Prophezeiungen zum Dritten Weltkrieg

 

Vorwort!

Eigentlich wollte ich einen kurzen Film vom Schloss Hohenlimburg online stellen, den ich extra auf dem Schloss machte. Irgendwie ging alles schief, die Öffnungszeiten und die Bewegungsfreiheiten für die Besucher auf dem Schloss, wurden drastisch reduziert. Nachdem ich eine Stunde geduldig gewartet hatte, 7 Euro für 1 Stunde Führung bezahlte, nur damit ich diesen kurzen Film und eine Erklärung bezüglich der Entrückung machen konnte, war der Himmel voll mit Gewitterwolken.

Ich war keine halbe Stunde da, als ich fluchtartig das Schloss verlassen hatte. Vom Schloss bis zu mir sind es keine 5 Minuten mit dem Auto, und als ich zuhause ankam fing es auch schon kräftig an zu gewittern.

Vormittags war ich am Aussichtspunkt, der nur 3 Straßen von mir entfernt ist, von dort hat man einen super Ausblick zum Schloss und ins Tal nach Hohenlimburg. Danach bin ich in den Wald und hatte von dort auch noch einen kurzen Film gemacht, der Grund für alle drei Filme war der vor uns liegende Dritte Weltkrieg.

Jeschua gab mir in den Jahren diese Schwerpunkte in meinen Prophetischen Träumen und Visionen, wovon ich auf die letzten 25 Jahren blickend, nicht viele bekommen hatte. Was ich allerdings bekam ging sehr tief, es deutete auf einen schlimmen unvorstellbaren Krieg hin, auf die Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit vieler Christen, auf die geistige Schläfrigkeit vieler Christen, die Entrückung aus unterschiedlichen Blickwinkel, wie auch der praktizierende Götzendienst vieler Christen.

Besonders der Wald und seine stille Idylle macht mich sehr nachdenklich, weil mit einem Schlag die stille Idylle und der Frieden vorbei sein wird.

Dies sollte Thema in den kurzen Filmaufnahmen sein, obwohl kein Film die 10 Minuten überschritten hatte, auf dem Schloss waren es sogar nur etwas über 2 Minuten,  trotzdem war die Datei zu groß um sie per Mail zu verschicken, damit ich sie auf den PC speichern kann, um sie anschließen auf meiner Webseite einzubinden.

Abends erinnerte ich mich an eine Webseite, die unzählige Prophezeiungen von Sehern der letzten paar hundert Jahre online hat. Ich entschloss mich einige Auszüge der Weissagungen zu übernehmen, beim lesen kamen mir die Gedanken: „Wie schrecklich muss dieser Krieg wohl werden, wenn man bedenkt wie schwer es die Leute damals hatten. Wir sind mit dem langen Frieden, der Technik, unser Gesundheitswesen, dem großen Wohlstand und und und…. so verwöhnt.“

Nun, daher machten mich die Worte derer so nachdenklich, die vor vielen hundert Jahren von dieser Zeit berichtet hatten, die unmittelbar vor uns liegt. Es ist so traurig, wie so viele Christen sich verhalten, ihr Stolz und ihre Selbstgerechtigkeit macht sie Blind für die Wahrheit, sie erkennen einfach nicht auf welchem Weg sie sich befinden, auf dem Weg zur Verdammnis. Dies ist der alleinige Grund, warum ich meine neue Webseite nennen sollte, wie ich sie nannte: „road-of-humbleness.“ Straße der Demut!

Diese Rubrik werde ich erweitern, denn ich habe erst einen kleinen Teil lesen und übernehmen können. Ich wünsche euch allen viel Weisheit,

Ulrike Veronika Barthel

Ps. Einiges muss man von diesen Weissagungen verwerfen, daher poste ich auch nur einen Ausschnitt. Das Lesen nimmt viel Zeit in Anspruch.

Bei den meisten dieser Prophezeiungen habe ich große Bedenken, weil die Quelle nicht die ist, von der ein Christ trinken sollte, daher lehne sie persönlich ab.

 

 

 

Diese Weissagungen hatte ich vor vielen Jahren schon einmal online, heute will ich einige Ausschnitte davon posten. Link zur Webseite

 

Sepp Wudy, der Bauernknecht (um 1900)

Das sind die Überlieferungen eines Bauern, bei dem Sepp Wudy der Knecht arbeitete. Dieser Sepp Wudy hatte das zweite Gesicht und er erzählte dem Bauern einiges über die Zukunft. Und so steht es im Kalender des Bauern:

Wie der Sepp hat einrücken müssen, hat er gesagt, er kommt nicht wieder, weil er in Eis und Schnee sterben muß. Er fiel im Ersten Weltkrieg in den Dolomiten. Das ist nicht der letzte Krieg hat er gesagt, denn dann wird bald wieder einer sein, und dann erst kommt der letzte. Einer wird schrecklicher als der andere. Wenn du es erleben tätest, könntest deinen Vetter in Wien von deiner Stube aus sprechen, und wenn du ihn schnell brauchtest, könnte er in einer Stunde da sein. Der Böhmerwald wird einmal versengt werden wie ein Strohschübel. Rennt nicht davon, wenn die grauen Vögel fliegen, woanders wird es noch schlechter sein.

Es geht dem Ende zu, und das hat schon angefangen. Es wird dann wieder sein wie vor hundert Jahren. So wird es die Leute zurückwerfen, und so werden sie für ihren Übermut bestraft. Du hast das Essen vor dir und darfst es nicht essen, weil es dein Tod ist, und hast das Wasser im Grandl und darfst es nicht trinken, weil es auch dein Tod ist. Aus dem Osser (Berg an der bayrisch-böhmischen Grenze) kommt noch eine Quelle, da kannst du trinken. Die Luft frißt sich in die Haut wie Gift. Leg alles an, was du an Gewand hast, und laß nicht das Nasenspitzl herausschauen. Setz dich in ein Loch und wart, bis alles vorbei ist, lang dauert’s nicht, oder such die eine Höhle am Berg. Wenn dir die Haare ausfallen, hat es dich erwischt. Nimm ein Kronwittbirl in den Mund, das hilft, und sauf keine Milch, acht Wochen lang.

Es wird schlimm, und die Nachgeborenen müssen erst wieder schreiben und lesen lernen. Der Anlaß wird sein, daß die Leute den Teufel nimmer erkennen, weil er schön gekleidet ist und ihnen alles verspricht. Wenn kein Uhmanndl mehr schreit und die Hasen zum Hause kommen und umfallen, dann geh weg vom Wasser und mähe kein Gras. Dann gibt es keine Grenze mehr gegen Bayern, aber wo du dann bist, kann ich nicht sagen. Aber was sag ich? Dich geht es ja nichts mehr an, aber sag es deinen Kindern und Kindskindern.

Die haben damit zu tun und erleben am End die ganze Geschichte. Ich verstehe auch die Leut nicht, daß sie gar kein Herein (Genügsamkeit) haben, und sie werden alleweil schlimmer und gottloser, so daß es kommen muß, und, wie gesagt, es wird wieder sein wie vor hundert Jahren. Mit dem Glauben geht es bergab, und alles wird verdreht. Kennt sich niemand mehr aus. Die Oberen glauben schon gar nichts mehr, die kleinen Leut werden irre gemacht. In der Kirche spielen sie Tanzmusik, und der Pfarrer singt mit. Dann tanzen sie auch noch, aber draußen wird ein Himmelszeichen stehen, das den Anfang vom großen Unheil ankündigt.

Es steht gegen Norden ein Schein, wie ihn noch niemand gesehen hat, und dann wird ringsum das Feuer aufgehen. Geh nach Bayern, dort hält die Muttergottes ihren Mantel über die Leut, aber auch dort wird alles drunter und drüber gehen. Es wird alles kommen, wie es der Stormberger gesagt hat, aber er hat nicht alles gesagt, oder sie haben ihn nicht verstanden. Denn es kommt viel schlimmer. Bauer sag es deinen Kindern, sie sollen dem Berg zu rennen, wenn es kracht. Sehen tät ich noch mehr, aber ich kann es nicht begreifen und nicht sagen. Ich bin nur ein Knecht und ich weiß nicht, ob es ein guter oder ein böser Geist ist, der mir diese Sachen vormacht. Aber ich weiß, daß es einmal wahr werden wird.

