road of humbleness

Trübsal und Entrückung Teil 2

Dieser Artikel, der auf den Artikel Die Entrückung ist nicht Beginn der Trübsal anknüpft, ist ebenfalls eine Zusammenfassung einer weiteren Predigt von Pastor Mark Biltz. 

Video: A Timetable of the End? (Ft. Mark Blitz)  /   Ein Zeitplan für das Ende? (Mit Mark Blitz) Ich hoffe sehr, ihr seid nicht ignorant, denn es ist sehr wichtig sich mit der Thematik zu beschäftigen.  

Mark Biltz beginnt mit einem Hinweis auf die heiligen Tage und den Sabbat. Er verweist auf die Aussage des Paulus, dass diese Feste „ein Schatten der zukünftigen Dinge“ seien. Nach seiner Auffassung ist dieser Ausdruck von großer Bedeutung.

Er erklärt, dass alle Feste des biblischen Kalenders ursprünglich landwirtschaftliche Feste waren. Sie dienten dazu, Gott für die Ernte und seinen Segen zu danken. Deshalb stehe im Mittelpunkt des biblischen Kalenders nicht der Mensch, sondern Gott selbst und das, was er für sein Volk getan habe.

Biltz ist überzeugt, dass sich auch Gottes prophetischer Zeitplan nach diesem Kalender richtet. Wer verstehen möchte, in welcher prophetischen Zeit wir leben, müsse deshalb Gottes Kalender kennen. Erst wenn man die von Gott festgelegten Zeiten, Jahresabschnitte und Festtage verstehe, könne man erkennen, wann geschichtliche Ereignisse eine besondere geistliche Bedeutung hätten. Er bedauert, dass viele Christen den biblischen Kalender gering achten oder sogar ablehnen.

Anschließend verweist er auf die Gemeinden in Galatien und Kolossä. Beide Städte lagen in derselben Region Kleinasiens. Nach seiner Auslegung wirft Paulus den Galatern vor, dass sie sich wieder nach einem heidnischen Kalendersystem richteten. Den Christen in Kolossä dagegen schreibe Paulus etwas anderes: Sie sollten sich von niemandem verurteilen lassen, weil sie die von Gott eingesetzten Festzeiten hielten. Wer diese Tage beachte, solle sich nicht von Menschen richten lassen, die nach einem anderen Kalender lebten.

Danach geht Biltz auf die Formulierung ein, dass die Feste „ein Schatten der zukünftigen Dinge“ seien.

Ein Schatten, so erklärt er, könne viel über die Wirklichkeit verraten, die ihn werfe. Wenn man beispielsweise den Schatten eines Flugzeugs sehe, erkenne man sofort, dass dort tatsächlich ein Flugzeug vorhanden sein müsse. Niemand würde behaupten, der Schatten selbst sei das Flugzeug, aber ohne das Original gäbe es auch keinen Schatten. An dieser Stelle weist er auf einen Gedanken hin, den er besonders bemerkenswert findet. Der Mensch sei nach Gottes Bild geschaffen worden. Nach seiner Auffassung steht das hebräische Wort für „Bild“ in engem Zusammenhang mit dem Begriff „Schatten“. Deshalb könne man den Menschen gewissermaßen als Gottes Schatten auf der Erde verstehen. Aus diesem Grund sollte man alles, was Gott als Schatten oder prophetisches Bild gegeben habe, nicht gering schätzen.

Um diesen Gedanken weiter zu verdeutlichen, benutzt Biltz das Bild einer alten Standuhr. Von außen sehe man lediglich das Zifferblatt und die Zeiger. Öffne man jedoch das Gehäuse, entdecke man zahlreiche Zahnräder, die perfekt ineinandergreifen und gemeinsam den Lauf der Zeit bestimmen. Genauso stelle er sich Gottes Kalender vor. Die Festzeiten seien wie die Zahnräder einer großen Uhr. Sie ermöglichten es, den richtigen prophetischen Zeitpunkt zu erkennen und zu unterscheiden, ob Gott durch bestimmte Ereignisse der Weltgeschichte zu den Menschen spreche.

Anschließend schlägt Biltz einen historischen Bogen zu Nikolaus Kopernikus.

