road of humbleness

Trübsal und Entrückung Teil 2

Dieser Artikel, der auf den Artikel Die Entrückung ist nicht Beginn der Trübsal anknüpft, ist ebenfalls eine Zusammenfassung einer weiteren Predigt von Pastor Mark Biltz. 

Video: A Timetable of the End? (Ft. Mark Blitz)  /   Ein Zeitplan für das Ende? (Mit Mark Blitz) Ich hoffe sehr, ihr seid nicht ignorant, denn es ist sehr wichtig sich mit der Thematik zu beschäftigen.  

Mark Biltz beginnt mit einem Hinweis auf die heiligen Tage und den Sabbat. Er verweist auf die Aussage des Paulus, dass diese Feste „ein Schatten der zukünftigen Dinge“ seien. Nach seiner Auffassung ist dieser Ausdruck von großer Bedeutung.

Er erklärt, dass alle Feste des biblischen Kalenders ursprünglich landwirtschaftliche Feste waren. Sie dienten dazu, Gott für die Ernte und seinen Segen zu danken. Deshalb stehe im Mittelpunkt des biblischen Kalenders nicht der Mensch, sondern Gott selbst und das, was er für sein Volk getan habe.

Biltz ist überzeugt, dass sich auch Gottes prophetischer Zeitplan nach diesem Kalender richtet. Wer verstehen möchte, in welcher prophetischen Zeit wir leben, müsse deshalb Gottes Kalender kennen. Erst wenn man die von Gott festgelegten Zeiten, Jahresabschnitte und Festtage verstehe, könne man erkennen, wann geschichtliche Ereignisse eine besondere geistliche Bedeutung hätten. Er bedauert, dass viele Christen den biblischen Kalender gering achten oder sogar ablehnen.

Anschließend verweist er auf die Gemeinden in Galatien und Kolossä. Beide Städte lagen in derselben Region Kleinasiens. Nach seiner Auslegung wirft Paulus den Galatern vor, dass sie sich wieder nach einem heidnischen Kalendersystem richteten. Den Christen in Kolossä dagegen schreibe Paulus etwas anderes: Sie sollten sich von niemandem verurteilen lassen, weil sie die von Gott eingesetzten Festzeiten hielten. Wer diese Tage beachte, solle sich nicht von Menschen richten lassen, die nach einem anderen Kalender lebten.

Danach geht Biltz auf die Formulierung ein, dass die Feste „ein Schatten der zukünftigen Dinge“ seien.

Ein Schatten, so erklärt er, könne viel über die Wirklichkeit verraten, die ihn werfe. Wenn man beispielsweise den Schatten eines Flugzeugs sehe, erkenne man sofort, dass dort tatsächlich ein Flugzeug vorhanden sein müsse. Niemand würde behaupten, der Schatten selbst sei das Flugzeug, aber ohne das Original gäbe es auch keinen Schatten. An dieser Stelle weist er auf einen Gedanken hin, den er besonders bemerkenswert findet. Der Mensch sei nach Gottes Bild geschaffen worden. Nach seiner Auffassung steht das hebräische Wort für „Bild“ in engem Zusammenhang mit dem Begriff „Schatten“. Deshalb könne man den Menschen gewissermaßen als Gottes Schatten auf der Erde verstehen. Aus diesem Grund sollte man alles, was Gott als Schatten oder prophetisches Bild gegeben habe, nicht gering schätzen.

Um diesen Gedanken weiter zu verdeutlichen, benutzt Biltz das Bild einer alten Standuhr. Von außen sehe man lediglich das Zifferblatt und die Zeiger. Öffne man jedoch das Gehäuse, entdecke man zahlreiche Zahnräder, die perfekt ineinandergreifen und gemeinsam den Lauf der Zeit bestimmen. Genauso stelle er sich Gottes Kalender vor. Die Festzeiten seien wie die Zahnräder einer großen Uhr. Sie ermöglichten es, den richtigen prophetischen Zeitpunkt zu erkennen und zu unterscheiden, ob Gott durch bestimmte Ereignisse der Weltgeschichte zu den Menschen spreche.

Anschließend schlägt Biltz einen historischen Bogen zu Nikolaus Kopernikus.

Er erinnert daran, dass Kopernikus, ein polnischer Astronom, das damals allgemein akzeptierte Weltbild infrage stellte. Die meisten Menschen glaubten zu jener Zeit, die Erde bilde den Mittelpunkt des Universums und alle Himmelskörper bewegten sich um sie. Kopernikus vertrat dagegen die Überzeugung, dass die Sonne im Zentrum stehe und sich die Erde gemeinsam mit den übrigen Planeten um sie bewege. Diese Vorstellung stieß damals auf massiven Widerstand der Kirche. Wer das geozentrische Weltbild ablehnte, galt schnell als Ketzer. Dadurch konnte man seinen guten Ruf verlieren, ins Gefängnis kommen oder sogar zum Tode verurteilt werden. Aus diesem Grund veröffentlichte Kopernikus seine Erkenntnisse erst am Ende seines Lebens. Zudem erschien sein Werk zunächst in lateinischer Sprache, sodass nur wenige Menschen überhaupt Zugang dazu hatten.

Von diesem historischen Beispiel schlägt Biltz den Bogen zur heutigen Theologie.

Seiner Ansicht nach begeht ein großer Teil der Christenheit denselben Denkfehler wie damals die Gegner des kopernikanischen Weltbildes. Viele Christen machten die Kirche selbst zum Mittelpunkt ihrer gesamten Theologie. Von dort aus würden sie alle anderen Glaubensrichtungen beurteilen und danach einordnen, wie nah oder fern sie ihrer eigenen kirchlichen Sichtweise stünden.

Biltz hält dieses Denken für grundlegend falsch.

Er spricht von einer notwendigen „kopernikanischen Revolution“ innerhalb der Theologie. So wie Kopernikus gezeigt habe, dass nicht die Erde, sondern die Sonne im Mittelpunkt stehe, müsse die Christenheit erkennen, dass nicht die Kirche, sondern Israel das Zentrum des biblischen Heilshandelns Gottes bilde. Erst wenn man Israel wieder an den Platz stelle, den Gott ihm gegeben habe, könne man viele Aussagen der Bibel richtig verstehen. Danach lenkt er die Aufmerksamkeit auf ein hebräisches Wort, das seiner Meinung nach zu den wichtigsten Begriffen der gesamten Bibel gehört: Moed.

Er zitiert 1. Mose 1,14, wo Gott sagt:

„Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, um den Tag von der Nacht zu scheiden. Sie sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung von Zeiten, Tagen und Jahren.“

Wenn Christen diesen Vers lesen, denken sie beim Wort „Zeiten“ oder „Jahreszeiten“ gewöhnlich an Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Doch genau hier setzt Biltz an. Er weist darauf hin, dass dasselbe hebräische Wort Moed in 3. Mose 23 gewöhnlich mit „Fest“ übersetzt wird. Fragt man Menschen nach einem Fest, denken die meisten sofort an Essen und Feiern. Damit entsteht nach seiner Ansicht ein Problem: Dasselbe hebräische Wort wird einmal als Jahreszeit und ein anderes Mal als Fest übersetzt. Biltz hält beide Übersetzungen für unzureichend.

Nach seiner Erklärung bedeutet Moed eigentlich einen von Gott festgesetzten Termin, eine göttliche Verabredung.