 

Katharina aus dem Ötztal (1883–1951)

Es kommt noch einmal Krieg. Ein 3. Weltkrieg. Anfangen tut es langsam. Zuerst werden die jungen Buben mit komischen Autos abgeholt. Sie singen und jauchzen noch zum Tal hinaus. Aber dann kommt eine harte Zeit. Daheim und für die Feldarbeit sind nur ältere Menschen und Weiberleut verfügbar. Die Not wird groß und größer, und man sagt zueinander: »Es kann nicht mehr gehen, es geht nimmer«, und es geht doch noch weiter. Es geht viel länger abwärts, als die Leute zuerst meinten.

Dann plötzlich bricht’s. Die Leute sind auf dem Feld, es ist Spätsommer, das Korn schon reif, da kommen sie, ganze Horden schiacher Leute, und überfallen alles. Sie bringen um, was sie erwischen — es ist furchtbar. Die Haustüren werden eingeschlagen und alles kaputt gemacht. Sie morden und rauben, und sogar Einheimische aus dem Dorf laufen mit jenen und plündern genauso.

Kinder, ihr müßt auf den Berg fliehen. Dort müßt ihr auch etwas zu Essen verstecken und etwas zum Schlafen herrichten. Auf den Berg gehen diese plündernden Horden nicht hinauf. Springt ja nicht ins Dorf. Es geht auch hauptsächlich um den Glauben. Es gibt nur zwei Parteien: Für den Herrgott und gegen den Herrgott! Die Verfolger der Kirche haben eine Zeitlang eine große Macht. Aber diese kurze Zeit dürft ihr im Glauben nicht umfallen. Bleibt mir um Gottes Willen katholisch.

 

Ihr müßt stark bleiben, auch wenn es euch das Leben kostet, denn die Gottlosen werden zum Schluß vom Herrgott furchtbar gestraft. Die Glocken wollen sie noch von den Türmen holen, um sie einzuschmelzen, aber sie kommen nicht mehr dazu, es geht zu schnell. Ich sehe irgendwo eine Kirche, gesteckt voller betender Leute, plötzlich kommen diese schiachn Leute in roten Fetzen und sperren die Kirchentüren zu, und bringen die in der Kirche alle um. Es kommt eine schreckliche Zeit: Ich sehe Weiberleut‘ alle in schwarz und am Friedhof Haufen an Haufen.

Alte Männer werden am Kirchplatz von einem alten Pfarrer mit dem Allerheiligsten gesegnet, und sie gehen zu Fuß zum Tal hinaus und kämpfen draußen, gar nicht weit weg, nur mit Messern und einfachen Waffen, Mann gegen Mann. Sie haben nur Socken an, statt Schuhe, so groß ist die Not. Vom hinteren Ötztal werden Verwundete auf Leiterwagen herausgebracht.

 

Ein Bauer aus Krems (geb. 1939)

Der Bauer aus Krems ist auch bekannt als »Der Seher aus dem Waldviertel«. Am 17. 9. 2001 telefonierte der Tiroler Pfarrer Josef Stocker mit dem Seher wegen des New Yorker Attentats vom 11. 9. 2001. Der Bauer aus Krems sagte: »Der jetzige Terrorakt ist der prophezeite noch nicht gewesen, die totale Zerstörung von New York als Terrorakt komme erst noch mit zwei kleinen Atomsprengsätzen.« Daneben sieht er auch ganz schwere Kämpfe in Ägypten auf uns zukommen.

Er sieht vor Beginn des 3. Weltkrieges einen begrenzten Konflikt auf dem Balkan und die Zerstörung New Yorks. Es ist frühsommerliches Wetter: »Die Überschwemmungen im Mittelmeergebiet werden durch A-Waffenzündungen in großer Höhe über der Adria von Norden beginnend, hervorgerufen.

Die Erschütterungen sind bei uns deutlich spürbar. New York wird unerwartet bereits zu dieser Kriegszeit durch kleine Sprengsätze, die sehr nieder explodieren, zerstört.

Es entsteht der Eindruck, als würden die Häuser von einem heftigen Sturm weggeblasen. Im Explosionsherd sah ich nichts Feuerartiges. Es dürfte etwa um die Mittagszeit (Ortszeit) sein. Wenn man aber bedenkt, daß es im Frühsommer sehr zeitig hell wird, könnte das auch in den Morgenstunden sein. Ich sah alle Einzelheiten klar und außergewöhnlich deutlich. Bei uns (in Österreich) gibt es zu der Zeit noch keinen Krieg. Wie die Meldung von der Zerstörung erstmals im Rundfunk durchgegeben wurde, wollte ich gerade eine Kleinigkeit essen. Den Reden nach zu schließen, müßte es ein Bravourstück eher psychopathischer Gegner sein.«

»Bei der Zerstörung New Yorks sah ich hingegen Einzelheiten, die man mit dem Auge niemals wahrnehmen könnte. Es war auch die Lauffolge um ein Vielfaches langsamer. Ich sah diese Stadt in allen Einzelheiten. Da fiel ein dunkler Gegenstand auf einer sich stets krümmenden Bahn von oben herab. Gebannt starrte ich diesen Körper an, bis er barst. Zuerst waren es Fetzen, dann lösten sich auch diese auf. In diesem Moment begriff ich immer noch nicht, was geschehen war. Der erste Sprengkörper explodierte einige Häuser weiter hinter einem größeren, mit der Breitseite am Meer stehenden Haus, die anderen vom Meer aus gesehen, etwas südlicher dahinter. Die Häuser fielen nicht um oder in sich zusammen, sondern sie wurden meist als ganze, sich nur wenig neigend, vom Explosionsherd weggeschoben. Sie zerrieben sich dabei förmlich von unten her. Von vorne hatte es den Anschein, als würden sie näherkommend im Erdboden versinken.«

Wolfgang Johannes Bekh schrieb über die Prophezeiung des Waldviertlers: »Nicht minder plastisch beschrieb er mir die Zerstörung New Yorks. Er ergriff den Wachsmodell einer Marzipanform, die auf meinem Ulmer Schrank stand, und demonstrierte, als sei dieser hochformatige Körper ein Wolkenkratzer, wie die Gebäude Manhattens gleichsam von unten her zerrieben und immer kleiner werden, bis sie in sich zusammenfallen, und das Gebiet, auf dem sich die berühmte Stadtsilhouette erhob, wieder ebene Erde sei.«

 

Die Sterne fallen vom Himmel!

Was der Kremser Bauer noch sah: »Die Sterne fallen wie die Blätter, das bezieht sich auf ein Ereignis, dessen Ursache ich nicht genau kenne, das sich aber nach eigenen Erleben so beschreiben läßt: Ich stand bei schönem Wetter in unserem Ort mit mehreren Leuten, die ich zum Teil erkannte. Wir schauten etwas erwartend gegen den Himmel. Da schien sich die Sonne zu verdunkeln. Alle glaubten, sie sähen die Sterne. Dabei handelte es sich in Wirklichkeit um eine Art Glut — wie Millionen weißglühende, herabfallende Leuchtkugeln — die, sich über gelblich, dann rötlich färbend, im Osten beginnend, zu Boden fiel.

Wo sie auftrat, verbrannte fast alles Brennbares. In der Reihenfolge: Getreide, der Wald, Gras und viele Häuser. Wir löschten, was wir konnten. Nachher schaute ich mich um: ich sah, soweit ich blicken konnte, nur Rauch aufsteigen. Bereits vor der Endschlacht wird es bei uns wegen der stets wechselnden Front kaum ein Haus geben. Diese findet am Beginn hauptsächlich zwischen den kommunistischen Verbänden und China, vorwiegend mit beweglichen Panzern, in und um die CSSR statt.«

Wolfgang Johannes Bekh, der den Bauern aus Krems im August 1979 nach intensiven Briefwechsel in seiner Heimat besuchte, schreibt: »Er zeigte mit ausgestreckten Armen auf die fernen Konturen der böhmischen Wälder und erzählte von 3. Weltkrieg. Er erläuterte noch einmal seine Einzelgesichte, konnte sich aber, wie er betonte, für die Reihenfolge, in der sie eintreten, nicht verbürgen. Er sah mehrere örtlich begrenzte Einzelkriege und kriegerische Einzelhandlungen, zum Beispiel in Jugoslawien und Bulgarien oder die schon erwähnte Zerstörung New Yorks.

