Wie würdest Du reagieren?

Diese Frage stelle mir Jeschua, als ich auf meinem Sessel saß, strickte und mir die Bibel anhörte.

Wie würdest Du reagieren?

Ihr kennt dies zu genüge, wir können eine Bibelstelle X mal lesen, aber plötzlich wird sie lebendig vor uns und wir hören den Heiligen Geist reden. Ich hörte diese Bibelstelle aus Matthäus 15 über die kananäische Frau

→ Mk 7,24-30

21 Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegend von Tyrus und Zidon zurück. 22 Und siehe, eine kananäische Frau kam aus jener Gegend, rief ihn an und sprach: Erbarme dich über mich, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen! 23 Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Da traten seine Jünger herzu, baten ihn und sprachen: Fertige sie ab, denn sie schreit uns nach!

24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 25 Da kam sie, fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! 26 Er aber antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft. 27 Sie aber sprach: Ja, Herr; und doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen!

28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an..………

Ich hatte über die Worte Jeschuas, die ER in dieser Bibelstelle zu der kananäischen Frau sagte, plötzlich gemischte Gefühle in mir. Vieles ging mir durch meinem Kopf, ich dachte, diese Worte waren aber nicht gerade nett vom Herrn Jeschua….. In diese Gedanken hinein kam diese Frage von Ihm: „Wie würdest Du reagieren?“

Wenn wir eine Frage ehrlich beantworten wollen, dann muss die Antwort sofort, wie aus der Pistole geschossen kommen! Habt Ihr es schon einmal versucht, eine Begebenheit nachzuempfinden und Euch an Stelle der anderen Person in der Geschichte zusehen? Lasst uns an die Stelle der kananäischen Frau stellen, stellen wir uns vor, wir stehen vor Jeschua und ER sagt diese Worte zu uns: „Es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft.“

Hier ist meine ehrlich Antwort: „Ich wäre traurig und beleidigt gewesen. Ob ich gegangen wäre, dies kann ich nicht von mir sagen, aber traurig und beleidigt, dies wäre ich ganz sicher gewesen.“

Jeschua kennt mein Herz, ER durchforscht alle Herzen, warum soll ich Seine Frage nicht ehrlich beantworten, ER kennt die Antwort doch sowieso.

Plötzlich wurde mir bewusst, wie sehr sich diese Frau vor Jeschua und allen Leuten die mit IHM waren, erniedrigt und gedemütigt hatte. Im Vers 27 antwortet sie: „…. Ja, Herr; und doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen!“

Wieder wurde mir bewusst, wie weit ich noch von der Demut entfernt bin, die Jeschua von mir erwartet. Als ich mit Jeschua am 12th Februar 2009 im Universum war, da konnte ich ich einen kurzen Eindruck gewinnen, wie unser König ist!

Der König der Könige, ER ist demütiger als es ein Mensch jemals sein wird, aber ER ist auch Allmächtig, voller Autorität, Liebevoll, Zärtlich und ER ist Behutsam!!!

Wir Staubkörner, wir die wir sagen Christen zu sein, wir sind Hochmütig, Stolz, haben zu viel Unvergebenheit in unserem Herzen und bekommen es nicht einmal gebacken auch den Bruder, oder die Schwester zu lieben, die ganz anderes denkt und tickt als wir. Wir beleidigen, greifen andere an, zerreißen sie und vieles mehr, wir verhalten uns oftmals schlimmer als Personen, die Jesus nicht kennen.

Matthäus 5,44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen………..

Wenn wir sogar unsere Feinde lieben sollen, wie viel mehr unsere Glaubensgeschwister! Leider behandeln einige Christen ihre Glaubensgeschwister wie Feinde, nur weil sie eine andere Sichtweise im Glauben haben. Jakobus 3,10 aus ein und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Das soll nicht so sein, meine Brüder!

Diese Eigenschaften sind ein MUSS für jedes Gotteskind: „Den HERRN Jeschua lieben mit ganzen Herzen, Demut, Gottesfurcht und Nächstenliebe!“ Wer diese Eigenschaften hat, der läuft nicht so schnell in eine Falle, die Satan ihm stellt, aber mit diesen Eigenschaften zerreißt man auch keinen anderen Menschen.

 

Meine Traumvision über die Demut!

In diesem Traum war ich mit meinem Sohn in einem riesengroßen Stadium, dort befanden alle unterschiedlichsten Gruppen. Im Stadium waren alte Leute, junge Leute, Familien mit ihren Kindern aller Altersgruppen, dort waren nur Christen.

Wir warteten auf eine ganz wichtige Persönlichkeit, die sich etwas verspätet hatte. Plötzlich war es soweit, es ging ein raunen durch die Plätze, da wir alle sehr aufgeregt waren.

Dieser Mann hatte einen Leinen Anzug an, es war eine Kordelbund-Hose und ein Hemd dazu, darüber trug dieser Mann einen grünen Anorak, dessen Kapuze hatte er tief ins Gesicht gezogen. Die Jacke symbolisiert die Demut!