Er erinnert daran, dass Kopernikus, ein polnischer Astronom, das damals allgemein akzeptierte Weltbild infrage stellte. Die meisten Menschen glaubten zu jener Zeit, die Erde bilde den Mittelpunkt des Universums und alle Himmelskörper bewegten sich um sie. Kopernikus vertrat dagegen die Überzeugung, dass die Sonne im Zentrum stehe und sich die Erde gemeinsam mit den übrigen Planeten um sie bewege. Diese Vorstellung stieß damals auf massiven Widerstand der Kirche. Wer das geozentrische Weltbild ablehnte, galt schnell als Ketzer. Dadurch konnte man seinen guten Ruf verlieren, ins Gefängnis kommen oder sogar zum Tode verurteilt werden. Aus diesem Grund veröffentlichte Kopernikus seine Erkenntnisse erst am Ende seines Lebens. Zudem erschien sein Werk zunächst in lateinischer Sprache, sodass nur wenige Menschen überhaupt Zugang dazu hatten.

Von diesem historischen Beispiel schlägt Biltz den Bogen zur heutigen Theologie.

Seiner Ansicht nach begeht ein großer Teil der Christenheit denselben Denkfehler wie damals die Gegner des kopernikanischen Weltbildes. Viele Christen machten die Kirche selbst zum Mittelpunkt ihrer gesamten Theologie. Von dort aus würden sie alle anderen Glaubensrichtungen beurteilen und danach einordnen, wie nah oder fern sie ihrer eigenen kirchlichen Sichtweise stünden.

Biltz hält dieses Denken für grundlegend falsch.

Er spricht von einer notwendigen „kopernikanischen Revolution“ innerhalb der Theologie. So wie Kopernikus gezeigt habe, dass nicht die Erde, sondern die Sonne im Mittelpunkt stehe, müsse die Christenheit erkennen, dass nicht die Kirche, sondern Israel das Zentrum des biblischen Heilshandelns Gottes bilde. Erst wenn man Israel wieder an den Platz stelle, den Gott ihm gegeben habe, könne man viele Aussagen der Bibel richtig verstehen. Danach lenkt er die Aufmerksamkeit auf ein hebräisches Wort, das seiner Meinung nach zu den wichtigsten Begriffen der gesamten Bibel gehört: Moed.

Er zitiert 1. Mose 1,14, wo Gott sagt:

„Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, um den Tag von der Nacht zu scheiden. Sie sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung von Zeiten, Tagen und Jahren.“

Wenn Christen diesen Vers lesen, denken sie beim Wort „Zeiten“ oder „Jahreszeiten“ gewöhnlich an Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Doch genau hier setzt Biltz an. Er weist darauf hin, dass dasselbe hebräische Wort Moed in 3. Mose 23 gewöhnlich mit „Fest“ übersetzt wird. Fragt man Menschen nach einem Fest, denken die meisten sofort an Essen und Feiern. Damit entsteht nach seiner Ansicht ein Problem: Dasselbe hebräische Wort wird einmal als Jahreszeit und ein anderes Mal als Fest übersetzt. Biltz hält beide Übersetzungen für unzureichend.

Nach seiner Erklärung bedeutet Moed eigentlich einen von Gott festgesetzten Termin, eine göttliche Verabredung.

Er vergleicht es mit einem Terminkalender. Gott habe bestimmte Tage festgelegt und sage gleichsam zu seinem Volk: „An diesem Tag möchte ich dir begegnen.“ Genau das seien die Feste des Herrn, von denen 3. Mose 23 spricht. Anschließend verweist Biltz auf Jesaja 46,10. Dort erklärt Gott, dass er das Ende bereits von Anfang an verkündet hat. Mit diesem Gedanken verbindet er Offenbarung 13,8, wo vom „Lamm, das seit Grundlegung der Welt geschlachtet ist“, die Rede ist.

Nach seiner Auslegung bedeutet dies nicht, dass Gottes Erlösungsplan erst mit dem Kommen Jesu begann. Vielmehr habe Gott bereits vor der Erschaffung der Welt beschlossen, dass der Messias sein Leben für die Menschheit geben würde. Der Sündenfall Adams habe Gott daher keineswegs überrascht. Es habe niemals einen „Plan B“ gegeben. Dieser Gedanke bewegt Biltz tief. Er sagt, es gebe wohl kaum einen größeren Schmerz für Eltern, als das eigene Kind zu überleben. Dennoch habe der Vater von Anfang an gewusst, dass sein Sohn Jeschua sterben würde.