Er sah einen Bürgerkrieg in Italien und in der Bundesrepublik, östlich vom Rhein. Auf dem Höhepunkt der italienischen Wirren marschiere der Russe durch Kärnten nach Italien. Der Amerikaner mische sich, wider Erwarten, nicht ein. Der totale Krieg, mit amerikanischer Beteiligung, findet erst in Saudi-Arabien statt, wo die Amerikaner in die Ölgebiete einfielen; jedoch zögen sie den kürzeren. Der Russe siege. Polen stehe gegen die Russen auf, werde Verbündeter des Westens. Der Russe sickere in gelegentlichen Blitzaktionen in die Bundesrepublik ein. Eine Einzelversion schilderte er mir sodann. Er sah Panzer mit flachen Kuppeln. Und er sah Kettenfahrzeuge, auf denen Mittelstreckenraketen montiert waren. Sie wurden südwestlich seiner Heimat stationiert, gegen Zwettl und Großgerungs hin.

Erst wenn China eingreife, erzählte der Bauer sodann ferner, weite sich der Krieg auf die Bundesrepublik aus, insbesondere auf Bayern. China komme mit Panzern in den Westen. Der Chinese helfe dem Westen. Doch sei man darüber hierzulande nicht eben erfreut. Dieser letzte Abschnitt des fürchterlichen Krieges dauere nur wenige Tage.«

An anderer Stelle sagte er über den späteren deutschen Kaiser: »Dieser Mann, den die Deutschen am Ende des Krieges zu ihrem Kaiser machen, hat als Schulbub noch Hitlers Reden gehört.«

 

Der Seher Franz Kugelbeer (1922)

Über Nacht kommt die Revolution der Kommunisten verbunden mit den Nationalsozialisten, der Sturm über Klöster und Geistliche. Die Menschen wollen es zuerst nicht glauben, so überraschend trifft es ein. Viele werden eingekerkert und hingerichtet. Alles flieht in die Berge, der Pfänder ist ganz voll von Menschen. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt der Umsturz von Rußland her, zuerst nach Deutschland, darauf nach Frankreich, Italien und England. Allerorts ist Aufruhr und Zerstörung. Es ist an einem Ort eine lange, breite, von Soldaten umsäumte Straße, darin jung und alt, Frauen, Kinder und Greise. Am Straßenrand steht eine Köpfmaschine, die der Oberhenker durch einen Druckknopf in Betrieb setzt, zu beiden Seiten von je zwei Henkern unterstützt. All diese Menschen werden enthauptet. Es fließt soviel Blut, daß die Köpfmaschine zwei- bis dreimal versetzt werden muß.

Finsternis von drei Tagen und Nächten. Beginn mit einem furchtbaren Donnerschlag mit Erdbeben. Kein Feuer brennt. Man kann weder essen noch schlafen, sondern nur beten. Blitze dringen in die Häuser, gräßliche Flüche von Teufeln sind zu hören. Erdbeben, Donner, Meeresrauschen. Wer neugierig zum Fenster hinausschaut, wird vom Tode getroffen. Man verehre das kostbare Blut Jesu und rufe Maria an. Die Teufel holen die Gottlosen bei lebendigem Leibe.

Vergebens flehen diese um Verlängerung ihres Lebens. Es herrscht die Pest, große schwarze Flecken am Arm sieht man. Schwefeldämpfe erfüllen alles, als wenn die ganze Hölle los wäre. Ein Kreuz erscheint am Himmel. Das ist das Ende der Finsternis. Die Erde ist ein Leichenfeld wie eine Wüste. Die Menschen kommen ganz erschrocken aus den Häusern. Die Leichen werden auf Wägen gesammelt und in Massengräbern beerdigt. Es fahren weder Eisenbahnen noch Schiffe, noch Autos in der ersten Zeit. Die Fabriken liegen still, das rasende Tempo früherer Zeit hat aufgehört.

 

Der Seher von Vorarlberg (1923)

Der Benediktinerpater Ellerhorst schrieb nieder, was 1923 ein Bauer aus der Bregenzer Gegend in seinen Visionen gesehen hatte. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Seher um Franz Kugelbeer (siehe obige Prophezeiung), denn Ort, Zeit und Aussagen stimmen fast genau überein.

1. Christus weicht vor der andrängenden menschlichen Bosheit zurück und überläßt die Menschen sich selbst und dem Fürsten der Finsternis.

2. Allgemeine Verderbnis und große Hungersnot. Man wird selbst Baumrinde mahlen, um daraus Mehl zu gewinnen; auch das Gras auf den Wiesen wird als Nahrung verwendet werden.

3. Politische Revolten, in deren Verlauf viele eingesperrt und hingerichtet werden. Flucht auf die Berge und Massenandrang bei den Pfandleihern.

4. Das Unheil wird ganz plötzlich aus Rußland kommen. Zuerst wird es Deutschland treffen, dann Frankreich, Italien und England. Überall Tumulte und Zerstörung.

5. Der Seher sieht eine breite, lange Straße. Zu beiden Seiten stehen Soldaten; am Straßenrand Männer, Frauen, alte Leute und Kinder, und eine Guillotine mit zwei Scharfrichtern; das Blut der Geköpften fließt in Strömen.

6. Die Rheingebiete werden durch Flugzeuge und eindringende Heere zerstört.

7. Paris wird in Brand gesteckt und vernichtet; Marseille wird in einen Abgrund, der sich um die Stadt herum gebildet hat, versinken und wird von einer Sturmflut zugedeckt werden.

8. Massenmord in Rom, Haufen von Leichen. Der Papst flieht mit zwei Kardinälen in einem alten Wagen bis Genua (an anderer Stelle heißt es: bis Grenoble), dann in die Schweiz. Dann kommt er nach Köln, wo er im Dom einen neuen Kaiser weiht, dem Haupt und Hände gesalbt werden. Er empfängt mit einem langen Schwert den Ritterschlag, dann die alte Reichskrone, den weißen Umhang mit der goldenen Lilie, das Zepter und den Reichsapfel. Er tauscht das Zepter gegen ein Kreuz aus und schwört der Kirche Treue und verspricht ihr seinen Schutz.

9. Drei Tage und drei Nächte lang Dunkelheit. Sie beginnt mit einem fürchterlichen Donner oder Erdbeben. Es wird kein Feuer brennen. Man wird weder essen noch schlafen können, nur beten. Nur geweihte Kerzen werden brennen. Blitze werden in die Häuser eindringen. Erdbeben und Meeresbeben. Die einen werden Jesus und Maria anrufen, die anderen werden fluchen. Schwefeldämpfe und Gestank erfüllen die Luft.

10. Ein Kreuz erscheint am Himmel wie am Anfang des Gesichts. Das bedeutet das Ende der Dunkelheit. Die Erde liegt verlassen da wie ein riesiger Friedhof. Verschreckt kommen Menschen aus den Häusern. Die Toten werden zusammengelesen und in Massengräbern beigesetzt. Auf den Straßen ist es still, und in Fabriken arbeitet keine Maschine, weil niemand da ist.

11. Die Überlebenden sind heilige Menschen. Die Erde verwandelt sich in ein Paradies. Der Seher hört lautes Beten — in deutscher Sprache.

12. Die Güter werden unter die Überlebenden verteilt. Man begibt sich in die am stärksten entvölkerten Gebiete. Die Leute kommen von den Bergen herunter, um in den Ebenen zu leben, wo die Arbeit nicht so schwer ist. Die Engel stehen den Menschen mit Rat und Tat bei.

(Hier könnte die Wiederkunft von Jeschua gemeint sein, um das 1000 jährige Friedensreich einzuleiten.)

