthäus (Matit’jahu) 26, 39: „Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!‚
451 Römer 3, 2; 9, 4
452 Kolosser 2, 16-17
453 1. Mose (Bereschit) 24, 2-4; 15, 2
454 Johannes (Jochanan) 16, 7-8
455 Johannes (Jochanan) 15, 16

Im Wesentlichen sagte Yeshua, "Vater, Du hast diese Braut ausgesucht und ich habe den Bedingungen zugestimmt, aber ist Dir klar, was für ein hoher Preis für sie gefordert wird?"
Unser Mohar, unser Brautpreis, war Sein Leben. 1. Petrus (Kefa) 1, 18-19: „ sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.‚

Dazu auch 1. Korinther 6, 20: „Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist YHWH mit eurem Leibe.‚ 3. Braut und Bräutigam werden miteinander verlobt. Das ist der erste Schritt der Ehe, bekannt als „Kiddushin‚ oder „Erusin‚. Darüber habe ich in KapiteI 6 ausführlich gesprochen betreffend Schawuot. Die Verlobung ist der erste von zwei Schritten des Hochzeitsprozesses. Die Verlobung verbindet die Braut und den Bräutigam rechtsgültig in einem Ehevertrag. Hiermit wird rechtlich der Status einer Ehe hergestellt, nur dass die beiden noch nicht physisch zusammen leben.

Geschichtlich hat YHWH Sich mit Israel am Berg Sinai verlobt456. Wann immer wir den Messias in unser Herz und Leben aufnehmen, werden wir mit Ihm verlobt so lange wir hier auf Erden leben.

4. Ein schriftliches Dokument wird aufgesetzt, bekannt als Ketuba.

Dieser Verlobungsvertrag wird im Hebräischen „Shitre Erusin‚ genannt. Diese Ketuba ist der Ehevertrag, der den Brautpreis sowie die Versprechen des Bräutigams und die Rechte der Braut festhält. Das Wort Ketuba bedeutet "das was geschrieben ist." Der Bräutigam verspricht für seine Frau zu arbeiten, sie zu ehren, zu unterstützen und in Wahrheit zu versorgen. Er wird für Essen, Kleidung und alles Nötige sorgen und mit ihr als Ehemann und Ehefrau zusammenleben. Die Ketuba ist das unveräußerliche Recht der Braut. Die Ketuba muss vor der Hochzeitszeremonie ausgeführt und unterzeichnet werden.

Die Bibel ist die Ketuba YHWHs für Seine Glaubenden.

Alle Versprechen, die YHWH uns gegeben hat, sind im Messias rechtmäßig unser. So zeugt es 2. Korinther 1, 20: "Denn alle Verheißungen YHWHs sind Ja in ihm und sind Amen in ihm...." 5. Die Braut muss ihre Zustimmung geben. Wie wir in Kapitel 6 über Schawuot gesehen haben, hat YHWH Sich am Berg Sinai mit Israel verlobt, wie es auch in Jeremia 2, 2 bestätigt wird. Israel war mit diesem Eheantrag, Seiner Ketuba, einverstanden und sagte in vollem Bewußtsein der Tragweite dieser Entscheidung „Ich will457‚.

Gleicherweise ist die persönliche Anwendung (Halacha) für die, die danach verlangen, dass der Messias in ihr Herz und in ihr Leben kommt, Seine Einladung anzunehmen und im Glauben so zu handeln (Emunah), wie es in Römer 10, 8-10 geschrieben steht: Was sagt die Braut dann? Eben Römer 10, 8-10:
456 Jeremja (Jirmejahu) 2, 2; Hosea (Hoschea) 2, 19-20
457 2. Mose (Schemot) 24, 3

" Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen" – das heißt, das Wort über das Vertrauen (Emunah), das wir verkündigen, nämlich dass du, wenn du öffentlich mit deinem Mund bekennst, dass Yeshua Herr ist, und in deinem Herzen darauf vertraust, dass YHWH ihn von den Toten auferweckt hat, erlöst wirst. Denn mit dem Herzen vertraut man und gelangt so zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund bekennt man öffentlich und gelangt so Erlösung.‚

(Das jüdische Neue Testament). So müssen wir auch heute, wenn wir die Braut des Messias werden wollen, zu Ihm sagen „Ich will‚. 6. Geschenke und der Becher des Bundes Der Braut werden jetzt Geschenke überreicht. Ferner wird ihr ein Becher gereicht, genannt der Becher des Bundes, der dann zwischen Braut und Bräutigam geteilt wird.