Er führt diesen Gedanken noch weiter aus und erklärt, Gott habe bereits tausend Jahre vor der Kreuzigung König David die Psalmen schreiben lassen, die später wie Trauergesänge beim Tod seines Sohnes erklingen sollten. Nach diesen grundsätzlichen Überlegungen richtet Mark Biltz den Blick auf die Kreuzigung Jesu und erklärt, weshalb er die biblischen Festtage als einen prophetischen Zeitplan Gottes versteht. Er verweist zunächst auf die Aussage aus der Offenbarung, dass das Lamm bereits „seit Grundlegung der Welt“ geschlachtet sei. Daraus schließt er, dass Gott den Erlösungsplan nicht erst nach dem Sündenfall entwickelte, sondern ihn von Anfang an festgelegt hatte.

Um diesen Gedanken verständlicher zu machen, bittet er seine Zuhörer, sich vorzustellen, sie wüssten schon lange im Voraus, dass ihr eigener Sohn sterben würde. Wahrscheinlich würden sie alle Vorbereitungen treffen und alles rechtzeitig planen. Genauso habe Gott nach seiner Überzeugung den gesamten Erlösungsplan lange vor der Geburt Jesu vorbereitet. Aus diesem Grund, so erklärt Biltz, ließ Gott König David bereits rund tausend Jahre vorher die Psalmen schreiben, die später bei der Kreuzigung des Messias eine prophetische Bedeutung erhalten sollten.

An dieser Stelle verweist er besonders auf den sogenannten Hallel, also die Psalmen 113 bis 118. Diese Psalmen wurden traditionell während des Passahfestes gesungen. Nach seiner Auffassung geschah dabei etwas Außergewöhnliches: Während Jesus gekreuzigt wurde, sangen Tausende oder sogar Millionen Juden genau diese Psalmen, ohne zu wissen, dass sich ihre Worte in diesem Augenblick erfüllten. Das führt ihn zu einem weiteren wichtigen Begriff aus dem Hebräischen: Mikra.

Dieses Wort werde häufig lediglich mit „heilige Versammlung“ übersetzt. Nach seiner Auffassung bedeute es jedoch mehr als ein bloßes Zusammenkommen. Ein Mikra sei eine Art Generalprobe. Damit meint Biltz, dass Israel die Ereignisse des Erlösungsplans jedes Jahr aufs Neue prophetisch einübte, lange bevor sie tatsächlich eintrafen. Fünfzehnhundert Jahre lang feierte Israel das Passahfest, ohne zu wissen, dass es damit den Tod des Messias symbolisch vorwegnahm. Dann kamen die Psalmen Davids hinzu, die ein weiteres Jahrtausend lang während des Passahfestes gesungen wurden. Auch sie verstanden die Menschen zunächst nicht als prophetische Hinweise auf den Messias.

Anschließend beschreibt Biltz den Ablauf des Kreuzigungstages.

Nach dem Markus-Evangelium wurde Jesus in der dritten Stunde des Tages gekreuzigt. Nach jüdischer Zeitrechnung entsprach das etwa neun Uhr morgens. Genau zu diesem Zeitpunkt, erklärt Biltz, begann im Tempel der Passahgottesdienst. Während die Passahlämmer vorbereitet wurden, sang das Volk den Hallel. Zur selben Zeit wurde auch Jesus an das Kreuz gebunden. Nach seiner Vorstellung hörte Jesus währenddessen den Gesang der Menschen, die Psalm 113 bis Psalm 118 anstimmten.  Für Biltz ist dies kein Zufall, sondern Ausdruck von Gottes vollkommenem Zeitplan.