 

 

Katharina Leistnerin, die »Geißenkäthe« (19. Jahrhundert)

Dieses umherziehende Bettelweib lebte im Schwarzwald und starb 1831 in Gutach. Sie war mit dem zweiten Gesicht begabt. Wie bei vielen anderen Prophezeiungen auch, ist bei der Zeitangabe, die hier gemacht wird, Vorsicht geboten.

Dereinst wird ein eiserner Weg den Schwarzwald hinaufführen, auf dem feurige Wagen ohne Roß hin und her fahren. Es wird Wagen ohne Rösser geben, und ein großer silberner Vogel wird über die Berge fliegen, in dem ungefährdet Leute sitzen. Ein Krieg wird kommen, der die ganze Welt in Flammen setzt und der nicht eher endet, bis zu Köln Menschen im Blute waten. Dann wird das Geld wie Fetzen auf der Straße herumliegen und die Kinder werden sich um die Apfelbutzen raufen. Die allerschlimmste Zeit kommt, wenn die Frauen Schuhe tragen, unter denen man hindurchsehen kann.

Im Jahr 1940 wird ein neuer Krieg kommen, der Brand und Mord auch ins Gutachtal tragen wird. Dann wird der Bauer vom Pflug weglaufen, und die Herren, von denen Gott den Verstand genommen, erschlagen. Man soll auf die Berge flüchten, einen Laib Brot, eine Speckseite und einen Krug Kirschwasser mitnehmen, und wenn das alles aufgezehrt ist, ist auch der Krieg zu Ende. Deutschland wird aber dann größer denn je — unter einem Bauernkaiser.

 

Die Prophezeiung über die Schlacht am Birkenbaum (1701)

Aus einem Buche, welches folgendermaßen betitelt war: Abhandlung über die himmlische Erneuerung, von einem Ungenannten, der durch Gesichte erleuchtet wurde. Mit Erlaubnis des Werl’schen Offizialates, Köln 1701. Sie lautet in Übersetzung aus dem Lateinischen also:

Es wird ein fürchterlicher Krieg kommen. Auf der einen Seite werden alle Völker des Westens, auf der anderen alle des Ostens stehen. In fürchterlichen Scharen werden jene heranschreiten. Lange wird man mit unentschiedenem Glücke kämpfen, bis man endlich in die Gegend des Rheines kommt. Dort wird man kämpfen drei Tage lang, so daß das Wasser des Rheines rot gefärbt sein wird, bis es bald nachher zur Schlacht am Birkenbäumchen kommt. Da werden weiße, blaue und graue Soldaten kämpfen mit solcher Macht und Wut, daß jene Scharen vollkommen aufgerieben werden, und dann wird Ruhe und Frieden sein.

Doch jene Zeit wird eintreten, wenn allenthalben Unzufriedenheit, Mißachtung der Religion herrschen wird. Wenn niemand mehr gehorchen, niemand mehr Untertan sein will, wenn man Reiche und Arme nicht mehr unterscheiden kann, dann glaubt, daß jene Zeit nahe ist.

Nach diesen Tagen wird die traurige, unglückliche Zeit hereinbrechen, wie sie der Erlöser vorhergesagt. Die Menschen, sich fürchtend auf Erden, werden vergehen in Erwartung der Dinge, die da kommen. Der Vater wird sein gegen den Sohn, der Bruder gegen den Bruder. Treue und Glauben werden nicht mehr zu finden sein. Nachdem die einzelnen Völker sich lange gegenseitig bekriegt haben, Throne zusammengestürzt sind, Reiche umgestürzt wurden, wird der unverletzte Süden gegen den Norden die Waffen ergreifen. Dann wird sich’s nicht um Vaterland, Sprache und Glauben handeln: Vereinigen werden sie sich, um zu töten, um zu kämpfen wegen der Oberherrschaft über den Erdkreis.

Mitten in Deutschland werden sie aufeinandertreffen, Städte und Dörfer zerstören, nachdem die Einwohner gezwungen sind, sich in die Berge und Wälder zu flüchten. In den Gegenden Niederdeutschlands wird dieser schreckliche Kampf entschieden werden. Daselbst werden die Heere Lager schlagen, wie sie der Erdkreis noch nicht gesehen hat. Am Birkenwäldchen nahe bei Bodberg wird dieses schreckliche Treffen beginnen. Wehe! Wehe! Wehe! Armes Vaterland!

Drei ganze Tage werden sie kämpfen; bedeckt mit Wunden werden sie sich noch gegenseitig zerfleischen und bis an die Knöchel im Blute waten. Die bärtigen Völker des Siebengestirns werden endlich siegen, und ihre Feinde werden fliehen, am Ufer des Flusses sich wiederum setzen und mit äußerster Verzweiflung kämpfen. Dort aber wird jene Macht vernichtet, ihre Kraft gebrochen, so daß kaum einige übrigbleiben, um diese unerhörte Niederlage zu verkünden. Die Bewohner der verbündeten Orte werden klagen, aber der Herr wird sie trösten, und sie werden sagen: Das hat der Herr getan.

 

Wessel Dietrich Eilert, genannt Bauer Jasper (1764–1833)

Bauer Jasper lebte in Huckarde bei Dortmund. Ihm werden zwei Fassungen von Voraussagen zugeschrieben. Bei den Jahresangaben dürfte er sich allerdings geirrt haben.

Erste Fassung

1. Es entsteht ein Krieg durch ganz Europa, ein kleiner Fürst aus Norden wird Sieger bleiben.

2. Die Soldaten werden die Grenzen beziehen, bald darauf beruhigt wieder heimkehren. Kaum aber sind sie zu Hause, so ist der Feind in solcher Masse da, als wenn er wie Pilze aus der Erde gewachsen wäre.

3. Mit Kirschenblüten an den Tschakos kommen die Soldaten an.

4. Eine bedeutende Schlacht wird zwischen Unna und Hamm geliefert werden.

5. Die Schlacht, der Sieg, die Flucht werden so schnell aufeinanderfolgen, daß der, welcher sich nur auf kurze Zeit verstecken kann, der Gefahr entrinnt.

6. Bei Köln wird die letzte Schlacht stattfinden, wodurch der Türke einige Zeit Herrscher über uns wird.

7. Der Adelstand wird aufgehoben und die Zahl der Geistlichen so vermindert werden, daß nur alle sieben Stunden öffentlicher Gottesdienst stattfinden wird.

8. Das Haus Ickern wird von der Westseite her in Brand geschossen werden.

9. Das preußische Haus geht nimmer zugrunde, sondern wird die Kaiserkrone von Deutschland tragen.

10. Der Männer und Jünglinge werden nach dem Kriege so wenige sein, daß sieben Frauenzimmer sich um eine Mannshose schlagen.

11. Alle Konfessionen, selbst alle Religionen werden nach dem Kriege sich vereinigen, wobei die Juden ihre alte Hartnäckigkeit zeigen werden.

12. Wer 1850 in Europa noch lebt, wird nur Freude und Wonne genießen. Der Krieg, die Lasten werden andere Erdteile drücken und europäische Auswander sich daher mit Geschrei an den Ozean begeben und händeringendzum Himmel flehen: Wären wir doch wieder in unserer Heimat!

 

Zweite Fassung

Ehe die Eisenbahn ganz vollendet, wird ein heftiger Krieg ausbrechen. Ein kleiner Fürst im Norden wird Sieger bleiben. Hierauf wird ein anderer Krieg ausbrechen. Ein Religionskrieg wird es nicht werden, sondern diejenigen, so an Christus glauben, werden zu Haufen halten wider diejenigen, welche nicht an Christus glauben.

Aus Osten wird dieser Krieg losbrechen. Vor Osten habe ich Bange. Dieser Krieg wird sehr schnell ausbrechen. Abends wird man sagen: Friede, Friede, und es ist kein Friede, und morgens stehen die Feinde schon vor der Türe; doch geht’s schnell vorüber, und sicher ist, wer nur einige Tage ein gutes Versteck weiß. Auch die Flucht wird sehr schnell sein. Man werfe Karren und Rad ins Wasser, sonst nehmen die fliehenden Feinde alles Fuhrwerk mit. Vor diesem Kriege wird eine allgemeine Untreue eintreten, die Menschen werden Schlechtigkeit für Tugend und Ehre, Betrügerei für Politesse ausgeben.