Der Ritus der Verlobung (Erusin) ist abgeschlossen, wenn der Bräutigam der Braut etwas Wertvolles gegeben und sie es angenommen hat. Heute ist das am häufigsten gegebene Geschenk ein Ring. Wenn der Bräutigam nun der Braut den Ring an den Finger steckt, ist der Ritus der Verlobung vollzogen, genannt Kiddushin, was „Heiligung‚ bedeutet. Die Geschenke für die Braut sind Symbole der Liebe, der Hingabe und der Loyalität.

Das Geschenk, das YHWH denen gibt, die den Messias annehmen, ist der Heilige Geist (Ruach HaKodesch)458.

Als Yeshua in den Himmel auffuhr, gab Er den Menschen Geschenke459. Diese Geschenke umfassten Rechtfertigung460, ewiges Leben461, Gnade462, Glauben463, und andere geistliche Gaben464. Diese umfassen Weisheit, Erkenntnis, Heilung, das Wirken von Wundern, Prophetie, Unterscheidung der Geister, Sprachenrede, und Auslegung der Sprachenrede465, wie auch die Gabe des Helfens und des Leitens466. Zusätzlich wird zu diesem Zeitpunkt der Kelch des Bundes geteilt und besiegelt zwischen Braut und Bräutigam, indem beide aus demselben Kelch den Wein trinken. Zuerst wird er dem Bräutigam zum Nippen gegeben, danach der Braut gereicht.

Von diesem Kelch, bekannt als der Kelch des Bundes, wird in Jeremia 31 gesprochen:

Der Bund der Verlobung Jeremia (Jirmejahu) 31, 31-33: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht YHWH, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen; nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Ägyptenland führte, welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen mußte, spricht YHWH; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht YHWH:
Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr YHWH sein;‚ Yeshua sprach vom Kelch des Neuen Bundes (Brit Hadaschah) in Lukas 22, 20.
458 Johannes (Jochanan) 14, 26; 15, 26-27; Apostelgschichte (Taten) 2, 38; 2. Korinther 1, 21-22
459 Epheser 4, 7-8
460 Römer 5, 17-18
461 Römer 6, 23
462 Römer 5, 12, 14-15
463 Epheser 2, 8-9
464 1. Korinther 12, 1,4
465 1. Korinther 12, 8-11
466 1. Korinther 12, 28

7. Das Reinigunsbad (Mikvah) der Braut

Die Braut vollzieht eine Mikvah (Wassertaufe durch Untertauchen), ein rituelles Reinigungsbad. Das Wort Mikvah bedeutet „Becken‚ oder „Körper aus Wasser‚. Es ist eine zeremonielle Handlung zur Reinigung durch das Untertauchen in Wasser. Es kennzeichnet die Trennung von einem früheren Weg zu einem neuen Weg.

Im Fall der Hochzeit steht es für das Verlassen des alten Lebens und dem Beginn eines Neuen mit dem Gemahl467. Das Untertauchen in der Mikvah wird als geistliche Wiedergeburt betrachtet. Der Grund dafür ist, dass eine Mikvah die Macht hat, eine Person komplett verändern zu können. Die Hochzeit Israels am Berg Sinais betreffend sagt YHWH in Hesekiel (Jeheskel) 16, 8-9: "...Und ich gelobte dir's und begab mich mit dir in einen Bund,< daß du solltest mein sein. Und ich badete dich im Wasser.…"

Das Waschen oder Untertauchen hier bezieht sich darauf, dass Israel, bevor es die Torah am Berg Sinai erhielt, mit YHWH verlobt wurde468. Yeshua sprach zu dem Pharisäer Nikodemus (Nakdimon), dass er von neuem geboren werden muss (eingetaucht) um in dass Königreich YHWHs einzugehen469.