Er vergleicht es mit einem Terminkalender. Gott habe bestimmte Tage festgelegt und sage gleichsam zu seinem Volk: „An diesem Tag möchte ich dir begegnen.“ Genau das seien die Feste des Herrn, von denen 3. Mose 23 spricht. Anschließend verweist Biltz auf Jesaja 46,10. Dort erklärt Gott, dass er das Ende bereits von Anfang an verkündet hat. Mit diesem Gedanken verbindet er Offenbarung 13,8, wo vom „Lamm, das seit Grundlegung der Welt geschlachtet ist“, die Rede ist.

Nach seiner Auslegung bedeutet dies nicht, dass Gottes Erlösungsplan erst mit dem Kommen Jesu begann. Vielmehr habe Gott bereits vor der Erschaffung der Welt beschlossen, dass der Messias sein Leben für die Menschheit geben würde. Der Sündenfall Adams habe Gott daher keineswegs überrascht. Es habe niemals einen „Plan B“ gegeben. Dieser Gedanke bewegt Biltz tief. Er sagt, es gebe wohl kaum einen größeren Schmerz für Eltern, als das eigene Kind zu überleben. Dennoch habe der Vater von Anfang an gewusst, dass sein Sohn Jeschua sterben würde.

Er führt diesen Gedanken noch weiter aus und erklärt, Gott habe bereits tausend Jahre vor der Kreuzigung König David die Psalmen schreiben lassen, die später wie Trauergesänge beim Tod seines Sohnes erklingen sollten. Nach diesen grundsätzlichen Überlegungen richtet Mark Biltz den Blick auf die Kreuzigung Jesu und erklärt, weshalb er die biblischen Festtage als einen prophetischen Zeitplan Gottes versteht. Er verweist zunächst auf die Aussage aus der Offenbarung, dass das Lamm bereits „seit Grundlegung der Welt“ geschlachtet sei. Daraus schließt er, dass Gott den Erlösungsplan nicht erst nach dem Sündenfall entwickelte, sondern ihn von Anfang an festgelegt hatte.

Um diesen Gedanken verständlicher zu machen, bittet er seine Zuhörer, sich vorzustellen, sie wüssten schon lange im Voraus, dass ihr eigener Sohn sterben würde. Wahrscheinlich würden sie alle Vorbereitungen treffen und alles rechtzeitig planen. Genauso habe Gott nach seiner Überzeugung den gesamten Erlösungsplan lange vor der Geburt Jesu vorbereitet. Aus diesem Grund, so erklärt Biltz, ließ Gott König David bereits rund tausend Jahre vorher die Psalmen schreiben, die später bei der Kreuzigung des Messias eine prophetische Bedeutung erhalten sollten.

An dieser Stelle verweist er besonders auf den sogenannten Hallel, also die Psalmen 113 bis 118. Diese Psalmen wurden traditionell während des Passahfestes gesungen. Nach seiner Auffassung geschah dabei etwas Außergewöhnliches: Während Jesus gekreuzigt wurde, sangen Tausende oder sogar Millionen Juden genau diese Psalmen, ohne zu wissen, dass sich ihre Worte in diesem Augenblick erfüllten. Das führt ihn zu einem weiteren wichtigen Begriff aus dem Hebräischen: Mikra.

Dieses Wort werde häufig lediglich mit „heilige Versammlung“ übersetzt. Nach seiner Auffassung bedeute es jedoch mehr als ein bloßes Zusammenkommen. Ein Mikra sei eine Art Generalprobe. Damit meint Biltz, dass Israel die Ereignisse des Erlösungsplans jedes Jahr aufs Neue prophetisch einübte, lange bevor sie tatsächlich eintrafen. Fünfzehnhundert Jahre lang feierte Israel das Passahfest, ohne zu wissen, dass es damit den Tod des Messias symbolisch vorwegnahm. Dann kamen die Psalmen Davids hinzu, die ein weiteres Jahrtausend lang während des Passahfestes gesungen wurden. Auch sie verstanden die Menschen zunächst nicht als prophetische Hinweise auf den Messias.

Anschließend beschreibt Biltz den Ablauf des Kreuzigungstages.

Nach dem Markus-Evangelium wurde Jesus in der dritten Stunde des Tages gekreuzigt. Nach jüdischer Zeitrechnung entsprach das etwa neun Uhr morgens. Genau zu diesem Zeitpunkt, erklärt Biltz, begann im Tempel der Passahgottesdienst. Während die Passahlämmer vorbereitet wurden, sang das Volk den Hallel. Zur selben Zeit wurde auch Jesus an das Kreuz gebunden. Nach seiner Vorstellung hörte Jesus währenddessen den Gesang der Menschen, die Psalm 113 bis Psalm 118 anstimmten.  Für Biltz ist dies kein Zufall, sondern Ausdruck von Gottes vollkommenem Zeitplan.

Er weist besonders auf Psalm 118 hin. Dort heißt es:

„Der HERR ist Gott; er hat uns Licht gegeben. Bindet das Festopfer mit Stricken bis an die Hörner des Altars.“

Während die Menschen diese Worte sangen, wurde gleichzeitig das Passahlamm am Altar festgebunden – und ebenso wurde Jesus an das Kreuz gebunden. Für Biltz ist diese zeitliche Übereinstimmung eine eindrucksvolle prophetische Erfüllung. Zur Mittagszeit änderte sich die Situation. Die Evangelien berichten, dass von der sechsten bis zur neunten Stunde eine Finsternis über das Land kam. Während die Sonne verfinstert war, sang das Volk nach seiner Darstellung weiterhin den Hallel.

Dabei verweist Biltz auf Worte aus Psalm 118:

„Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN vollbringt große Taten.“

Er erinnert außerdem an Jesu Aussage:

„Wenn ich erhöht werde, werde ich alle Menschen zu mir ziehen.“

Für ihn stehen diese Aussagen in einer direkten prophetischen Verbindung. Schließlich kommt er zur neunten Stunde des Tages – etwa drei Uhr nachmittags. Nach den Evangelien starb Jesus genau zu jener Zeit, zu der im Tempel das abendliche Opfer dargebracht und die Passahlämmer geschlachtet wurden.

Während Jesus seine letzten Worte sprach, erklangen nach Biltz' Vorstellung erneut die Worte aus Psalm 118:

„Israel sage nun: Seine Gnade währt ewig.

Das Haus Aaron sage nun: Seine Gnade währt ewig.

Alle, die den HERRN fürchten, sollen sagen: Seine Gnade währt ewig.“

Biltz beschreibt dies als den Herzschlag dieses Augenblicks. Während Millionen Menschen diese Worte sangen, starb nach seiner Überzeugung der wahre Passahlamm-Messias am Kreuz. Für ihn zeigt sich darin Gottes vollkommene Präzision. Nicht nur der Tag sei prophetisch vorherbestimmt gewesen. Nicht nur das Fest. Sondern sogar die Stunde. An diesem Punkt stellt Biltz seinen Zuhörern eine entscheidende Frage.

Er erinnert an Hebräer 13,8:

„Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“

Dann fragt er: Wenn Gott sich beim ersten Kommen des Messias bis auf den exakten Festtag und sogar bis auf die genaue Stunde an seinen prophetischen Kalender gehalten hat – warum sollte er es beim zweiten Kommen anders machen? Nach seiner Überzeugung wurde Jesus

  • am Passah gekreuzigt,
  • während des Festes der Ungesäuerten Brote begraben,
  • am Fest der Erstlingsfrüchte auferweckt
  • und der Heilige Geist an Schawuot (Pfingsten) ausgegossen.