In dem Jahre, wo der Krieg losbricht, wird ein so schönes Frühjahr sein, daß im April die Kühe schon im vollen Grase gehen.  (Diesen Satz lest ganz aufmerksam)

Das Korn wird man noch einscheuern können, aber nicht mehr den Hafer. Die Schlacht wird am Birkenbaume zwischen Unna, Hamm und Werl stattfinden. Die Völker der halben Welt werden dort sich gegenüberstehen. Gott wird mit schrecklichem Sturme die Feinde schrecken. Von den Russen werden da nur wenige nach Hause kommen, um ihre Niederlage zu verkünden. Im Jahre 1850 ist der Krieg beendet und 1852 alles geordnet.

Die Polen kommen anfangs unter. Sie werden aber gegen ihre Bedränger mitstreiten und endlich einen König erhalten. Frankreich wird innerlich in drei Teile zerspalten sein. Spanien wird nicht mitkriegen. Die Spanier werden aber nachkommen und die Kirchen in Besitz nehmen. Österreich wird es gut gehen, wenn es nicht zu lange wartet. Der römische Stuhl wird eine Zeitlang ledig stehen. Der Adel kommt sehr herunter, aber 1852 kommt er wieder etwas in die Höhe. Es wird eine Religion werden. Am Rhein steht eine Kirche, da bauen alle Völker dran. Von dort wird nach dem Kriege ausgehen, was die Völker glauben sollen. Alle Konfessionen werden sich vereinigen, nur die Juden werden ihre alte Hartnäckigkeit zeigen.

In dieser Gegend werden die Geistlichen so rar werden, daß man nach dem Krieg sieben Stunden weit gehen muß, um einem Gottesdienst beizuwohnen. Das Land wird sehr entvölkert sein, so daß Weiber den Acker bebauen müssen und sieben Mädchen sich um eine Hose schlagen werden.

Die Soldaten werden erst zum Kampf ziehen, dann aber mit Kirschenblüten wiederkommen. Und alsdann wird er erst recht losgehen. Deutschland bekommt einen König, und dann folgen glückliche Zeiten.

 

 

R. White (1976)…Diese Person aus England hatte am 15. Juni 1976 folgende Vision:

In diesen — europäischen — Krieg werden alle Völker Europas einbezogen werden, aber nur Deutschland und Norwegen werden besetzt sein. Der Krieg in Europa wird nicht lange dauern, denn ich sah, daß etwas anderes sich anbahnte. Ich sah, wie eine andere Armee von Rußland kam und sich gegen Süden wendete in Richtung der Berge Israels. In dieser Armee gab es viele Soldaten zu Pferd, außerdem Panzer und andere motorisierte Maschinen — eine mächtige Armee.

Gott zeigte mir, daß Rußland diese Armee für einen kurzen Zeitraum nach Israel senden wird. Und gerade in diesem Moment, wo es schien, daß die Armee bereit war, Israel einzunehmen, sah ich, daß der Himmel sich öffnete, daß eine riesenhafte Hand sich vom Himmel ausstreckte und mit einer lähmenden Kraft auf diese mächtige russische Armee fiel. Und durch einen kräftigen Schlag dieser Hand, der Hand Gottes, wurde die ganze mächtige Armee vernichtet. Gott hat mir seine Liebe zu seinem Volk Israel gezeigt. Zur gleichen Zeit sah ich die russischen Truppen, welche sich in Europa befanden, dabei, sich rasch zurückzuziehen, und ich fragte: Warum Herr? Ich sah dann in der Vision, wie die chinesische Armee mit Gewalt die russische Grenze überschritt und tief in Rußland eindrang, wo sie plünderte, tötete und vernichtete. Darum hat sich die russische Armee aus Europa zurückgezogen, um die chinesische zu bekämpfen.

Aber gleichzeitig geschah in Europa etwas anderes. Der Mangel an Nahrung verschlimmerte und die Wasserknappheit vergrößerte sich. Aus dieser Tatsache erwuchsen große Probleme für Mitteleuropa. Auf meine Frage: Warum wird das stattfinden? antwortete der Herr: »Ich strecke ihnen die Hand entgegen und bin im Begriff, diese Dinge zu gebrauchen, um das Volk zu mir zurückzuführen. Ich habe die Absicht, die Nationen wieder auf die Knie zu bringen.« Ich sah vom Himmel Flammen fallen auf ganz Europa, auf alle Staaten. Ich sah Feuer fallen auf unser Land.

 

Der Eismeerfischer Anton Johansson (1858–1929)

Er wurde in Schweden geboren. Seine Familie wanderte 1874 nach Norwegen aus. Dort lebte Anton Johansson in Lebesby, Provinz Finnmarken, als Ackerbauer und Fischer. Er half aber auch in der Gemeinde als Hilfspolizist mit und war auch einige Jahre lang Assistent der norwegischen Landvermessungskommission. Schon seit früher Jugend hatte er Visionen und eine innere Stimme hatte ihm gesagt, er sei berufen, die Menschen vor Unheil zu warnen. — Wahrscheinlich sind seine Aussagen zu »Orkanen« als Explosionen von Atombomben zu verstehen, die es zu seiner Zeit noch nicht gab.

Er sah verschiedene Katastrophen gleichzeitig voraus, auch einen verheerenden Sturm:

»Ungefähr gleichzeitig mit dem Erdbeben erlebte ich im Geiste einen furchtbaren Orkan, der über zwei Weltmeere dahinraste. Da ich den Vulkanausbruch gleichzeitig sah, bin ich nicht sicher, welche dieser Katastrophen zuerst hereinbrach. Es fiel mir schwer, eins vom anderen zu unterscheiden; ich glaube aber, daß der Orkan vorausging. Inwieweit zwischen den beiden Katastrophen ein Zusammenhang bestand, kann ich nicht sagen. Jedenfalls muß sich auch diese Katastrophe im Herbst oder Frühjahr ereignen, da nirgends Schnee lag. Ich wurde auch zum Stillen Ozean, und zwar in die Gegend des Panamakanals geführt, von wo der Orkan seinen Ausgang nahm. Die Namen dieser Gegenden wurden mir mit aller Deutlichkeit genannt, und von der Stelle aus, wo ich mich im Weltenraum befand, konnte ich ziemlich genau Charakter und Gestalt des Landes unterscheiden: gewaltige Gebirgsketten, steinige Wüsten und Inseln lösten einander ab.

Von diesen Gegenden zog der Orkan in nördlicher und nordöstlicher Richtung über den nordamerikanischen Kontinent. In den Staaten an der Küste mit ihren Millionenstädten, Plantagen, Häfen und sonstigen großen Anlagen raste der Orkan mit solch fürchterlicher Gewalt, daß weite Gebiete völlig verwüstet und dem Erdboden gleichgemacht wurden. Gebäude wurden in Mengen regelrecht umgeweht, und die Trümmer wirbelten durch die Luft. Auf den großen Plantagen wurde alles verwüstet, unübersehbare Gebiete lagen überschwemmt, und immer höhere Wogen ergossen sich über das Land.

Überall an der Küste sanken zahllose Schiffe oder wurden auf das Land geschleudert. Hafenanlagen und große Schiffswerften wurden derartig zerstört, daß — erklärte mir die Stimme — es fraglich sei, ob sie jemals wieder aufgebaut werden könnten. Ich erfuhr ferner, daß die Amerikaner außerstande seien würden, überall wieder aufzubauen, und daß demzufolge Handel und Schiffahrt in diesen Gebieten auf lange Zeit lahm liegen würden.

 

Unter den Plantagenstaaten wurde besonders Virginia erwähnt, aber ich sah, daß auch andere Staaten sehr mitgenommen waren. Kaum besser erging es den am Mexikanischen Golf und weiter im Inneren gelegenen Staaten, darunter auch Florida. Der Orkan raste über einen breiten Landgürtel von der atlantischen Küste bis zum Mississippital. In den Staaten des Mississippitals wütete der Orkan mit der gleichen Gewalt wie an der atlantischen Küste; zwischen beiden Gebieten sah ich eine unfruchtbare, steinige Gegend, die zum Teil verschont blieb.