Die an den Messias Gläubigen müssen im Namen Yeshua untergetaucht werden470. Der Heilige Geist (Ruach HaKodesch) ist der Täufer YHWHs471. 8. Vorbereiten der Brautkammer Der Bräutigam geht nun in sein Elternhaus, um die Brautkammer vorzubereiten. Man versteht es als die Pflicht des Mannes, zu seinem Vater zu gehen, um ein Haus zu bauen und die Hochzeit vorzubereiten. Jedoch bevor er geht, gibt er seiner Braut eine Erklärung. "Ich gehe, um einen Platz für dich vorzubereiten; wenn ich gehe, werde ich wieder zu dir zurückkehren.‚

Das sind exakt die gleichen Worte, die Yeshua in Johannes (Jochanan) 14, 1-3 seinen Jüngern sagte, bevor Er zum Vaterhaus im Himmel ging. Ankündigung der Vorbereitung der Brautkammer durch den Bräutigam Johannes (Jochanan) 14, 1-3: „Und er sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an YHWH und glaubet an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin<‚ 9.

Das Warten der Braut.

Die Braut ist gesegnet und abgesondert für einen Zeitraum, während der Bräutigam die Brautkammer bereitet.
467 1. Mose (Bereschit) 2, 23-24; Epheser 5, 31
468 2. Mose (Schemot) 19, 14-15
469 Johannes (Jochanan) 3, 1-7
470 Apostelgeschichte (Taten) 19, 4
471 Lukas 3, 16; Apostelgeschichte (Taten) 1, 5; 11, 15-16

Bevor der Bräutigam nun zurückkommen und seine Braut holen kann, muss der Vater des Bräutigams mit jeder Vorbereitung seines Sohnes zufrieden sein. Erst dann kann er seinem Sohn die Erlaubnis geben zu gehen, seine Braut zu holen. In anderen Worten, während der Sohn an der Brautkammer arbeitet, ist es der Vater, der diese Vorbereitungen für gut heißen musste.

Der Bräutigam nun aber weiß nicht, wann sein Vater die Brautkammer für fertig erklären wird – und der Bräutigam nun endlich seine Braut holen darf. Das ist es genau, worauf sich Yeshua in Markus 13, 32-37 bezieht:
„ Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater. Seht euch vor, wachet! Denn ihr wißt nicht, wann die Zeit da ist. Wie bei einem Menschen, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinen Knechten Vollmacht, einem jeden seine Arbeit, und gebot dem Türhüter, er solle wachen: so wacht nun; denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen, damit er euch nicht schlafend finde, wenn er plötzlich kommt. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!‚

Unterdessen bliebt der Braut nicht anders übrig, als gespannt auf die Rückkehr ihres Bräutigams zu warten. Im Verständnis der Braut konnte der Bräutigam jederzeit kommen, sogar mitten in der Nacht, auch um Mitternacht. Deshalb musste sie jederzeit bereit sein.

Yeshua bezog sich darauf472. Während sie auf die Rückkehr des Bräutigams wartete, musste die Braut bei sich selbst gedacht haben: "Wird er wirklich zu mir zurückkommen? Wird er wirklich sein Wort halten?"

Auf diesen Gedanken antwortete Petrus (Kefa) in 2. Petrus 3, 1-13. 10. Dir Rückkehr des Bräutigams Der Geliebte wird mit einem Ruf zurückkehren, „Siehe, der Bräutigam kommt‚ und das Widderhorn (Schofar) wird geblasen. Die Zeit der Rückkehr des Bräutigams war üblicherweise um Mitternacht. Wenn der Bräutigam kam, kam er mit einem Rufen473 und mit dem Blasen eines Schofars (Trompete)474.

Die Hochzeit von Braut und Bräutigam wird unter der Chuppa, Hochzeitsbaldachin, stattfinden. Da der Himmel das Vorbild der Chuppa ist, können wir sehen, dass wenn Yeshua den Ruf für seine Braut gibt, die Hochzeit zwischen Yeshua und seiner Braut im Himmel stattfinden wird.

Die Hochzeitszeremonie wird einen heiligen Ablauf haben. Aus diesem Grund wird der Bräutigam (Yeshua) zuerst zur Chuppa geführt werden. Wenn sich der Bräutigam der Chuppa nähert, singt der Kantor, "Gelobt ist der, der kommt." "Gelobt ist der, der kommt" ist eine Redensart die bedeutet „willkommen‚. Yeshua sagte, dass Er nicht zu Seiner Braut zurückkehren würde, bis diese Worte gesprochen werden475.

Der Bräutigam wird unter der Chuappa wie ein König begrüßt.