Jedes dieser Feste habe sich buchstäblich an genau dem dafür vorgesehenen Tag erfüllt. Deshalb ist Biltz überzeugt, dass sich auch die noch ausstehenden Herbstfeste genauso wörtlich erfüllen werden. Das Posaunenfest werde sich am Posaunenfest erfüllen. Jom Kippur werde sich an Jom Kippur erfüllen. Und Sukkot, das Laubhüttenfest, werde sich ebenfalls genau an seinem Festtag erfüllen. Für ihn ist das keine Spekulation, sondern die logische Konsequenz daraus, dass Gott unveränderlich ist und seinen eigenen Zeitplan einhält. An diesem Punkt macht Mark Biltz deutlich, weshalb er dem biblischen Kalender eine so große Bedeutung beimisst. Seiner Überzeugung nach handelt Gott auch heute noch nach demselben göttlichen Zeitplan wie zur Zeit des ersten Kommens Jesu. Dabei betont er, dass sich die biblischen Feste nicht nur in der richtigen Reihenfolge erfüllen, sondern dass jedes einzelne Ereignis an seinem festgesetzten Zeitpunkt stattfinden müsse.

So habe Pfingsten erst stattfinden können, nachdem Jesus auferstanden war. Ebenso habe die Auferstehung erst nach seinem Tod erfolgen können. Alles folge einer von Gott festgelegten Reihenfolge. Nach derselben Logik erwartet Biltz auch die Erfüllung der noch ausstehenden Herbstfeste. Im Buch der Offenbarung werde mehrfach von Posaunen gesprochen. Für ihn sei das ein deutlicher Hinweis auf das Posaunenfest. Ebenso erkenne er im Buch der Offenbarung zahlreiche Bezüge zu Jom Kippur, dem Versöhnungstag Israels. Seiner Auffassung nach wird sich eines Tages das Posaunenfest buchstäblich erfüllen und den Beginn der endzeitlichen Ereignisse markieren.

Darauf werde Jom Kippur folgen – der Tag, an dem Israel seinen Messias erkennen werde. Anschließend werde das Laubhüttenfest erfüllt werden, wenn der Messias unter den Menschen wohnen und sein tausendjähriges Friedensreich aufrichten werde. Deshalb, so erklärt Biltz, habe der biblische Kalender einen entscheidenden Einfluss auf das Verständnis der Prophetie. Wer Gottes Kalender kenne, erkenne auch den Ablauf seines Heilsplanes. Die biblischen Feste seien gewissermaßen die Generalproben für Gottes zukünftiges Handeln. Danach schlägt er seine Bibel bei Lukas 21,25 auf.

Dort heißt es:

„Es werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen sein.“

Für Biltz ist diese Aussage eng mit dem Schöpfungsbericht verbunden. Bereits in 1. Mose 1 habe Gott erklärt, dass Sonne, Mond und Sterne als Zeichen dienen sollten. Er weist darauf hin, dass die meisten Menschen zunächst an Licht und Wärme denken, wenn sie an die Sonne denken. Doch Gott habe zuerst von Zeichen gesprochen. Von dort aus beginnt Biltz über Sonnen- und Mondfinsternisse zu sprechen. Nach seiner Erklärung fällt das Passahfest immer auf einen Vollmond. Deshalb könne an diesem Fest grundsätzlich eine Mondfinsternis auftreten. Ebenso beginne jeder biblische Monat mit einem Neumond. Nur zu einem Neumond könne eine Sonnenfinsternis stattfinden.

Für ihn ist das kein Zufall.

Gott habe den Kalender bewusst so eingerichtet, dass außergewöhnliche Himmelsereignisse mit seinen Festzeiten zusammenfallen könnten. Allerdings weist Biltz darauf hin, dass es in den vergangenen Jahrtausenden Tausende von Sonnen- und Mondfinsternissen gegeben habe. Die meisten davon hätten keinerlei prophetische Bedeutung. Entscheidend sei nicht die Finsternis selbst. Entscheidend sei vielmehr, wann sie stattfinde.

Erst wenn eine Sonnen- oder Mondfinsternis mit Gottes Festkalender zusammentreffe, beginne man nach seiner Auffassung zu erkennen, dass Gott möglicherweise eine Botschaft vermitteln wolle. An dieser Stelle unterbricht der Vortrag kurz für einen Spendenaufruf und setzt anschließend mit dem eigentlichen Thema fort. Nach der Unterbrechung erinnert Biltz an die vier totalen Mondfinsternisse der Jahre 2014 und 2015, die häufig als „Blutmonde“ bezeichnet werden. Er erwähnt, dass viele Menschen damals Bücher geschrieben oder Vorhersagen veröffentlicht hätten, mit denen er selbst nicht einverstanden gewesen sei. Andere hätten ihm Aussagen zugeschrieben, die er nach eigener Aussage nie gemacht habe. Wer seine Vorträge aufmerksam gehört habe, wisse genau, was er tatsächlich gesagt habe.

Anschließend benutzt er ein einfaches Bild.

Wenn auf einer Straße eine Brücke zerstört sei, stelle man das Warnschild nicht erst unmittelbar vor die eingestürzte Brücke auf. Man stelle es schon viele hundert Meter oder sogar mehrere Kilometer vorher auf, damit Autofahrer rechtzeitig abbremsen könnten. Genauso verstehe er die Blutmonde. Sie seien keine Ankündigung dafür gewesen, dass genau an diesen Tagen etwas Weltbewegendes geschehen müsse. Vielmehr seien sie Warnzeichen gewesen, die auf Entwicklungen hinweisen sollten, die kurz darauf eintreten würden. Nach seiner Auffassung bezogen sich diese Zeichen besonders auf die Jahre 2017 und 2018.

In dieser Zeit jährten sich wichtige Ereignisse der modernen Geschichte Israels. Dazu gehörten unter anderem der fünfzigste Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechstagekrieg sowie der siebzigste Jahrestag der Staatsgründung Israels. Biltz erklärt, dass seiner Ansicht nach die bedeutendsten prophetischen Entwicklungen damals noch bevorstanden. Anschließend erinnert er daran, dass bereits bei der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 eine Folge von vier totalen Mondfinsternissen auftrat. Dasselbe habe sich nach der Rückeroberung Jerusalems im Jahr 1967 wiederholt. Für ihn seien diese Zusammenhänge bemerkenswert.

Danach richtet er den Blick auf die Große Amerikanische Sonnenfinsternis des Jahres 2017.

Diese totale Sonnenfinsternis verlief quer über die Vereinigten Staaten und erregte weltweit große Aufmerksamkeit. Fast gleichzeitig traf der Hurrikan Harvey auf die Küste von Texas. Hier beginnt Biltz, über Wahrscheinlichkeiten nachzudenken. Wie groß sei die Wahrscheinlichkeit, dass eine totale Sonnenfinsternis einmal die gesamten Vereinigten Staaten durchquere? Die vorherige Finsternis dieser Art habe etwa hundert Jahre zuvor, im Jahr 1918, während des Ersten Weltkriegs stattgefunden. Ebenso ungewöhnlich sei es gewesen, dass gleichzeitig ein Hurrikan der Kategorie 4 Texas traf. Der letzte vergleichbare Sturm habe Jahrzehnte zurückgelegen.

Für Biltz wird die Kombination dieser Ereignisse deshalb immer bemerkenswerter:

Eine außergewöhnliche Sonnenfinsternis.

Ein schwerer Hurrikan.

Und beides innerhalb weniger Tage.