Unter den nordamerikanischen Städten wurden folgende als besonders betroffen bezeichnet: Chicago, Minneapolis, Washington und New York; letztere war am schwersten betroffen. Davon zeugten Ruinen und eingestürzte Gebäude; der Orkan fuhr heulend durch die Straßen der Weltstadt und riesige Wolkenkratzer schwankten. Die Stimme erläuterte, daß diese Gebäude von Zerstörung bedroht seien. Alles war in Rauchwolken gehüllt, große und kleine Gegenstande wurden vom Sturm mitgerissen und wirbelten in Mengen durch die Luft. Zugleich brachen in vielen Stadtteilen gewaltige Feuersbrünste aus.

Am Hafen ergossen sich haushoche Brecher weit ins Land hinein. Große Speicher und Lagerhäuser stürzten zusammen und wurden eine Beute des Meeres. Viele Schiffe wurden aufs Land geschleudert, andere versanken im Hafen. Nicht nur in der Stadt New York, sondern auch in ihrer weiteren Umgebung loderten große Brände, der Himmel glich einem einzigen Flammenmeer. Auch in den Waldgebieten Kanadas sah ich riesige Brände.

Ich erfuhr, daß Kanada mehrfach das Opfer großer Brandkatastrophen werde; ich sah es wiederholte Male dort brennen. Aber auch die Verwüstungen durch den Orkan waren in diesem Lande gewaltig, ich sah, wie die stattlichen Wälder umgeknickt wurden. Die Gegenden um die großen Seen schienen besonders schwer heimgesucht. Unter den dort gelegenen schwer beschädigten Städten wurde besonders Quebec erwähnt, und zwar mehrmals. Von Nordamerika und Kanada setzte der Orkan seinen Weg nach Osten über den Atlantik nach Europa fort, dessen westliche und südwestliche Staaten zuerst in den Bereich des rasenden Unwetters gerieten.

Alle Nordseestaaten waren fühlbar in Mitleidenschaft gezogen, doch kein Land schien mir so schwer betroffen wie Großbritannien und dort besonders die Ostküste. Die Stimme sagte, daß dieses Unglück die Strafe für Englands Hochmut sei. Über allen Nordseestaaten lag Dämmerung. Kein Stern war zu sehen und vom Meer her wehte ein starker Wind. In den norwegischen Gebirgen war noch kein Schnee gefallen. Im Geiste wurde ich in die Nähe von Trondheim geführt. Ich stand am Strand und schaute über das Meer. Plötzlich begann der Boden zu erbeben.

Die Häuser der Stadt zitterten wie Espenlaub, und einige hohe Holzbauten an der Küste stürzten zusammen. Gleich darauf erscholl vom Meer her ein furchtbares Getöse, und eine gewaltige Sturzwelle näherte sich mit rasender Geschwindigkeit der Küste und zerschellte an den Felswänden. In den flachen Gebieten rollte die Flut weit ins Land hinein, überschwemmte große Teile vom Trondheim und richtete erhebliche Schäden an. Große Speicher und Lagerhäuser barsten auseinander und wurden ins Meer gespült. Die Überschwemmung erstreckte sich über die ganze norwegische Küste, von Südnorwegen bis hinauf in die Gegend von Bodö. Ich vernahm die Namen mehrerer dort liegender Städte.

Weiter wurde ich im Geiste zu den großen Städten an der englischen Ostküste geführt, wo die Naturgewalten den allergrößten Schaden anrichteten. Die ganze englische Ostküste stand bis weit ins Land hinein unter Wasser. Besonders gelitten hat die Stadt Hull und ihre nähere Umgebung. Schottland mußte einen besonders heftigen Anprall ausgesetzt gewesen sein, denn es schien, als seien große Teile des Landes ins Meer abgesunken. Dann gewahrte ich London. Hier schien die Katastrophe ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Hafen und Kaianlagen waren völlig zerstört, unzählige Häuser eingestürzt, das Wasser von schwimmenden Wrackteilen bedeckt. Im Hafen waren viele Schiffe gesunken, andere waren sogar weit aufs Land zwischen die Häuser geschleudert wurden. Auf dem Meer sanken die Schiffe, und zahllose Matrosen ertranken.

Danach zwängten sich die Sturzwellen durch den Kanal und zerstörten dort auf beiden Seiten Häfen und Städte. Besonders schwer betroffen wurde Rouen, aber auch andere Städte an der französischen Nordküste litten stark. Der Namen dieser Städte entsinne ich mich nicht mehr. Auch große Teile Hollands, Belgiens und der deutschen Nordseeküste wurden schrecklich heimgesucht. Zu den Städten, die besonders große Schäden aufwiesen, gehörten Antwerpen und Hamburg. Letztere bekam ich zu sehen, und es schien, sie habe nach London am schwersten gelitten. Es wurde mir auch gesagt, daß dort riesige Warenvorräte verlorengingen. Auch die dänische West- und Nordküste und die dort liegenden Städte und die ganze schwedische Westküste — insbesondere Göteborg, Hälsingborg und Malmö bekamen die Folgen der Katastrophe zu spüren.

Von den übrigen Ländern des Kontinents waren es auch diesmal besonders Belgien, Holland und die deutsche Nordseeküste, die besonders großen Verheerungen ausgesetzt waren. Wieder standen weite Strecken Landes unter Wasser. Auch in Westdeutschland herrschten Überschwemmung und Verwüstung durch den Orkan. Auch Italien wurde schwer heimgesucht, und dort ganz besonders Sizilien. Übrigens wurde Italien noch von einem anderen Unglück betroffen; welcher Art dies war, wurde mir jedoch nicht klar. Ich hörte, daß auch Österreich und besonders die Umgebung von Wien unter dem Orkan schwer leiden müßten. Nicht besser erging es Frankreich, wo der Süden, die Westküste, sowie die Küstenstriche am Kanal am schlimmsten verwüstet wurden. Als schwer betroffene Städte wurden besonders Marseille und Rouen erwähnt.

 

Spanien wurde ebenfalls sehr in Mitleidenschaft gezogen. England war dem wütenden Orkan ebenso ausgesetzt wie der nordamerikanische Kontinent. In den Häfen und längs der Küste sanken unzählige Schiffe. Besonders Southampton an der englischen Südküste, wie überhaupt die Städte zu beiden Seiten des Kanals wurden als schwer beschädigt bezeichnet. Über Frankreich, Spanien und Marokko drang der Orkan ins Mittelmeer vor. Beinahe alle Länder litten unter den Verwüstungen. Dieser Orkan raste dann über das Schwarze Meer, die Krim und Südrußland hinweg. Von dort zog der Orkan weiter nach Nordrußland, der Murmanküste und Sibirien zu. Auf dem Wege dorthin wurden der Ladoga- und der Onegasee aufs Übelste zugerichtet.«

Johansson sah auch eine Menge über den Dritten Weltkrieg voraus. In dem Buch »Hellseher schauen in die Zukunft« von Dr. Norbert Backmund heißt es, daß Persien und die Türkei von vermutlich russischen Truppen erobert werden, und ihre Ölquellen und Reichtum verlieren. Indien wird durch die Chinesen erobert. Die Engländer verlieren ihre Machtstellung in Indien für alle Zeiten. (Hier konnte sich Anton nicht mehr genau erinnern.)

»Ein ‚Bakterienkrieg‘ verursacht den Tod von etwa 25 Millionen Menschen. Der Balkan wird von den Russen erobert. Es wird ihm sehr schlecht gehen. In Italien sind große Zerstörungen, dadurch viele Obdachlose. Durch Ungarn, Österreich, Norditalien und die Schweiz wird die rote Sturmflut gegen Frankreich anrollen. Dieses wird von innen und außen erobert. Die dortigen amerikanischen Waffenlager fallen in die Hände des Ostens. Der Bolschewismus wird eine Zeitlang der Herr Frankreichs sein, und von dort aus Krieg gegen England, Spanien und Skandinavien führen.