Er weist besonders auf Psalm 118 hin. Dort heißt es:

„Der HERR ist Gott; er hat uns Licht gegeben. Bindet das Festopfer mit Stricken bis an die Hörner des Altars.“

Während die Menschen diese Worte sangen, wurde gleichzeitig das Passahlamm am Altar festgebunden – und ebenso wurde Jesus an das Kreuz gebunden. Für Biltz ist diese zeitliche Übereinstimmung eine eindrucksvolle prophetische Erfüllung. Zur Mittagszeit änderte sich die Situation. Die Evangelien berichten, dass von der sechsten bis zur neunten Stunde eine Finsternis über das Land kam. Während die Sonne verfinstert war, sang das Volk nach seiner Darstellung weiterhin den Hallel.

Dabei verweist Biltz auf Worte aus Psalm 118:

„Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN vollbringt große Taten.“

Er erinnert außerdem an Jesu Aussage:

„Wenn ich erhöht werde, werde ich alle Menschen zu mir ziehen.“

Für ihn stehen diese Aussagen in einer direkten prophetischen Verbindung. Schließlich kommt er zur neunten Stunde des Tages – etwa drei Uhr nachmittags. Nach den Evangelien starb Jesus genau zu jener Zeit, zu der im Tempel das abendliche Opfer dargebracht und die Passahlämmer geschlachtet wurden.

Während Jesus seine letzten Worte sprach, erklangen nach Biltz' Vorstellung erneut die Worte aus Psalm 118:

„Israel sage nun: Seine Gnade währt ewig.

Das Haus Aaron sage nun: Seine Gnade währt ewig.

Alle, die den HERRN fürchten, sollen sagen: Seine Gnade währt ewig.“

Biltz beschreibt dies als den Herzschlag dieses Augenblicks. Während Millionen Menschen diese Worte sangen, starb nach seiner Überzeugung der wahre Passahlamm-Messias am Kreuz. Für ihn zeigt sich darin Gottes vollkommene Präzision. Nicht nur der Tag sei prophetisch vorherbestimmt gewesen. Nicht nur das Fest. Sondern sogar die Stunde. An diesem Punkt stellt Biltz seinen Zuhörern eine entscheidende Frage.

Er erinnert an Hebräer 13,8:

„Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“

Dann fragt er: Wenn Gott sich beim ersten Kommen des Messias bis auf den exakten Festtag und sogar bis auf die genaue Stunde an seinen prophetischen Kalender gehalten hat – warum sollte er es beim zweiten Kommen anders machen? Nach seiner Überzeugung wurde Jesus

  • am Passah gekreuzigt,
  • während des Festes der Ungesäuerten Brote begraben,
  • am Fest der Erstlingsfrüchte auferweckt
  • und der Heilige Geist an Schawuot (Pfingsten) ausgegossen.

Jedes dieser Feste habe sich buchstäblich an genau dem dafür vorgesehenen Tag erfüllt. Deshalb ist Biltz überzeugt, dass sich auch die noch ausstehenden Herbstfeste genauso wörtlich erfüllen werden. Das Posaunenfest werde sich am Posaunenfest erfüllen. Jom Kippur werde sich an Jom Kippur erfüllen. Und Sukkot, das Laubhüttenfest, werde sich ebenfalls genau an seinem Festtag erfüllen. Für ihn ist das keine Spekulation, sondern die logische Konsequenz daraus, dass Gott unveränderlich ist und seinen eigenen Zeitplan einhält. An diesem Punkt macht Mark Biltz deutlich, weshalb er dem biblischen Kalender eine so große Bedeutung beimisst. Seiner Überzeugung nach handelt Gott auch heute noch nach demselben göttlichen Zeitplan wie zur Zeit des ersten Kommens Jesu. Dabei betont er, dass sich die biblischen Feste nicht nur in der richtigen Reihenfolge erfüllen, sondern dass jedes einzelne Ereignis an seinem festgesetzten Zeitpunkt stattfinden müsse.

So habe Pfingsten erst stattfinden können, nachdem Jesus auferstanden war. Ebenso habe die Auferstehung erst nach seinem Tod erfolgen können. Alles folge einer von Gott festgelegten Reihenfolge. Nach derselben Logik erwartet Biltz auch die Erfüllung der noch ausstehenden Herbstfeste. Im Buch der Offenbarung werde mehrfach von Posaunen gesprochen. Für ihn sei das ein deutlicher Hinweis auf das Posaunenfest. Ebenso erkenne er im Buch der Offenbarung zahlreiche Bezüge zu Jom Kippur, dem Versöhnungstag Israels. Seiner Auffassung nach wird sich eines Tages das Posaunenfest buchstäblich erfüllen und den Beginn der endzeitlichen Ereignisse markieren.