Hinzu komme, dass dies nach dem biblischen Kalender auf den 1. Elul fiel – den Beginn der vierzigtägigen Bußzeit, die bis Jom Kippur führt. Je mehr dieser Zusammenhänge zusammenkämen, desto unwahrscheinlicher erscheine ihm ihre gleichzeitige Häufung. Besonders interessant findet er schließlich den Bezug zu Lukas 21,25. Dort ist von Zeichen an Sonne, Mond und Sternen sowie vom Brausen des Meeres und der Wellen die Rede. Nach seiner Auffassung verbindet dieser Vers sowohl die Sonnenfinsternis als auch den Hurrikan in einem einzigen biblischen Bild. Für ihn verstärkt dies den Eindruck, dass solche Ereignisse nicht bedeutungslos sind, sondern als Hinweise verstanden werden sollten.

Mark Biltz setzt seinen Vortrag mit einem weiteren Zusammenhang fort, den er für bemerkenswert hält. Er verweist auf die Resolution 242 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, die nach dem Sechstagekrieg im November 1967 verabschiedet wurde. Diese Resolution befasst sich mit dem Prinzip „Land gegen Frieden“ und spielt bis heute eine wichtige Rolle im Nahostkonflikt. Biltz erinnert daran, dass Washington D.C. das politische Zentrum der Vereinigten Staaten ist. Er weist darauf hin, dass die maximale Verdunkelung der Großen Amerikanischen Sonnenfinsternis dort um 2:42 Uhr nachmittags eintrat. Für ihn ist es bemerkenswert, dass diese Uhrzeit mit der Nummer der UN-Resolution 242 übereinstimmt. Er räumt nicht ausdrücklich ein, dass dies ein Zufall sein könnte, sondern bezeichnet es als einen weiteren interessanten Zusammenhang, der ihm aufgefallen sei.

Anschließend richtet er den Blick auf das Jahr 2017 insgesamt.

Seiner Erinnerung nach war dieses Jahr von außergewöhnlich vielen Naturkatastrophen geprägt. Zeitungen hätten von einem „Jahr der Katastrophen“ gesprochen. Hurrikane, Erdbeben, Waldbrände und politische Spannungen hätten sich in kurzer Zeit gehäuft. Er erwähnt unter anderem Nordkorea, die Schießerei in Las Vegas sowie zahlreiche Naturereignisse und stellt die Frage, was als Nächstes kommen werde. Außerdem verweist er auf Berichte, wonach die Zahl der Anträge auf staatliche Katastrophenhilfe in den USA sprunghaft angestiegen sei. Die Schäden hätten den Staat viele Milliarden Dollar gekostet. Selbst zusätzliche Mitarbeiter der Bundesbehörden seien eingesetzt worden, um die große Zahl der Hilfsanträge bearbeiten zu können.

Danach schlägt Biltz den Bogen zu Lukas 17,26.

Dort sagt Jesus:

„Wie es in den Tagen Noahs war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein.“

Zunächst fragt er seine Zuhörer, woran sie beim Namen Noah spontan denken. Die meisten würden wahrscheinlich an die Sintflut denken. Daraufhin erinnert Biltz an die vielen Überschwemmungen, die sich im Jahr 2017 weltweit ereigneten.

Er nennt unter anderem:

  • die schweren Überschwemmungen in China,
  • die Flutkatastrophe in Sierra Leone,
  • Hurrikan Harvey,
  • die Überschwemmungen in Indien,
  • Hurrikan Irma,
  • die Flutkatastrophen in Bangladesch,
  • Hurrikan Maria,
  • Taifune in Vietnam
  • und zahlreiche weitere Hochwasser weltweit.

Für ihn fällt auf, dass viele dieser Ereignisse zeitlich in engem Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis des Jahres 2017 standen. Ebenso erinnert er an mehrere schwere Erdbeben, unter anderem in Mexiko und im Iran. Hinzu kamen die verheerenden Waldbrände im Nordwesten der Vereinigten Staaten sowie in Nordkalifornien. Zeitungen hätten damals sogar geschrieben, es scheine, als sei die Natur „verrückt geworden“. Doch Biltz macht deutlich, dass für ihn nicht die Überschwemmungen das eigentliche Kennzeichen der Tage Noahs sind. Er erinnert daran, dass Gott nach der Sintflut versprochen habe, die Erde nie wieder durch Wasser zu vernichten.

Darum fragt er:

Warum zerstörte Gott die Welt zur Zeit Noahs überhaupt?

Er schlägt Genesis 6,11–13 auf. Dort heißt es:

„Die Erde war voller Gewalttat.“

Nach seiner Auffassung liegt hier der eigentliche Schwerpunkt. Nicht die Flut sei das Entscheidende gewesen. Die Flut sei lediglich das Gericht gewesen. Der eigentliche Grund sei gewesen, dass die Erde von Gewalt erfüllt war. Um diesen Gedanken zu verdeutlichen, nennt Biltz verschiedene Beispiele aus der Gegenwart. Er spricht über die hohe Zahl der Tötungsdelikte in Chicago. Er erwähnt Statistiken über sexuelle Gewalt in den Vereinigten Staaten. Er verweist auf Berichte über Lehrer, die wegen zunehmender Gewalt an Schulen ihren Beruf aufgegeben hätten. Außerdem zitiert er eine Untersuchung, nach der das 20. Jahrhundert zu den gewalttätigsten Jahrhunderten der Menschheitsgeschichte gehörte und beinahe zweihundert Millionen Menschen infolge von Kriegen und Konflikten ums Leben kamen.

Ebenso verweist er auf Statistiken häuslicher Gewalt. Jeden Tag gingen Tausende Notrufe bei entsprechenden Hilfseinrichtungen ein. Jede Minute würden zahlreiche Menschen körperlich misshandelt. Für Biltz zeigt all dies, dass unsere Zeit der Welt Noahs immer ähnlicher werde.

Deshalb erinnert er an Lukas 21,28:

„Wenn diese Dinge anfangen zu geschehen, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“

Für ihn bedeutet dies, dass Christen nicht nur auf die Ereignisse der Erde achten, sondern ebenso die Zeichen am Himmel beobachten sollten. Damit kommt er schließlich zu Matthäus 24, dem großen Endzeitkapitel. Nach seiner Meinung machen viele Christen jedoch einen entscheidenden Fehler. Sie lesen dieses Kapitel mit einer westlichen oder griechischen Denkweise. Stattdessen müsse man es mit den Augen eines Juden des ersten Jahrhunderts lesen. Er bittet seine Zuhörer deshalb, ihren „griechischen Hut abzusetzen und den jüdischen Hut aufzusetzen“.

Wenn Jesus damals von „Kriegen und Kriegsgerüchten“ sprach, stellt sich für Biltz die Frage: Welche Kriege kamen seinen jüdischen Zuhörern wohl zuerst in den Sinn? Sie konnten unmöglich an den Ersten oder Zweiten Weltkrieg denken. Auch die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. lag zu diesem Zeitpunkt noch in der Zukunft. Nach seiner Auffassung dachten sie vielmehr an zwei prägende Ereignisse ihrer Geschichte. Zum einen an die Zerstörung des ersten Tempels durch die Babylonier, die mit dem 9. Aw verbunden ist. Zum anderen an den Aufstand der Makkabäer gegen Antiochus IV. Epiphanes, aus dem später das Chanukkafest hervorging. Diese beiden historischen Erinnerungen seien der eigentliche Hintergrund von Matthäus 24.

Biltz erklärt deshalb:

Wer Matthäus 24 wirklich verstehen wolle, müsse Chanukka verstehen. Ohne die Geschichte des Makkabäeraufstandes gingen viele Zusammenhänge verloren. Anschließend schlägt er den Bogen zur Neuzeit. Der Erste Weltkrieg begann am 1. August 1914. Nach dem jüdischen Kalender entsprach dieses Datum dem 9. Aw.