Der Krieg wird furchtbar für die Welt und vor allem für Frankreich sein. Bisher unbekannte Krankheiten werden bei Massen von Menschen, vor allem bei der Jugend Frankreichs, Blindheit, Wahnsinn und völlige Zerstörung des menschlichen Körpers hervorrufen.

Deutschland wird von Osten her angegriffen. Es entsteht dort Bürgerkrieg, Deutsche werden gegen Deutsche kämpfen. Es wird jedoch wie Polen und andere Länder im Osten wieder frei. Finnland wird überfallen und unterdrückt. Die Russen und auf ihr Geheiß die Franzosen, fallen in Schweden und Norwegen ein. Göteborg wird von den Franzosen erobert.

Die beiden Königreiche verlieren den Krieg und müssen ihre Nordprovinzen an die Russen abtreten. England und alle Länder um die Ostsee werden von einer entsetzlichen Sturmflut zerstört, ein Teil von Schottland wird ins Meer versinken, Städte werden untergehen. Englands Währung wird sinken, es wird den größten Teil seiner Kolonien verlieren, der Ostblock wird in England eine Explosion verursachen (Revolution), deren Blutigkeit bei weitem den deutschen Bürgerkrieg übertreffen wird. Es kommt zu blutigem Krieg in Irland, zu Aufständen und Blutvergießen in Südwales. Englands Großmachtstellung wird für alle Zeiten vernichtet sein.

Den Vereinigten Staaten drohen nach 1907 fünf Kriege. Einer dieser Kriege soll durch Verwicklungen mit Kanada entstehen. Rußland wird einen Massenangriff gegen dieses Land richten, wodurch ein Großteil der amerikanischen Truppen gehindert wird, dem bedrängten Europa zu Hilfe zu eilen. Infolge neuer Waffen kommt es in USA zu fürchterlichen Orkanen und Brandkatastrophen, die größten Städte werden zerstört. Ein solcher Orkan, der alles verwüstet, zieht in nördlicher, dann nordöstlicher Richtung über die Vereinigten Staaten nach Europa, wo er vor allem die Mittelmeerstaaten verheert und sich dann im Osten verliert. Ein Viertel der gesamten Menschheit fällt diesem Krieg zum Opfer. Zuletzt brechen in den USA zwei Bürgerkriege aus, die zur Zersprengung des Landes in vier oder fünf Teile führen.«

Voraussetzungen für das Ausbrechen eines 3. Weltkrieges sind nach Johansson folgende Umstände:
Es ist Sommer in Nordschweden, es gibt neue furchtbare Waffen;
Bei Kriegsausbruch eine sozialistische Regierung in Schweden;
Englischer Krieg in Irland;
In norwegischen Gebirgen noch kein Schnee;
Orkan im Frühjahr oder Herbst.

 

Mitar Tarabich (1829–1899), serbischer Prophet

Nach dem großen Krieg (2. Weltkrieg) wird Frieden regieren überall auf der Welt. Viele neue Staaten werden erscheinen, schwarze, weiße, rote und gelbe. Es gibt einen internationalen Gerichtshof, der den Ländern nicht erlaubt, sich gegenseitig zu bekämpfen. Der Gerichtshof wird über allen Königen sein. Wo ein Krieg beginnt, wird der Gerichtshof entscheiden, wird versuchen Haß und Töten in Liebe und Frieden zu verwandeln. Die Menschen, die zu dieser Zeit leben, werden mehr als glücklich sein.

Nach einer Weile werden alle großen Könige und so gut wie alle kleinen, anfangen ihren Respekt für den Gerichtshof zu verlieren, während sie tun, was immer ihnen gefällt. Viele kleine Kriege werden beginnen, deswegen. Tausende über Tausende werden sterben, doch es wird keine großen Kriege geben.

Es gibt ein paar Kriege rund um das Königshaus Israel, aber früher oder später wird der Frieden sogar dorthin kommen. In diesen Kriegen kämpfen Brüder gegen Brüder; dann machen sie Frieden und küssen einander, aber ihr Haß ist geblieben. Alle diese Kriege sind verursacht wurden durch die großen Königshäuser, wegen ihrer Bosheit. Die, die kämpfen und sich gegenseitig töten, tun das nur wegen ihrer blinden Dummheit.

In unserem Land (Serbien) wird Frieden und Wohlstand eine lange Zeit andauern. Viele Generationen werden in Frieden geboren und sterben in Frieden, kennen Krieg nur aus weisen Büchern, vom Hörensagen und verschiedenen fremden Erscheinungen.

Unser Königshaus wird stark sein und respektiert und geachtet von jedem. Die Leute werden nur weißes Brot essen. Jeder wird herumreiten in Karren ohne Ochsen. Menschen werden in den Himmel reisen, sehen herunter auf unser Land, als ob sie die doppelten Taraberge erklettert haben.

Serbien wird, während ein Mann mit blauen Augen auf einem weißem Pferd regiert, florieren. Dieser wird nach Serbien kommen und eine Art neuer Religion bringen. Er wird unseren Thron besteigen und er wird stark und gesund sein. Er lebt ein langes Leben, wird hundert Jahre alt. Er wird sehr gerne zur Jagd gehen und einmal wird er unglücklicherweise von seinem weißen Pferd fallen und so sein Bein verlieren. An dieser Wunde wird er sterben, nicht wegen seines hohen Alters.

 

Nach ihm wird unser Land regiert durch alle Arten von Kommissionen, doch es wird nie wieder so wie es war. Selbst wenn die Leute in unserem Königreich Elend und Hunger vergessen und in großen Wohlstand leben, wird der Bruder wieder anfangen zu hassen und böses zu denken über seinen Bruder.

An unseren Grenzen wird eine neue Nation erscheinen. Sie wird wachsen wie Gras nach einer Überschwemmung, sie wird gut und ehrlich sein und sie wird auf unseren Haß mit Vernunft antworten. Man wird sich gegenseitig achten wie Brüder. Und wir denken, mit unserem Wahnsinn, wir wissen alles und könnten etwas machen gegen sie. Und wir werden sie mit einem neuen Schicksal von uns taufen, aber all das wird vergebens sein. Großen Ärger wird es geben, weil diese Nation tapfer sein wird.

Viele Sommer wird dieser Ärger anhalten und niemand wird fähig sein, ihn zu stoppen, weil diese Nation wachsen wird wie Gras. Jemand wird viele Sommer nach dir geboren [Anmerkung: er sprach mit dem Priester Zaharic], wird ehrlich und intelligent sein, er wird mit denen in Frieden handeln. Wir werden in Frieden leben — sie dort, wir hier und dort. [Anmerkung: Wenn Tarabich sagt »sie dort, wir hier und dort«, meint er die aktuelle Situation in der Krajna-Region in Kroatien. Als er sagt »sie«, meint er die Kroaten, denn die Kroaten leben nur in Kroatien, während die Serben in Serbien und Kroatien (Krajna) leben.]

Du siehst, Pater, wenn die Welt nach dem zweiten Weltkrieg anfängt in Frieden und Überfluß zu leben, wird das alles nur eine Illusion sein, weil viele Gott vergessen. Und sie werden nur ihre eigene menschliche Intelligenz anbeten. Und wie du weißt, mein Pater, was ist die menschliche Intelligenz verglichen mit Gottes Wille und Wissen? Nicht einmal ein einziger Tropfen im Ozean.

Die Menschen werden einen Kasten bauen und in ihm eine Art technische Vorrichtung mit Bildern, aber sie werden nicht fähig sein, mit bereits Toten zu kommunizieren. Mit Hilfe dieses Bilderkastens sind die Menschen fähig, alles, was passiert in der Welt, zu sehen.