Darauf werde Jom Kippur folgen – der Tag, an dem Israel seinen Messias erkennen werde. Anschließend werde das Laubhüttenfest erfüllt werden, wenn der Messias unter den Menschen wohnen und sein tausendjähriges Friedensreich aufrichten werde. Deshalb, so erklärt Biltz, habe der biblische Kalender einen entscheidenden Einfluss auf das Verständnis der Prophetie. Wer Gottes Kalender kenne, erkenne auch den Ablauf seines Heilsplanes. Die biblischen Feste seien gewissermaßen die Generalproben für Gottes zukünftiges Handeln. Danach schlägt er seine Bibel bei Lukas 21,25 auf.

Dort heißt es:

„Es werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen sein.“

Für Biltz ist diese Aussage eng mit dem Schöpfungsbericht verbunden. Bereits in 1. Mose 1 habe Gott erklärt, dass Sonne, Mond und Sterne als Zeichen dienen sollten. Er weist darauf hin, dass die meisten Menschen zunächst an Licht und Wärme denken, wenn sie an die Sonne denken. Doch Gott habe zuerst von Zeichen gesprochen. Von dort aus beginnt Biltz über Sonnen- und Mondfinsternisse zu sprechen. Nach seiner Erklärung fällt das Passahfest immer auf einen Vollmond. Deshalb könne an diesem Fest grundsätzlich eine Mondfinsternis auftreten. Ebenso beginne jeder biblische Monat mit einem Neumond. Nur zu einem Neumond könne eine Sonnenfinsternis stattfinden.

Für ihn ist das kein Zufall.

Gott habe den Kalender bewusst so eingerichtet, dass außergewöhnliche Himmelsereignisse mit seinen Festzeiten zusammenfallen könnten. Allerdings weist Biltz darauf hin, dass es in den vergangenen Jahrtausenden Tausende von Sonnen- und Mondfinsternissen gegeben habe. Die meisten davon hätten keinerlei prophetische Bedeutung. Entscheidend sei nicht die Finsternis selbst. Entscheidend sei vielmehr, wann sie stattfinde.

Erst wenn eine Sonnen- oder Mondfinsternis mit Gottes Festkalender zusammentreffe, beginne man nach seiner Auffassung zu erkennen, dass Gott möglicherweise eine Botschaft vermitteln wolle. An dieser Stelle unterbricht der Vortrag kurz für einen Spendenaufruf und setzt anschließend mit dem eigentlichen Thema fort. Nach der Unterbrechung erinnert Biltz an die vier totalen Mondfinsternisse der Jahre 2014 und 2015, die häufig als „Blutmonde“ bezeichnet werden. Er erwähnt, dass viele Menschen damals Bücher geschrieben oder Vorhersagen veröffentlicht hätten, mit denen er selbst nicht einverstanden gewesen sei. Andere hätten ihm Aussagen zugeschrieben, die er nach eigener Aussage nie gemacht habe. Wer seine Vorträge aufmerksam gehört habe, wisse genau, was er tatsächlich gesagt habe.

Anschließend benutzt er ein einfaches Bild.

Wenn auf einer Straße eine Brücke zerstört sei, stelle man das Warnschild nicht erst unmittelbar vor die eingestürzte Brücke auf. Man stelle es schon viele hundert Meter oder sogar mehrere Kilometer vorher auf, damit Autofahrer rechtzeitig abbremsen könnten. Genauso verstehe er die Blutmonde. Sie seien keine Ankündigung dafür gewesen, dass genau an diesen Tagen etwas Weltbewegendes geschehen müsse. Vielmehr seien sie Warnzeichen gewesen, die auf Entwicklungen hinweisen sollten, die kurz darauf eintreten würden. Nach seiner Auffassung bezogen sich diese Zeichen besonders auf die Jahre 2017 und 2018.