Für Biltz ist das ein bemerkenswerter Zusammenhang. Ebenso weist er darauf hin, dass die Vereinigten Staaten am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg eintraten. In jenem Jahr fiel dieses Datum auf Passah. Noch ein weiteres Ereignis hebt er hervor. Im Dezember 1917 zog General Edmund Allenby in Jerusalem ein. Dieses Ereignis fiel nach dem jüdischen Kalender in die Zeit von Chanukka. Für Biltz bilden diese Daten ein prophetisches Muster. Wenn Jesus in Matthäus 24 von Kriegen und Kriegsgerüchten spricht, dann seien der 9. Aw und Hanukka nach seiner Auffassung die historischen Bezugspunkte. Die Ereignisse des Ersten Weltkriegs stünden deshalb in einem bemerkenswerten Zusammenhang mit den Worten Jesu. Zum Abschluss verweist er auf das Gleichnis vom Feigenbaum. In der jüdischen Auslegung steht der Feigenbaum für Israel.

Jesus sagt:

„Wenn sein Zweig weich wird und Blätter treibt, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.“

Nach Biltz bedeutet dies:

Wenn Israel wieder auflebt und sich die von Jesus beschriebenen Zeichen häufen, sollen die Gläubigen erkennen, dass seine Wiederkunft nahe ist.

Der Vortrag endet mit den Worten Jesu:

„Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.“

Biltz lässt diesen Satz bewusst stehen und beendet den Vortrag, ohne ihn weiter auszulegen. (Soweit die Zusammenfassung, des sehr lehrreichen Videos, welches vor 2 Jahren hochgeladen wurde. Ich hoffe wirklich ihr seid nicht ignorant, denn genau am 14. August 2026 (zufällig mein Jahrestag meiner Berufung zum Wächter, auf dem Weltlichen Kalender / damals der 9. AV)  wird am 1. Elul die erste Posaune geblasen, der Tag, der eine Zeit der Buße einleitet. Wie ihr wisst, wird die letzte Posaune an Yom Teruah geblasen. 


1. Korinther 15,52 plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

Paulus hat deutlich gesagt, es ist das Posaunenfest. Wir haben noch 64 Tage, ab dem heutigen 9. Juli 2026, um herauszufinden, ob dieses Jahr an Yom Teruah die Entrückung ist. Ganz deutlich erwähne ich es nochmal, ich hoffe in diesem Fall, sollte Yom Teruah kommen und wieder gehen, Jeschua holt uns an Chanukka, ansonsten blicken wir auf Yom Teruah 2027... am allerwenigstens möchte ich bis 2029 warten, bis zum Schabbatjahr. Ich möchte diesen extremen Angriffen gerne entfliehen. 

Ein weiteres Video, welches vor 2 Jahren online kam: The Timing of Jesus' Return Has Been Revealed… / Der Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu wurde enthüllt…

Hier ist die vollständige Übersetzung: 

Sid Roth:
Hallo, hier ist Sid Roth. Willkommen in meiner Welt, in der das Übernatürliche ganz natürlich ist.

Mein heutiger Gast ist Mark Biltz. Er hat Einsichten und Offenbarungen erhalten, wie sie nur wenige Menschen bekommen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten vor 2.000 Jahren in Jerusalem gelebt. Dort würde das beeindruckendste Schauspiel überhaupt aufgeführt werden – das beste Stück der Welt. Noch bevor es offiziell beginnt, hätten Sie die Möglichkeit, an der Generalprobe teilzunehmen. Das Thema dieses Stücks wäre das Kommen des Messias. Während dieser Generalprobe würden Sie jedes einzelne Detail seines Kommens auf die Erde sehen.

Hätten Sie diese Generalprobe erlebt, wären Sie wahrscheinlich nicht unter den Menschen gewesen, die den Messias verpasst haben.

Mein Gast Mark Biltz sagt, dass Gott in die Bibel eine Generalprobe für das erste Kommen des Messias eingebaut hat. Doch ebenso gibt es auch eine Generalprobe für seine Wiederkunft.

Mark, du hast mir erzählt, dass es im Buch Levitikus einen Abschnitt gibt, der von diesen Generalproben spricht. Weißt du, vielleicht gäbe es viel weniger Verwirrung zwischen Islam, Judentum und Christentum, wenn wir diese Generalprobe verstehen würden, die uns etwas über die Wiederkunft des Messias zeigt.

Mark Biltz:
Ganz genau, Sid.

Ich muss dabei immer an eine Hochzeit denken. Vor jeder Hochzeit gibt es eine Generalprobe, und jeder möchte dabei sein.

In Levitikus Kapitel 23 heißt es: „Dies sind die Feste des Herrn.“ Gott sagt: „Dies sind heilige Versammlungen. Dies sind meine Feste.“

Ich finde es bemerkenswert, dass Gott nicht sagt: „Das sind die jüdischen Feste“ oder „die Feste Israels“, sondern ausdrücklich: „die Feste des Herrn“.

Sid Roth:
Was mich besonders fasziniert, ist die eigentliche Bedeutung der hebräischen Wörter für „Feste“ und „heilige Versammlung“. Erklär uns das bitte.

Mark Biltz:
Gerne.

Wenn wir das Wort „Fest“ hören, denken wir sofort an Essen oder ein großes Festmahl. Doch das hebräische Wort lautet Moed. Es bedeutet wörtlich „festgesetzter Termin“, „Verabredung“ oder „göttlicher Termin“.

Und das Wort, das mit „heilige Versammlung“ übersetzt wird, lautet Miqra. Es bedeutet zwar eine Zusammenkunft oder Versammlung, trägt aber auch die Bedeutung einer Generalprobe in sich. Das bedeutet, dass alle Feste des Herrn prophetische Generalproben waren. Sie stellten im Voraus dar, was etwa 1.500 Jahre später geschehen würde. Die Frühlingsfeste kündigten prophetisch das erste Kommen des Messias an, während die Herbstfeste auf seine Wiederkunft hinweisen.

Sid Roth:
Und das Erstaunliche ist, wie präzise sich die Frühlingsfeste beim ersten Kommen des Messias erfüllt haben. Im Hebräischen heißt es sogar, dass dies die „festgesetzten Termine“ Gottes sind – Zeiten, zu denen Gott sagt: „Dann werde ich erscheinen.“ Erzähl uns einige Beispiele dafür, wie sich diese Feste beim ersten Kommen des Messias erfüllt haben. Ich habe sie immer „jüdische Feste“ genannt. Tatsächlich sind es aber Gottes eigene Feste. Welche Zeichen findest du besonders bemerkenswert?

Mark Biltz:
Eines der faszinierendsten Dinge ist Folgendes: Jeden Tag gab es im Tempel das Morgen- und das Abendopfer – ungefähr um neun Uhr morgens und um drei Uhr nachmittags. Um neun Uhr morgens wurde das Passahlamm dargebracht. Im Markus-Evangelium lesen wir, dass Jeschua – Jesus – genau zur dritten Stunde des Tages ans Kreuz genagelt wurde. Genau in dem Moment also, in dem der Hohepriester das Passahlamm als Teil dieser prophetischen Generalprobe an den Altar band, wurde auch Jeschua an das Kreuz gebunden.