Während dieser Zeit wird Yeshua, der Bräutigam, als König unter der Chuppa gekrönt, die der Himmel ist.
472 Mark 13, 32-37 und Matthäus (Matit’jahu) 25, 1-13
473 Matthäus (Matit’jahu) 25, 6
474 1. Thessalonicher 4, 16-17; Offenbarung 4, 1
475 Matthäus (Matit’jahu) 23, 39

11. Der Vollzug der Hochzeit

Der Bräutigam wird seine Braut entführen, üblicherweise mitten in der Nacht, um mit ihr in die Brautkammer zu gehen. Dort vollziehen die beiden dann die Hochzeit. Das ist die volle Hochzeit, im Hebräischen bekannt als Nesu'in. In dieser Brautkammer werden sie sieben Tage bleiben. Am Ende der sieben Tage werden Braut und Bräutigam die Hochzeitskammer wieder verlassen476.

Das hebräische Wort für Woche ist Shavuah. Es bedeutet eine "Sieben." Es kann sieben Tage oder sieben Jahre meinen. Ein Beispiel, in dem das hebräische Wort für Woche (Shavuah) sieben Jahre bedeutet, ist Daniel 9, 24: "Siebzig Wochen (Shavuah, 490 Jahre) sind bestimmt über dein Volk..." und in Daniel 9, 27: "Er (der falsche Messias bekannt als der Antichrist) wird aber vielen den Bund stärken eine Woche lang.

(Shavuah, sieben Jahre)...." Die Woche, auf die sich Daniel 9, 27 bezieht, ist allgemein als die Trübsalszeit bekannt. Das jüdische Volk versteht diese Zeit als Geburtswehen des Messias, in der hebräischen Eschatologie bekannt als Chevlai shel Mashiach, abgeleitet aus Jeremia 30, 5-7. 12. Das Hochzeitsmahl Abschließend gibt es ein Hochzeitsmahl für alle Gäste, die der Vater der Braut eingeladen hat.

Braut und Bräutigam würden für sieben Tage in der Brautkammer sein. Wenn die beiden die Brautkammer betreten, steht der Freund des Bräutigams vor der Tür.

Alle versammelten Hochzeitsgäste warteten draußen, bis der Freund den Vollzug der Hochzeit verkündet, was ihm vom Bräutigam ausgerichtet wird. Johannes (Jochanan) der Täufer bezog sich darauf in Johannes 3, 29. Auf dieses Signal hin brach ein großer Jubel aus477. Die Hochzeit wurde in der ersten Nacht vollzogen478. Das blutbefleckte Leinentuch dieser Nacht wurde aufbewahrt. Es war der Beweis für die Jungfräulichkeit der Braut479. Am Hochzeitstag werden der Bräutigam als König und die Braut als Königin betrachtet.
Während des Vollzuges der Hochzeit wird der Bräutigam (Yeshua) als König über die ganze Erde gekrönt und die Braut (die an Yeshua, den Messias Gläubigen) werden für immer mit Ihm leben und mit Ihm regieren. Die Krönung des Königs und die Hochzeit werden in Jesaja480 beschrieben.

Am Ende dieser Woche (Sieben-Jahre Trübsal oder Geburtswehen des Messias), wird das Hochzeitsmahl stattfinden – jedoch nicht im Himmel. Nach der Hochzeit werden Braut und Bräutigam auf die Erde zurückkehren. Das große Hochzeitsmahl wird hier auf der Erde stattfinden, jedoch nur für die vom Vater des Bräutigams geladenen Gäste (YHWH ist der Vater)481. Yeshuas Bankett wird in Lukas 12, 35-38 und Matthäus 8, 11 erwähnt.
476 Joel 2, 16
477 Johannes 3, 29
478 1. Mose (Bereschit) 29, 23
479 5. Mose (Debarim) 22, 13-21
480 Jesaja (Jescha’jahu) 62, 3-7
481 Offenbarung 19, 7-16 und 20, 4

Das Hochzeitsmahl ist ein Thema des Festes Sukkot, worüber wir in einem späteren Kapitel reden werden. Während Sukkot waren die Menschen von YHWH angewiesen, eine provisorische Unterkunft zu bauen. Dort, so gebot ihnen YHWH, sollten sie essen, wobei sie eine Tafel für sieben verschiedene Leute zu decken haben. Unter denen, für die diese Tafel gedeckt ist, sind Abraham (Avraham), Isaak (Yitzchak), und Jakob (Ya'akov). Darauf bezog sich Yeshua sich in Matthäus 8, 11. Die nicht an den Messias Gläubigen werden an einem anderen Bankett teilhaben, wo die Vögel der Luft ihr Fleisch essen werden482. Das Zuhause der Braut war Jerusalem, und es war der Bräutigam, der zu der Braut kam, um mit ihr zu wohnen. Von Jerusalem aus werden die an den Messias Gläubigen während des Messianischen Zeitalters oder Millenium mit dem Messias regieren483.dd)