In dieser Zeit jährten sich wichtige Ereignisse der modernen Geschichte Israels. Dazu gehörten unter anderem der fünfzigste Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechstagekrieg sowie der siebzigste Jahrestag der Staatsgründung Israels. Biltz erklärt, dass seiner Ansicht nach die bedeutendsten prophetischen Entwicklungen damals noch bevorstanden. Anschließend erinnert er daran, dass bereits bei der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 eine Folge von vier totalen Mondfinsternissen auftrat. Dasselbe habe sich nach der Rückeroberung Jerusalems im Jahr 1967 wiederholt. Für ihn seien diese Zusammenhänge bemerkenswert.

Danach richtet er den Blick auf die Große Amerikanische Sonnenfinsternis des Jahres 2017.

Diese totale Sonnenfinsternis verlief quer über die Vereinigten Staaten und erregte weltweit große Aufmerksamkeit. Fast gleichzeitig traf der Hurrikan Harvey auf die Küste von Texas. Hier beginnt Biltz, über Wahrscheinlichkeiten nachzudenken. Wie groß sei die Wahrscheinlichkeit, dass eine totale Sonnenfinsternis einmal die gesamten Vereinigten Staaten durchquere? Die vorherige Finsternis dieser Art habe etwa hundert Jahre zuvor, im Jahr 1918, während des Ersten Weltkriegs stattgefunden. Ebenso ungewöhnlich sei es gewesen, dass gleichzeitig ein Hurrikan der Kategorie 4 Texas traf. Der letzte vergleichbare Sturm habe Jahrzehnte zurückgelegen.

Für Biltz wird die Kombination dieser Ereignisse deshalb immer bemerkenswerter:

Eine außergewöhnliche Sonnenfinsternis.

Ein schwerer Hurrikan.

Und beides innerhalb weniger Tage.

Hinzu komme, dass dies nach dem biblischen Kalender auf den 1. Elul fiel – den Beginn der vierzigtägigen Bußzeit, die bis Jom Kippur führt. Je mehr dieser Zusammenhänge zusammenkämen, desto unwahrscheinlicher erscheine ihm ihre gleichzeitige Häufung. Besonders interessant findet er schließlich den Bezug zu Lukas 21,25. Dort ist von Zeichen an Sonne, Mond und Sternen sowie vom Brausen des Meeres und der Wellen die Rede. Nach seiner Auffassung verbindet dieser Vers sowohl die Sonnenfinsternis als auch den Hurrikan in einem einzigen biblischen Bild. Für ihn verstärkt dies den Eindruck, dass solche Ereignisse nicht bedeutungslos sind, sondern als Hinweise verstanden werden sollten.

Mark Biltz setzt seinen Vortrag mit einem weiteren Zusammenhang fort, den er für bemerkenswert hält. Er verweist auf die Resolution 242 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, die nach dem Sechstagekrieg im November 1967 verabschiedet wurde. Diese Resolution befasst sich mit dem Prinzip „Land gegen Frieden“ und spielt bis heute eine wichtige Rolle im Nahostkonflikt. Biltz erinnert daran, dass Washington D.C. das politische Zentrum der Vereinigten Staaten ist. Er weist darauf hin, dass die maximale Verdunkelung der Großen Amerikanischen Sonnenfinsternis dort um 2:42 Uhr nachmittags eintrat. Für ihn ist es bemerkenswert, dass diese Uhrzeit mit der Nummer der UN-Resolution 242 übereinstimmt. Er räumt nicht ausdrücklich ein, dass dies ein Zufall sein könnte, sondern bezeichnet es als einen weiteren interessanten Zusammenhang, der ihm aufgefallen sei.

Anschließend richtet er den Blick auf das Jahr 2017 insgesamt.

Seiner Erinnerung nach war dieses Jahr von außergewöhnlich vielen Naturkatastrophen geprägt. Zeitungen hätten von einem „Jahr der Katastrophen“ gesprochen. Hurrikane, Erdbeben, Waldbrände und politische Spannungen hätten sich in kurzer Zeit gehäuft. Er erwähnt unter anderem Nordkorea, die Schießerei in Las Vegas sowie zahlreiche Naturereignisse und stellt die Frage, was als Nächstes kommen werde. Außerdem verweist er auf Berichte, wonach die Zahl der Anträge auf staatliche Katastrophenhilfe in den USA sprunghaft angestiegen sei. Die Schäden hätten den Staat viele Milliarden Dollar gekostet. Selbst zusätzliche Mitarbeiter der Bundesbehörden seien eingesetzt worden, um die große Zahl der Hilfsanträge bearbeiten zu können.