Und um drei Uhr nachmittags, genau zu dem Zeitpunkt, an dem der Hohepriester das Passahlamm schlachtete, starb der Messias. Noch erstaunlicher ist, dass Gott sogar die Lieder festgelegt hatte, die während des Todes seines Sohnes gesungen wurden. Während des Passahfestes wurde traditionell der sogenannte Hallel gesungen – die Psalmen 113 bis 118. Stellen Sie sich das vor: Ganz Jerusalem war voller Menschen. Historiker wie Josephus berichten von etwa zweieinhalb Millionen Juden, die sich damals in der Stadt aufhielten. Überall auf den Hügeln, in den Tälern und bis hin zum Ölberg hörte man die Menschen gemeinsam Psalm 118 singen.

Darin heißt es: „Bindet das Opfer mit Stricken fest bis an die Hörner des Altars.“

Während diese Worte überall erklangen, wurde Jesus an das Kreuz gebunden.

Sid Roth:
Und noch etwas fällt dabei auf: Während des Passahfestes wird Psalm 118 gelesen. Dort heißt es: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.“ Kannst du dir vorstellen, all das schon im Voraus zu wissen?

Mark Biltz:
Ja. Nach dem letzten Abendmahl heißt es, dass Jesus und seine Jünger gemeinsam ein Loblied sangen, bevor sie zum Ölberg gingen. Wir wissen sogar, welches Lied das war. Es war Psalm 118. Das bedeutet, dass Jesus unmittelbar vor seinem Verrat und seiner Verwerfung genau die Worte sang: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.“ Welch eine erstaunliche prophetische Erfüllung.

Sid Roth:
Sind die Herbstfeste im Hinblick auf die Wiederkunft des Messias genauso präzise wie die Frühlingsfeste es für sein erstes Kommen waren?

Mark Biltz:
Davon bin ich überzeugt. Wir glauben doch alle, dass Gott gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Wenn Gott die Frühlingsfeste bis auf den genauen Tag beim ersten Kommen des Messias erfüllt hat, dann wird er auch die Herbstfeste zum vorgesehenen Zeitpunkt bei seiner Wiederkunft erfüllen. Damit möchte ich allerdings keine Termine vorhersagen.

Sid Roth:
Mich beschäftigt eine andere Frage. Wie konnte etwas, das ursprünglich so zutiefst jüdisch und biblisch war, schließlich zu etwas werden, das sich vom Judentum geradezu abgrenzte? Wie konnte das geschehen?

Mark Biltz:
Ich glaube, dass viele Kirchenväter vor etwa 2.000 Jahren nichts mehr mit dem Judentum oder dem jüdischen Volk zu tun haben wollten. Sie verstanden nicht, dass die Gläubigen aus den Nationen in den Ölbaum eingepfropft wurden, sondern verhielten sich so, als seien sie ein völlig neuer und getrennter Baum. Dabei wollte Gott die Menschen aus den Nationen gerade deshalb einpfropfen, damit sie an der Wurzel und am Reichtum des Ölbaums Anteil bekommen.

Sid Roth:
Warum ist das deiner Meinung nach passiert? Ich glaube, dahinter steckt ein satanischer Plan.

Mark Biltz:
Ja, das denke ich ebenfalls.

Sid Roth:
Ein Plan, um Menschen davon abzuhalten, die Generalprobe für die Wiederkunft des Messias zu verstehen.

Mark Biltz:
Genau. Während des Pfingstfestes wird traditionell das Buch Ruth gelesen. Es erzählt die Geschichte einer Frau aus den Völkern, die in das jüdische Volk aufgenommen wurde. Sie kehrte nach Jerusalem zurück, arbeitete während der Ernte und wurde schließlich eine Vorfahrin des Messias. Interessant ist auch die Bedeutung ihres Namens. „Ruth“ bedeutet im Hebräischen „Freundin“. Sie schloss Freundschaft mit Israel. Der Name „Orpa“ hingegen bedeutet sinngemäß „jemandem den Rücken zukehren“. Orpa kehrte um und ging zurück zu ihrem alten Leben und ihren Göttern. Ich sehe darin ein Bild für vieles, was in den letzten Tagen in Teilen der Gemeinde aus den Nationen geschieht. Satan möchte nicht, dass die Menschen die göttlichen Termine Gottes verstehen. Im Buch Daniel heißt es, dass der Antichrist Zeiten und Gesetz verändern wird. Er möchte verhindern, dass Gottes Volk weiß, wann Gott handelt, damit die Menschen seine göttlichen Verabredungen verpassen.

Sid Roth:
Diese göttlichen Verabredungen sind zwar keine Verpflichtung. Aber meine Mutter hat keinen Dummkopf großgezogen. Wer würde nicht an einer Verabredung teilnehmen wollen, bei der Gott selbst verspricht, anwesend zu sein? Ich möchte nach der Pause genauer erfahren, was die Bibel über diese göttlichen Termine und die Wiederkunft des Messias sagt. Bleiben Sie dran – wir sind gleich wieder zurück.

Sprecher:
Nach der Pause geht es weiter mit „It's Supernatural“.

Sid Roth:
Willkommen zurück. Ich bin wieder mit Mark Biltz hier. Wir haben etwas Erstaunliches entdeckt. Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Generalprobe für das erste Kommen des Messias besuchen können. Die biblischen Feste sind so präzise, dass sogar der genaue Zeitpunkt des Todes des Messias darin vorgezeichnet war. Mark, du hast erzählt, dass damals etwa zweieinhalb Millionen Menschen zum Passahfest nach Jerusalem kamen. Und ungefähr 250.000 Lämmer wurden geopfert?

Mark Biltz:
Ja. Wenn jedes Lamm nur ungefähr einen Liter Blut gehabt hätte, sprechen wir von zehntausenden Litern Blut. Die Priester hätten unmöglich in all diesem Blut stehen können. Deshalb wurde das Blut am Fuß des Altars ausgegossen. Unter dem Tempelberg befand sich ein ausgeklügeltes Kanalsystem. Da der Tempel nach Osten ausgerichtet war, floss das Blut den Hang hinunter in das Hinnomtal.

Dort gab es riesige Wasserreservoirs mit Tausenden Litern Wasser. Wenn diese geöffnet wurden, entstand ein gewaltiger Strom aus Wasser und Blut. So floss ein regelrechter Fluss aus Blut und Wasser an der rechten Seite des Tempelbergs hinab in das Tal.

Sid Roth:
Ist das nicht erstaunlich? Genau in dem Moment, als Jesus am Kreuz hing und Blut und Wasser aus seiner Seite flossen, geschah im Tempel etwas ganz Ähnliches.

Mark Biltz:
Ja, genau das beeindruckt mich. Während der Vater symbolisch im Allerheiligsten gegenwärtig war und der Sohn am Kreuz starb, floss gleichzeitig aus der rechten Seite des Tempelbergs ein Strom aus Blut und Wasser in das Tal hinab. Zur selben Zeit flossen Blut und Wasser aus der Seite Jesu. Diese Parallelen sind unglaublich präzise.

Sid Roth:
Zufall? Auch der Messias befindet sich auf der rechten Seite. Jedes einzelne Detail scheint genau zu passen.

Mark Biltz:
Ja. Es gibt noch eine weitere bemerkenswerte Parallele aus dem Judentum. Als Jakob glaubte, sein Sohn Josef sei gestorben, zerriss er sein Gewand von oben bis unten. Diese Handlung drückte tiefste Trauer und ein gebrochenes Herz aus. Im Judentum nennt man das Keriah. Wenn wir das auf den Tempel beziehen, erkennen wir ein starkes Bild:Das Blut und Wasser flossen von der rechten Seite, und gleichzeitig zerriss der Vorhang des Tempels von oben bis unten.