Um diesen Teil der Hochzeit abzuschließen: Wann immer jemand diese Botschaft (basar =Evangelium) hört, es ist ein Heiratsantrag YHWHs. Es ist unsere ureigenste Entscheidung, ihn anzunehmen und Teil Seiner Braut zu werden.

YHWH sehnt sich danach, dass wir Seiner Einladung folgen und Ihm antworten „Ich will‚. Offenbarung 22, 20 ist explizit ein Heiratsantrag von Yeshua selbst, Ihn anzunehmen und Teil Seiner Braut zu sein. Seine Botschaft in diesem Vers ist „Komm‚. Werden Sie auf den Heiratsantrag des Messias antworten „Ich will‚?

Die Auferstehung der Toten
Ein weiterer Grund, das Schofar zu blasen ist, die Auferstehung der Toten zu verkünden. Der dreizehnte Bestandteil des jüdischen Glaubens ist der Glaube an die Auferstehung der Toten. Sie wird an Rosch HaSchanah 484 sein. In 1. Korinther 15, 52 sagt uns der Apostel Paulus (Rav Sha-ul), dass die Auferstehung der Toten bei der "letzten Posaune" geschehen wird. Zuvor schreibt er in 1. Korinther 15, 14, dass ohne die Auferstehung des Messias unser Glaube vergebens ist.

Wir können nicht einfach zum Buch der Offenbarung gehen und sagen, dass die Stimme des siebten Engels485 die letzte Posaune ist. Im ersten Jahrhundert kennzeichnete die letzte Posaune (Schofar) einen besonderen Tag im Jahr. Im Judentum haben drei Posaunen (Schofarim) einen Namen.

Es sind die erste Posaune, die letzte Posaune und die große Posaune. Jede dieser Posaunen bezeichnet einen spezifischen Tag des jüdischen Jahres. Die erste Posaune wird an Schawuot (Pfingsten) geblasen486. Sie verkündet, dass YHWH sich mit Israel verlobt hat.
Die letzte Posaune ist gleichbedeutend mit Rosch HaSchanah, nach Theodore Gaster in seinem Buch „Feste des Jüdischen Jahres‚, in seinem Kapitel über Rosch HaSchanah. Auch Herman Kieval bestätigt dies in seinem Buch, „Die Hochheiligen Tage‚487, im Kapitel über das „Shofar‚. An Jom Kippur wird die Große Posaune geblasen, die die Rückkehr des Messias Yeshua auf die Erde verkündet488.

482 Offenbarung 19, 17-18
483 Offenbarung 21, 1-3; Hesekiel (Jeheskel) 43, 1-2,7; Jesaja (Jescha’jahu) 2, 2-4; Micha 4, 1-5; und Sacharja
(Secharja) 2:l0-12
484 Talmud, Rosh HaShanah l6b
485 Offenbarung 11, 15
486 2. Mose (Schemot) 19, 19
487 Volume I, Rosh HaShanah, Kapitel 5, Fußnote 11
488 Matthäus (Matit’jahu) 24, 31

Die erste und letzte Trompete entsprechen den beiden Hörnern des Bockes, der gemäß jüdischer Tradition sich im Dickicht verfangen hatte, als Abraham (Avraham) bereit war, seinen Sohn Isaak (Yitzchak) auf dem Berg Moria als Brandopfer (Olah) zu schlachten. Dieser Bock wurde zum Ersatz für Isaak (Yitzchak) - so wie Yeshua zum Ersatz für uns wurde und uns durch Seinen Tod Leben gab.