Danach schlägt Biltz den Bogen zu Lukas 17,26.

Dort sagt Jesus:

„Wie es in den Tagen Noahs war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein.“

Zunächst fragt er seine Zuhörer, woran sie beim Namen Noah spontan denken. Die meisten würden wahrscheinlich an die Sintflut denken. Daraufhin erinnert Biltz an die vielen Überschwemmungen, die sich im Jahr 2017 weltweit ereigneten.

Er nennt unter anderem:

  • die schweren Überschwemmungen in China,
  • die Flutkatastrophe in Sierra Leone,
  • Hurrikan Harvey,
  • die Überschwemmungen in Indien,
  • Hurrikan Irma,
  • die Flutkatastrophen in Bangladesch,
  • Hurrikan Maria,
  • Taifune in Vietnam
  • und zahlreiche weitere Hochwasser weltweit.

Für ihn fällt auf, dass viele dieser Ereignisse zeitlich in engem Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis des Jahres 2017 standen. Ebenso erinnert er an mehrere schwere Erdbeben, unter anderem in Mexiko und im Iran. Hinzu kamen die verheerenden Waldbrände im Nordwesten der Vereinigten Staaten sowie in Nordkalifornien. Zeitungen hätten damals sogar geschrieben, es scheine, als sei die Natur „verrückt geworden“. Doch Biltz macht deutlich, dass für ihn nicht die Überschwemmungen das eigentliche Kennzeichen der Tage Noahs sind. Er erinnert daran, dass Gott nach der Sintflut versprochen habe, die Erde nie wieder durch Wasser zu vernichten.

Darum fragt er:

Warum zerstörte Gott die Welt zur Zeit Noahs überhaupt?

Er schlägt Genesis 6,11–13 auf. Dort heißt es:

„Die Erde war voller Gewalttat.“

Nach seiner Auffassung liegt hier der eigentliche Schwerpunkt. Nicht die Flut sei das Entscheidende gewesen. Die Flut sei lediglich das Gericht gewesen. Der eigentliche Grund sei gewesen, dass die Erde von Gewalt erfüllt war. Um diesen Gedanken zu verdeutlichen, nennt Biltz verschiedene Beispiele aus der Gegenwart. Er spricht über die hohe Zahl der Tötungsdelikte in Chicago. Er erwähnt Statistiken über sexuelle Gewalt in den Vereinigten Staaten. Er verweist auf Berichte über Lehrer, die wegen zunehmender Gewalt an Schulen ihren Beruf aufgegeben hätten. Außerdem zitiert er eine Untersuchung, nach der das 20. Jahrhundert zu den gewalttätigsten Jahrhunderten der Menschheitsgeschichte gehörte und beinahe zweihundert Millionen Menschen infolge von Kriegen und Konflikten ums Leben kamen.

Ebenso verweist er auf Statistiken häuslicher Gewalt. Jeden Tag gingen Tausende Notrufe bei entsprechenden Hilfseinrichtungen ein. Jede Minute würden zahlreiche Menschen körperlich misshandelt. Für Biltz zeigt all dies, dass unsere Zeit der Welt Noahs immer ähnlicher werde.

Deshalb erinnert er an Lukas 21,28:

„Wenn diese Dinge anfangen zu geschehen, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“

Für ihn bedeutet dies, dass Christen nicht nur auf die Ereignisse der Erde achten, sondern ebenso die Zeichen am Himmel beobachten sollten. Damit kommt er schließlich zu Matthäus 24, dem großen Endzeitkapitel. Nach seiner Meinung machen viele Christen jedoch einen entscheidenden Fehler. Sie lesen dieses Kapitel mit einer westlichen oder griechischen Denkweise. Stattdessen müsse man es mit den Augen eines Juden des ersten Jahrhunderts lesen. Er bittet seine Zuhörer deshalb, ihren „griechischen Hut abzusetzen und den jüdischen Hut aufzusetzen“.