Der Vorhang kann als Gewand Gottes verstanden werden. Sein Zerreißen symbolisiert den Schmerz des Vaters über den Tod seines Sohnes.

Sid Roth:
Du hast diese Zusammenhänge ausführlich in deinen DVDs und im Begleitmaterial erklärt. Welche Rückmeldungen bekommst du von den Menschen?

Mark Biltz:
Die Resonanz ist überwältigend. Tausende Menschen aus der ganzen Welt bestellen das Material. Es erreicht Menschen aus nahezu jeder Nation.

Sid Roth:
Ich glaube, das liegt daran, dass die Zusammenhänge so einfach verständlich und gleichzeitig so tiefgründig sind. Apropos tiefgründig: Am Jom Kippur gibt es eine bemerkenswerte Überlieferung im Talmud. Dort wird beschrieben, was vierzig Jahre vor der Zerstörung des Tempels geschah. Kannst du das erklären?

Mark Biltz:
Sehr gern. Der Tempel wurde im Jahr 70 n. Chr. zerstört. Der Talmud berichtet jedoch von außergewöhnlichen Ereignissen, die bereits vierzig Jahre vorher begannen – also ungefähr im Jahr 30 n. Chr., genau zu der Zeit, als Jesus gekreuzigt wurde. Am Tempel wurde jedes Jahr ein roter, scharlachfarbener Faden befestigt.

Am Versöhnungstag wurde außerdem dem sogenannten Sündenbock ein rotes Band um eines seiner Hörner gebunden. Der Bock wurde anschließend in die Wüste geführt und über eine Felsklippe gestoßen. Wenn Gott die Sünden des Volkes vergeben hatte, geschah nach der jüdischen Überlieferung etwas Außergewöhnliches: Der scharlachrote Faden am Tempel färbte sich auf wundersame Weise weiß.

Das galt als Zeichen dafür, dass die Sünden vergeben waren. Doch der Talmud berichtet, dass dieses Wunder ab etwa dem Jahr 30 n. Chr. plötzlich nicht mehr geschah. Der Faden blieb rot. Es gab noch weitere ungewöhnliche Zeichen. Im Heiligtum brannte die Menora. Die mittlere Lampe – die sogenannte westliche Lampe – durfte nach den Anweisungen in Levitikus niemals erlöschen.

Doch der Talmud berichtet, dass genau diese Lampe plötzlich immer wieder ausging und sich nicht dauerhaft brennen ließ. Außerdem gab es die gewaltigen Tempeltore. Sie waren über zwanzig Meter hoch und mehrere Meter breit. Normalerweise benötigte man viele Männer und längere Zeit, um sie zu öffnen. Doch plötzlich begannen sich diese Tore von selbst zu öffnen. Auch dieses Ereignis wird im Talmud erwähnt.

Sid Roth:
Das wirft doch eine entscheidende Frage auf. Wenn all diese übernatürlichen Zeichen vierzig Jahre vor der Tempelzerstörung begannen und uns genau in das Jahr 30 n. Chr. führen – was geschah in diesem Jahr? Was haben die Menschen damals übersehen, sodass Gott durch all diese Zeichen auf etwas aufmerksam machen wollte?

Mark Biltz:
Für mich weisen all diese Hinweise auf Jeschua, den Messias. Die Zeichen deuten auf ihn hin. Schon in 1. Mose 1,14 sagte Gott, dass Sonne und Mond als Zeichen dienen sollten.

Sid Roth:
Genau darüber möchte ich gleich mit dir sprechen. Nach der Pause sehen wir uns außergewöhnliche Zeichen am Himmel an, die auf bedeutende Ereignisse hinweisen sollen. Außerdem werden wir darüber sprechen, wie die Herbstfeste prophetisch auf die Wiederkunft des Messias hindeuten – so wie die Frühlingsfeste auf sein erstes Kommen verwiesen haben.

Sid Roth:
Willkommen zurück. Ich bin wieder mit Mark Biltz hier. Mark, du hast mir gestern Abend von einer Offenbarung erzählt, die dich völlig überrascht hat. Erzähl uns davon.

Mark Biltz:
Gerne. Letzte Nacht hatte ich einen Traum. Als ich aufwachte, hatte ich plötzlich eine Erkenntnis darüber, was im Laufe der Zeit mit dem Wort Gottes geschehen ist. Ich musste an eine getrocknete Pflaume denken. Eine Frucht, der das gesamte Wasser entzogen wurde. Genau so behandeln viele Menschen die Tora oder das Wort Gottes. Sie haben ihm gewissermaßen das lebendige Wasser entzogen. Doch das Wort Gottes muss wieder lebendig werden. Jeschua ist das lebendige Wasser – der Strom des Lebens. Ich glaube, viele Menschen haben dieses lebendige Wasser aus Gottes Wort herausgenommen. Deshalb müssen wir es wieder „bewässern“, damit es seine ganze Kraft entfalten kann.

Sid Roth:
Und wenn das geschieht, entdeckt man erstaunliche Dinge. Apropos Geist Gottes und lebendiges Wasser: Der Messias sagte, dass es außergewöhnliche Zeichen am Himmel geben würde. Du hast dazu etwas Bemerkenswertes entdeckt.

Mark Biltz:
Ja. Jesus sagte, dass Zeichen am Himmel erscheinen würden. Die Sonne würde sich verfinstern und der Mond würde blutrot werden. Dasselbe lesen wir auch beim Propheten Joel. Ich fragte mich deshalb, ob damit vielleicht Sonnen- und Mondfinsternisse gemeint sein könnten. Also ging ich auf die Internetseite der NASA. Gott handelt äußerst präzise und nach festen Ordnungen. Seit der Erschaffung von Sonne, Mond und Sternen lassen sich ihre Bewegungen mathematisch berechnen. Deshalb kann man Finsternisse Tausende Jahre zurück und ebenso weit in die Zukunft berechnen.

In 1. Mose 1,14 sagt Gott, dass Sonne und Mond als Zeichen geschaffen wurden. Das hebräische Wort dafür lautet „Ot“ und bedeutet „Zeichen“ oder „Signal“. Mit anderen Worten: Sonne und Mond dienen dazu, göttliche Hinweise zu geben. Im gleichen Vers heißt es außerdem, sie seien für die „Zeiten“ bestimmt. Viele denken dabei an Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Doch das hebräische Wort lautet wieder „Moed“ – also dieselbe Bezeichnung, die auch für die Feste Gottes verwendet wird.

Deshalb glaube ich, dass Gott Sonne und Mond als Zeichen im Zusammenhang mit seinen Festzeiten eingesetzt hat. Als ich die astronomischen Daten untersuchte, entdeckte ich etwas Erstaunliches. In den Jahren 2014 und 2015 gab es vier vollständige Mondfinsternisse unmittelbar hintereinander. Die NASA bezeichnet eine solche Folge als Tetrade. Zunächst betrachtete ich die Daten in unserem heutigen Kalender und erkannte nichts Besonderes. Dann kam mir der Gedanke, dieselben Daten nach dem biblischen Kalender zu prüfen.

Und plötzlich ergab alles Sinn. Die erste totale Mondfinsternis des Jahres 2014 fiel genau auf den ersten Tag des Passahfestes. Die zweite fiel auf den ersten Tag des Laubhüttenfestes.  Im Jahr 2015 wiederholte sich das Muster: Eine totale Mondfinsternis am Passahfest und eine weitere am Laubhüttenfest.

Sid Roth:
Wenn wir in die Geschichte zurückblicken – immer dann, wenn solche totalen Mondfinsternisse auf Gottes festgesetzte Zeiten fielen –, ereigneten sich bedeutende geschichtliche Entwicklungen. Stimmt das?