In Pirkei Avot (den Reden der Väter), sagt uns Rabbi Eliezer, dass das linke Horn (entspricht der ersten Posaune) auf dem Berg Sinai geblasen wurde. Das rechte Horn (die letzte Posaune) wird geblasen, um das Kommen des Messias zu verkünden. Jesaja (Jescha‘jahu) 18, 3 und 1. Thessalonicher 4, 13-18 sprechen von der Auferstehung der Toten. 1. Thessalonicher Kapitel 5 fährt fort mit dem Tag des HERRN und den Geburtswehen des Messias. 1. Thessalonicher 4, 16-17 besagt, dass die Toten im Messias zuerst auferstehen werden, und das Wegholen der Gläubigen unmittelbar folgen wird. Der Begriff Entrückung kommt vom griechischen Wort harpazo, was bedeutet "packen, wegfangen, nachholen, pflücken, ziehen, gewaltsam nehmen"489. Die hebräische Entsprechung ist das Wort Natzal. Jesaja spricht deutlich von der Auferstehung der Toten490.

Daniel 12, 1-2 berichtet ebenfalls von der Auferstehung der Toten, der Trübsal, und der Errettung Israels durch die Trübsal. Zefania491 erzählt von den schrecklichen Zeiten während des Tages des HERRN, den Geburtswehen, und ruft dringlich zur Buße auf, vor diesem Tag zu bereuen und zu YHWH umzukehren, um in dieser Zeit verborgen zu werden. Psalm (Tehillim) 27, 5 sagt, dass der Gerechte in der Zeit des Unheils verborgen wird. Dieser Psalm wird jeden Tag während der „Vierzig Tage von Teschuwa‚ gelesen.
2. Thessalonicher 2, 1: "Aber der Zukunft halben unsers HERRN Jesu Christi und unsrer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Brüder," Der Ausdruck "Versammelt-Werden" kommt vom griechischen Wort episunagoge, was "eine Versammlung" bedeutet. Das Schofar wird geblasen, um das Volk zuversammeln492,493.ee)

Jom HaKeseh: Der verborgene Tag
In Psalm (Tehillim) 27, 5 ist geschrieben: "Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er verbirgt mich heimlich in seinem Zelt und erhöht mich auf einem Felsen." Ein weiterer Name für Rosch HaSchanah ist Jom HaKeseh, "Der Tag des Verbergens" oder "der verborgene Tag." Der Begriff keseh oder keceh wird hergeleitet von der hebräischen Wurzel kacah, was bedeutet "verbergen, bedecken oder verstecken."

Jeden Tag während des Monats Elul wird ein Schofar geblasen, um Volk zu warnen und aufzufordern, zu YHWH umzukehren – mit Ausnahme des 29. Elul, dem Tag vor Rosch HaSchanah. An diesem Tag wird das Schofar nicht geblasen. Deshalb ist Stille, weil vieles bezüglich Rosch HaSchanah verborgen
489 1. Thessalonicher 4, 17
490 Jesaja (Jescha’jahu) 26, 2-3, 19-20 und 57, 1-2
491 Zefanja1, 14-18 und 2, 2-3
492 4. Mose (Bemidbar) 10, 2-3
493 1. Thessalonicher 4, 16-17 und 1. Korinther 15, 51-53

und geheimnisvoll bedeckt ist. Die mystische Seite von Rosch HaSchanah ist in der Schrift angedeutet in Psalm (Tehillim) 81, 4: "Blaset im Neumond die Posaune, in unserm Fest der Laubhütten!"ff)
Satan, der Ankläger, soll keine Ankündigung der Ankunft von Rosch HaSchanah, dem Tag des Gerichts, erhalten.gg)
Rosch HaSchanah wird auch Jom HaKeseh genannt, weil er vor Satan (HaSatan) verborgen ist. Die Schrift sagt, dass Satan kommt, um zu rauben, zu stehlen494, und zu verwirren495. Weil es der Tag des Gerichtes ist, ist er zeichenhaft verborgen vor Satan, welcher auch den Plan des Kreuzes (Baumes) nach 1. Korinther 2, 7-8 nicht verstand. Dies war genauso vor ihm verborgen.

Gläubige sagten nie, wann der Rosch HaSchanah war; sie sagten einfach, "Von diesem Tag und dieser Stunde weiß niemand, nur der Vater."hh) Einer der am häufigsten angegebenen Gründe abzustreiten, dass die Auferstehung der Toten und die Entrückung der Gläubigen an Rosch HaSchanah ist, ist die Aussage von Yeshua in Matthäus (Matit’jahu) 24, 36: "Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater."

Weil Rosch HaSchanah als der verborgene Tag gilt, meint Yeshua hier tatsächlich Rosch HaSchanah - eben der Tag, von dem niemand weiß.