Dieser Mann setzte sich auf den Boden und senkte demütig den Kopf, wir warteten auf ein Wort von IHM, denn aus diesem Grund waren wir in dieses Stadium gekommen.

Es war kurze Zeit später, dieser Mann stand wieder auf, ohne bis zu diesem Zeitpunkt nur eine Silbe gesagt zuhaben. Als er stand, da zog er sich die Jacke aus, zum Vorschein kam eine leuchtende weiße Gestalt, anmutig und hoheitsvoll.

Nachdem er die Jacke (Mantel der Demut) auszog, zog er sich auch sein Hemd aus (unter dem Hemd trug er ein leuchtendes T.Shirt)….. mit diesen beide Kleidungsstücken kam er, ohne ein Wort zu sagen zum Publikum.

Wir waren alle ganz aufgeregt, denn keiner von uns wusste vorher, dass das passieren würde. Wir wussten alle sofort, irgend eine Person bekommt diese Kleidung geschenkt.

Wir dachte alle, die Jacke bekommt eine wichtige Person aus dem Publikum, aber nichts der gleichen passierte, denn die Jacke bekam ein kleiner einjähriger Junge geschenkt.

Ich wurde immer aufgeregter, denn dieser blonde Mann kam auf einmal zu mir und meinem Sohn. Er reichte dieses kostbare weiße Hemd in unsere Richtung, ich persönlich dachte sofort, dieses Hemd ist ein Geschenk für meinen Sohn. Mein Sohn streckte seine Hand danach aus, ich hielt mich kein Stück für würdig auch nur daran zu denken, dieses Hemd könnte für mich sein.

Jedoch lag ich da falsch, denn mein Sohn musste seine Hand wieder beschämt zurück ziehen, als dieser Mann das Hemd mir reichte. Nachdem ich dieses Hemd in Empfang nehmen wollte, da nahm dieser Mann meine Hand in seine Hand, ER schaute mir tief in meine müden Augen und streichelte fürsorglich mit seiner anderen Hand meine Hand.

Dieser Mann hatte wunderschönes blondes Haar, strahlende blaue Augen und gütige Gesichtszüge, ich fühlte mich einfach nur wohl in seiner Gegenwart.

Sprüche 22,4 Der Lohn der Demut und der Furcht des Herrn ist Reichtum, Ehre und Leben.

Mit diesem Traum will ich mich nicht erheben, oder sonst irgendwie Stolz vermitteln, ich erzähle nur was ich gezeigt bekam. Sprüche 16,18 Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall.

Es ist für mich nicht einfach den Anfeindungen gelassen entgegen zutreten, denn nur wer ausharrt, nur der wird gerettet werden.

Wir ALLE kennen dieses Gleichnis nur zu gut, dass Gleichnisses vom Sämann!

Lukas 8 Vers 4 Als nun eine große Menge zusammenkam und sie aus den Städten zu ihm zogen, sprach er in einem Gleichnis: 5 Der Sämann ging aus, um seinen Samen zu säen. Und als er säte, fiel etliches an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf. 6 Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufwuchs, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen, die mit ihm aufwuchsen, erstickten es. 8 Und anderes fiel auf das gute Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht. Und als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann, sie ist im Lukasevangelium am besten erklärt:

11 Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. 12 Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden. 13 Die aber auf dem Felsen sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen; aber sie haben keine Wurzel; sie glauben nur eine Zeitlang, und zur Zeit der Versuchung fallen sie ab.

14 Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. 15 Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaftem Ausharren…………

Die Frucht, die uns angerechnet wird, dies sind keine guten Taten, es ist nur unser standhaftes ausharren in unseren Prüfungen. Oft genug habe ich auf die Früchte des Geistes hingewiesen: Galater 5,22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Wir müssen unser Verhalten nur prüfen: „Spiegelt unser Verhalten diese Früchte wieder?“ Wer diese Früchte besitzt und an Jeschua als den Messias glaubt, der besitzt Gottesfurcht, Demut und Nächstenliebe!

Kolosser 3,12 So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut;

Wenn wir uns demütigen, uns bereitwillig beschneiden lassen, dann werden wir immer mehr in das Bild Jeschuas verwandelt werden.

Sprüche 3,34 Wenn er auch spottet über die Spötter, so gibt er doch den Demütigen Gnade.

Also demütigen wir uns doch heute, bevor wir morgen vom Schöpfer gedemütigt und gerichtet werden. Ich schrieb diese Worte schon einmal: „Christen sollten einander lieben und nicht einander bekämpfen! Wir sind keine Feinde, sondern Geschwister. Als Kinder Gottes haben wir einen gemeinsamen Feind, dies ist der Teufel, den wir gemeinsam im Glauben bekämpfen sollten. Wer aber seine Glaubensgeschwister bekämpft, der ist ein Werkzeug des Teufels!“

Schalom,

Ulrike Barthel