Mark Biltz:
Ja. Diese Tetraden kommen nur sehr selten vor. Im vergangenen Jahrhundert geschah das zweimal. Einmal 1967 und 1968, als Jerusalem im Sechstagekrieg wieder unter israelische Kontrolle kam. Auch damals fielen die Finsternisse auf Passah und das Laubhüttenfest. Das andere Mal geschah es unmittelbar nach der Staatsgründung Israels. Israel wurde 1948 gegründet. Die entsprechende Tetrade trat in den Jahren 1949 und 1950 auf.

Als ich diese Zusammenhänge erkannte, dachte ich: Das scheint in besonderer Weise mit Israel verbunden zu sein. Daraufhin untersuchte ich frühere Jahrhunderte. Im 18., 17. und 16. Jahrhundert fand ich keine vergleichbaren Ereignisse. Im 15. Jahrhundert gab es zwar einige Tetraden, doch keine fiel auf die biblischen Festtage. Dann erinnerte ich mich daran, dass 1492 die Juden aus Spanien vertrieben wurden. Unmittelbar danach – in den Jahren 1493 und 1494 – trat erneut eine solche Tetrade auf. Deshalb kam ich zu dem Schluss, dass die Jahre 2014 und 2015 möglicherweise eine besondere prophetische Bedeutung haben könnten.

Sid Roth:
Nun gut. Wir wissen natürlich nicht, was geschehen wird. Aber wenn wir einmal vorsichtig spekulieren – was könnte deiner Meinung nach passieren?

Mark Biltz:
Ich möchte keine Vorhersagen machen. Ich glaube lediglich, dass diese Zeichen darauf hindeuten, dass während der in der Bibel beschriebenen siebenjährigen Drangsalszeit bedeutende Ereignisse stattfinden werden. Ob am Anfang, in der Mitte oder am Ende – das weiß ich nicht. Aber ich glaube, Gott gibt seinem Volk damit ein Signal, dass diese Zeit von besonderer Bedeutung ist.

Mark Biltz:
Es gibt noch etwas Interessantes. Nachdem ich die Mondfinsternisse untersucht hatte, fragte ich mich: Was ist mit den Sonnenfinsternissen? Schließlich sagte Jesus ebenfalls, dass sich die Sonne verfinstern werde. Also verglich ich erneut die astronomischen Daten der NASA mit dem biblischen Kalender. Dabei stellte ich fest, dass auf den ersten Tag des biblischen Monats Nisan – also den Beginn des religiösen Jahres – eine totale Sonnenfinsternis fiel.

Genau an diesem Tag hatte Mose nach dem Auszug aus Ägypten die Stiftshütte errichtet. Nur zwei Wochen später, am Passahfest, ereignete sich eine totale Mondfinsternis. Später folgte eine weitere Sonnenfinsternis am Fest der Posaunen, gefolgt von einer weiteren totalen Mondfinsternis am Laubhüttenfest im Jahr 2015. Diese Abfolge fand ich bemerkenswert.

Sid Roth:
Auf welchem Fest, glaubst du, wird der Messias zurückkehren?

Mark Biltz:
Viele Menschen verstehen unter der Wiederkunft unterschiedliche Dinge. Ich persönlich glaube, dass seine Füße – wie es in Sacharja Kapitel 14 beschrieben wird – auf dem Ölberg stehen werden. Dort heißt es, dass sich der Ölberg spalten wird. Im selben Kapitel wird außerdem dreimal erwähnt, dass alle Völker nach Jerusalem kommen werden, um das Laubhüttenfest zu feiern. Dieses Fest weist darauf hin, dass der Messias unter den Menschen wohnen und seine tausendjährige Friedensherrschaft aufrichten wird.

Ich glaube daher, dass seine Füße am Versöhnungstag, Jom Kippur, den Ölberg berühren werden. Fünf Tage später beginnt das Laubhüttenfest, und damit würde nach meinem Verständnis seine tausendjährige Herrschaft beginnen.

Sid Roth:
Etwas hat mich immer beschäftigt. Die erste Gemeinde bestand vollständig aus Juden. Sie hielten die Feste Gottes ein. Dann kam eine lange Zeit, in der diese Feste in der Kirche kaum noch beachtet wurden. Und dennoch sagt Sacharja, dass sie im messianischen Friedensreich wieder gefeiert werden. Auch Jesaja spricht vom Sabbat.

All diese göttlichen Ordnungen werden also wieder ihren Platz bekommen. Natürlich wissen wir, dass unsere Beziehung zu Gott nicht davon abhängt, ob wir diese Feste feiern. Unsere Erlösung, die Vergebung unserer Sünden und unsere Gerechtigkeit beruhen allein auf Gottes Gnade. Darum geht es überhaupt nicht. Aber diese Feste helfen uns, Gottes Zeiten und sein Handeln in der Geschichte besser zu verstehen.

Mark Biltz:
Da stimme ich vollkommen zu. Eines Tages werden wir mit Abraham, Isaak und Jakob am großen Festmahl sitzen. Wie du bereits gesagt hast: Es geht dabei nicht um die Erlösung. Aber denken wir einmal an das Hochzeitsmahl des Lammes. Wer möchte nicht daran teilnehmen? Wenn man an einer Hochzeit teilnehmen möchte, ist es doch sinnvoll, zuvor bei der Generalprobe gewesen zu sein, um zu verstehen, was geschieht.

Sid Roth:
Apropos Generalprobe: Wusstest du, dass man schon heute eine Art Generalprobe für den Himmel erleben kann? Man kann den Himmel bereits hier auf der Erde erfahren. Man kann das Reich Gottes und seine Herrschaft schon jetzt erleben. Du musst dich nicht einfach mit allem zufriedengeben, was das Leben an Schwierigkeiten bereithält. Du kannst Gott persönlich begegnen. Ich spreche nicht von Religion. Ich spreche auch nicht von religiösen Begriffen wie „wiedergeboren“ oder „gerettet“, die viele Menschen eher abschrecken.

Ich spreche von etwas viel Persönlicherem. Von einer echten, persönlichen Beziehung zu Gott. Ganz gleich, welcher Religion du angehörst – kennst du Gott wirklich persönlich? Ich meine nicht nur, an ihn zu glauben oder etwas über ihn zu wissen. Ich spreche von einer lebendigen Gemeinschaft mit ihm. Davon, seine Stimme zu hören.

Seinen Frieden zu erfahren. Und die Bestimmung zu leben, die Gott für dein Leben vorgesehen hat. Es gibt nur einen Weg, Gott wirklich kennenzulernen. Das Passahlamm wurde geopfert. Sein Name ist Jeschua – auf Hebräisch. Auf Deutsch nennen wir ihn Jesus. Sein vergossenes Blut hat die Macht, alle Sünden wegzunehmen. Vielleicht hältst du dich für einen guten Menschen. Doch im Vergleich zu Gottes vollkommener Heiligkeit reicht unsere eigene Gerechtigkeit nicht aus. Deshalb brauchen wir seine Vergebung.

Wir brauchen das Blut Jesu, das unsere Schuld reinigt. Wenn du das glaubst, kannst du jetzt beten: „Ich glaube, dass das Blut Jesu meine Sünden abgewaschen hat.Ich glaube, dass ich durch ihn rein geworden bin. Jesus, komm in mein Leben. Ich mache dich zu meinem Herrn und meinem Retter.

Amen.“

  Schalom

Ulrike Veronika Barthel 

Ps. Danke an alle treuen Geschwister, die uns im Gebet begleiten.