Geistliche Anwendung (Halacha)
Rosch HaSchanah findet an Neumond statt. Der Neumond wird über den Messias lehren496.
Die jüdischen (biblischen) Monate basieren auf Mondzyklen. Der Mond kann kaum gesehen werden, wenn der Zyklus beginnt, der jüdische Monat beginnt also mit dem Sichten des Neumonds. Aber dann wendet sich der Mond der Sonne zu und beginnt, ihr Licht zu reflektieren.

Die Sonne am Himmel ist ein Bild für Yeshua497, und der Mond ist ein Bild für die an den Messias Glaubenden. Die Sonne gibt selbst Licht, aber das Licht des Mondes ist „nur‚ eine Reflektion des Sonnenlichtes.

Am Anfang, wenn wir an Yeshua glauben, können wir geistlich kaum gesehen werden. Wir wissen noch sehr wenig von YHWH. Aber dann beginnt sich unser Leben um den Messias zu drehen, wie der Mond um die Sonne kreist. Wenn wir uns mehr und mehr auf das Zentrum der Schöpfung ausrichten und zubewegen, beginnen wir, das Licht (Yeshua) mehr und mehr zu reflektieren, wie der Mond das Licht vom Zentrum des Sonnensystems reflektiert.
494 Johannes (Jochanan) 10, 10
495 1. Korinther 14, 33
496 Kolosser 2, 16-17
497 Malachi (Mal’achi) 4, 2

Denkt bitte weiterhin an mich 🙏

Warum die Trübsal nur zu Beginn  eines Schabbat-Jahres beginnen kann, hat Pastor Mark Biltz so deutlich erklärt. Ich bin so glücklich, dass ich diese Predigt gestern Abend fand, damit ich heute diesen Artikel zusammenfassen konnte. Unter dem Artikel habe ich gerade noch die Erklärung beigefügt, warum die Entrückung nur an Yom Teruah sein kann. Während ich gerade einkaufen war, musste ich an die Herbstfeste im Jahr 2029 denken, also in drei Jahren. Ich dachte, wenn die Trübsal nur in einem Schabbat-Jahr beginnen kann und wenn mit der Entrückung auch der heilige Geist entrückt wird, der noch den Schutz gibt, dann wäre es ja schrecklich für diejenigen, die zurückbleiben und in dieser Zeit nach der Entrückung erst zum Glauben kommen. 

Ich weiß nicht, ich weiß nicht, aber kann es sein, wir sind doch noch länger hier und müssen noch richtig geschüttelt werden? Könnte es sein, die Christen hier im Westen, wo noch kein Krieg ist, sind zu verwöhnt, durch den Frieden? Könnte es sein, wir erleben hier wirklich noch Krieg, nicht den Atomkrieg, aber Krieg mit heftiger Zerstörung bringt? Könnte es sein, die Christen hier müssen erst einmal richtig lernen was Gottesfurcht und Demut bedeutet, damit nicht so viele Christen die Entrückung verpassen? Könnte es sein, es müssen noch viele Christen lernen was es bedeutet, demjenigen zu helfen, der in Not ist? 

Vor vielen Jahren habe ich einmal eine WhatsApp bekommen, die ich mir gespeichert habe. Mit der Person habe ich zwar seit 9 Jahren  keinen Kontakt mehr und will auch keinen mehr haben, aber in Notzeiten durfte ich sie begleiten. Wenn es in den Jahren danach auch Christen gab, die manipulativ gebetet hatten, dass ich keine Unterstützung bekomme, so gab es doch Geschwister,die mir trotzdem treu geblieben sind, und diesen Dienst unterstützt hatten. Wer mich unterstützt und ich dessen Mail-Adresse nicht habe, kann ich mich auch nicht bedanken, daher kann ich meine Dankbarkeit nur öffentlich bekunden, aber nicht mit Namen mehr. 

Mein Vertrauen wurde hart geprüft in all den Jahren, in dieser Zeit habe ich viel gelernt. Möge jeder der dies liest ein großes Herz zur Nächstenliebe haben, damit er selbst in Zeiten der Not erhört wird. I

Sprüche 21,13 Wer sein Ohr verstopft vor dem Schreien des Armen, der wird auch keine Antwort erhalten, wenn er ruft.

Ihr habt viel zum Nachdenken heute. 

Schalom

Ulrike Veronika Barthel