Wenn Jesus damals von „Kriegen und Kriegsgerüchten“ sprach, stellt sich für Biltz die Frage: Welche Kriege kamen seinen jüdischen Zuhörern wohl zuerst in den Sinn? Sie konnten unmöglich an den Ersten oder Zweiten Weltkrieg denken. Auch die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. lag zu diesem Zeitpunkt noch in der Zukunft. Nach seiner Auffassung dachten sie vielmehr an zwei prägende Ereignisse ihrer Geschichte. Zum einen an die Zerstörung des ersten Tempels durch die Babylonier, die mit dem 9. Aw verbunden ist. Zum anderen an den Aufstand der Makkabäer gegen Antiochus IV. Epiphanes, aus dem später das Chanukkafest hervorging. Diese beiden historischen Erinnerungen seien der eigentliche Hintergrund von Matthäus 24.

Biltz erklärt deshalb:

Wer Matthäus 24 wirklich verstehen wolle, müsse Chanukka verstehen. Ohne die Geschichte des Makkabäeraufstandes gingen viele Zusammenhänge verloren. Anschließend schlägt er den Bogen zur Neuzeit. Der Erste Weltkrieg begann am 1. August 1914. Nach dem jüdischen Kalender entsprach dieses Datum dem 9. Aw.

Für Biltz ist das ein bemerkenswerter Zusammenhang. Ebenso weist er darauf hin, dass die Vereinigten Staaten am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg eintraten. In jenem Jahr fiel dieses Datum auf Passah. Noch ein weiteres Ereignis hebt er hervor. Im Dezember 1917 zog General Edmund Allenby in Jerusalem ein. Dieses Ereignis fiel nach dem jüdischen Kalender in die Zeit von Chanukka. Für Biltz bilden diese Daten ein prophetisches Muster. Wenn Jesus in Matthäus 24 von Kriegen und Kriegsgerüchten spricht, dann seien der 9. Aw und Hanukka nach seiner Auffassung die historischen Bezugspunkte. Die Ereignisse des Ersten Weltkriegs stünden deshalb in einem bemerkenswerten Zusammenhang mit den Worten Jesu. Zum Abschluss verweist er auf das Gleichnis vom Feigenbaum. In der jüdischen Auslegung steht der Feigenbaum für Israel.

Jesus sagt:

„Wenn sein Zweig weich wird und Blätter treibt, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.“

Nach Biltz bedeutet dies:

Wenn Israel wieder auflebt und sich die von Jesus beschriebenen Zeichen häufen, sollen die Gläubigen erkennen, dass seine Wiederkunft nahe ist.

Der Vortrag endet mit den Worten Jesu:

„Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.“

Biltz lässt diesen Satz bewusst stehen und beendet den Vortrag, ohne ihn weiter auszulegen. (Soweit die Zusammenfassung, des sehr lehrreichen Videos, welches vor 2 Jahren hochgeladen wurde. Ich hoffe wirklich ihr seid nicht ignorant, denn genau am 14. August 2026 (zufällig mein Jahrestag meiner Berufung zum Wächter, auf dem Weltlichen Kalender / damals der 9. AV)  wird am 1. Elul die erste Posaune geblasen, der Tag, der eine Zeit der Buße einleitet. Wie ihr wisst, wird die letzte Posaune an Yom Teruah geblasen. 


1. Korinther 15,52 plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

Paulus hat deutlich gesagt, es ist das Posaunenfest. Wir haben noch 64 Tage, ab dem heutigen 9. Juli 2026, um herauszufinden, ob dieses Jahr an Yom Teruah die Entrückung ist. Ganz deutlich erwähne ich es nochmal, ich hoffe in diesem Fall, sollte Yom Teruah kommen und wieder gehen, Jeschua holt uns an Chanukka, ansonsten blicken wir auf Yom Teruah 2027... am allerwenigstens möchte ich bis 2029 warten, bis zum Schabbatjahr. Ich möchte diesen extremen Angriffen gerne entfliehen. 

  Schalom

Ulrike Veronika Barthel 

Ps. Danke an alle treuen Geschwister, die uns im Gebet begleiten.