Menschen werden Brunnen bohren tief im Boden und Gold ausgraben, das ihnen Licht, Geschwindigkeit und Kraft gibt, und die Erde wird Tränen vergießen vor Schmerzen, weil viel mehr Gold an der Oberfläche ist, als im Inneren. Die Erde wird leiden wegen dieser offenen Wunden. Anstatt in diesen Feldern zu arbeiten, werden die Leute überall graben, an richtigen und falschen Plätzen, aber die wahre Kraft wird um sie herum sein, nicht fähig, ihnen zu sagen »komm, nimm mich, siehst du nicht, daß ich hier bin, um dich drumherum.« Erst nach vielen Sommern werden sich die Leute an diese wahre Kraft erinnern und dann werden sie merken, wie dumm es war, all diese Löcher zu graben. Diese Kraft wird auch in den Menschen sein, aber es wird eine lange Zeit dauern, bis sie es entdecken und nutzen.

 

So werden die Menschen eine lange, lange Zeit leben, nicht fähig, sich selbst zu kennen. Da wird es viele lernende Menschen geben, die werden lernen von ihren Büchern und denken, sie wissen alles und können alles. Sie werden das große Hindernis sein für diese Verwirklichung, aber einmal bekommen sie dieses Wissen. Dann werden sie sehen, was für eine Art Wahnsinn es war, als sie ihren lernenden Menschen zuhörten. Wenn das passiert ist, werden die Leute traurig sein, weil dieses Wissen nicht eher entdeckt wurde, denn dieses Wissen ist so einfach.

Die Menschen werden viele dumme Dinge tun, denken, daß sie alles wissen und tun können und sie werden nichts wissen. Weise Menschen werden im Orient erscheinen und ihre Weisheit verbreiten über alle Meere und über alle Grenzen, aber die Leute werden ihrer Weisheit lange Zeit nicht vertrauen. Diese wirkliche Wahrheit werden sie für eine Lüge erklären.

Ihre Seelen werden nicht vom Teufel besessen sein, doch von etwas viel schlimmeren. Sie werden glauben, daß ihre Einbildung die wirkliche Wahrheit ist, obgleich sie keine Wahrheit in ihren Köpfen haben. Hier zu Hause wird es dasselbe sein wie überall auf der Welt. Menschen werden anfangen, saubere Luft und diese göttliche Frische und all die göttliche Schönheit zu hassen. Niemand wird sie zwingen das zu tun, es ist ihr eigener freier Wille.

Hier in Kremna werden viele Felder Wiesen werden, und viele Häuser werden verlassen sein. Und die, die sie verlassen haben werden zurückkommen, um sich zu heilen durch Atmen frischer Luft. In Serbien wird es nicht mehr möglich sein, einen Mann von einer Frau zu unterscheiden. Alle werden gleich angezogen sein. Die Katastrophe wird aus dem Ausland zu uns kommen und die längste Zeit bei uns bleiben. Ein Stallknecht wird eine Braut nehmen und keiner wird wissen, wer ist wer. Die Leute werden verloren sein und immer unvernünftiger Tag für Tag. Sie werden geboren und wissen nicht, wer ihr Großvater und ihr Urgroßvater ist. Die Menschen werden denken, daß sie alles wissen, aber sie wissen nichts.

Die Serben werden sich voneinander trennen und sie werden sagen: »Ich bin kein Serbe, ich bin kein Serbe.« Der Unheilige wird die Nation unterwandern und sich mit serbischen Schwestern, Müttern und Weibern betten. Er wird die schlechtesten Nachkommen zeugen unter den Serben, seit Beginn der Welt. Nur Schwächlinge werden geboren und niemand wird stark genug sein, einen wahren Helden zu gebären.

Zu einer Zeit werden wir verschwinden aus diesem unseren Land. Wir werden nach Norden gehen und dann merken, wie dumm unsere Tat war und wieder zurückkehren. Wenn wir zurückkommen, werden wir weise sein und den Unheiligen davonjagen, um ihn in Gottes Namen nie mehr wieder zu sehen.

 

Die ganze Welt wird von einer fremden Krankheit geplagt und niemand wird fähig sein ein Mittel zu finden; jeder wird sagen, »ich weiß, ich weiß« aber niemand wird irgendetwas wissen. Die Menschen werden denken und denken, aber sie finden das richtige Mittel nicht, das mit Gottes Hilfe zu finden ist, überall und in allem.

Die Menschen werden in andere Welten reisen und dort leblose Wüsten finden und, Gott vergib ihnen, sie werden denken, daß sie es besser wissen als Gott selbst. Da werden sie nichts sehen, außer dem ewigen Frieden Gottes, aber sie werden mit ihren Herzen und Seelen Gottes ganze Schönheit und Kraft fühlen. Sie werden mit ihren Schiffen zu Mond und Sternen fahren. Sie werden nach Leben Ausschau halten, aber dem unseren ähnliches Leben werden sie nicht finden. Es wird da sein, aber sie werden nicht fähig sein, es zu verstehen und nicht sehen, daß es Leben ist.

Einer, der dorthin ging, Gott vergib ihm, glaubte nicht an Gott, war aber eine ehrenvolle und anständige Person. Er wird sagen, wenn er zurückkommt: »Oh ihr Leute, die ihr Gottes Namen mit Zweifel erwähnt, geht dahin, wo ich war, dann werdet ihr Gottes Geist und Kraft sehen.« Die meisten Menschen werden wissen, die wenigsten werden lieben und sich einander achten. Der Haß wird so groß zwischen denen, daß sie mehr achten auf ihre verschiedenen technischen Dinge als auf ihre Verwandten. Der Mensch wird seinem technischen Ding mehr vertrauen als seinem ersten Nachbarn.

Unter den Menschen einer Nation im fernen Norden wird ein kleiner Mann erscheinen, der die Menschen über Liebe und Mitleid unterrichten wird, aber es gibt viele Heuchler um ihn herum und er wird viele Höhen und Tiefen haben. Nicht einer dieser Heuchler wird wissen, was wahre menschliche Anmut ist. Die Bücher dieses Mannes werden übrigbleiben und alle Worte, die er sagte; und dann werden die Leute sehen, wie sie sich selbst täuschten.

Die, die verschiedene Bücher mit Zahlen lesen und schreiben (Terminkalender), werden denken, daß sie fast alles wissen. Diese lernenden Menschen werden ihr Leben nach diesen Berechnungen führen und sie werden genau nach diesen Zahlen handeln, die dort stehen. Die Bösen werden böse Taten tun. Sie hinterlassen giftige Luft und Wasser und verbreiten Pestilenz über Seen, Flüsse und Erde, die Menschen werden plötzlich anfangen zu sterben an verschiedenen Leiden, und anstatt nach Weisheit Ausschau zu halten werden sie anfangen, nach Meditation zu suchen. Die Guten und Weisen werden sehen, daß der ganze Aufwand und diese schwere Arbeit nicht einen Pfennig wert ist und daß das die Zerstörung der Welt voranbringt.

Wenn sie anfangen zu meditieren, werden sie Gottes Weisheit näher sein, aber es wird zu spät sein, weil die Bösen schon die ganze Erde verwüstet haben und die Menschen werden anfangen in größeren Ausmaßen zu sterben. Dann werden die Leute aus den Städten fliehen aufs Land und die Berge mit den drei Kreuzen aufsuchen und dort werden sie fähig sein zu atmen und Wasser zu trinken.

Die, die entkommen, werden sich und ihre Familien retten, aber nicht für lange, weil ein großer Hunger kommen wird. Es gibt einen Überfluß an Nahrung in Städten und Dörfern, aber diese Nahrung wird vergiftet sein. Viele werden essen wegen des Hungers und werden sofort sterben. Die, die fasten bis zum Ende, werden überleben, weil der heilige Geist sie retten wird und sie werden Gott nahe sein.

Die Menschen, die diesen Krieg führen, haben ihre Wissenschaftler, die verschiedene fremde Kanonenkugeln erfinden. Wenn sie explodieren, diese Kanonenkugeln werden sie, anstatt zu töten, einen Fluch über alles Leben werfen, über Menschen, Armeen und alles Leben. Dieser Fluch wird sie schlafend machen und sie schlafen anstatt zu kämpfen, und danach finden sie ihren Verstand wieder.

Wir [Serbien] werden nicht mitkämpfen in diesem Krieg, aber andere werden sich bekämpfen über unseren Köpfen. Brennende Menschen werden vom Himmel über Pozega fallen. Nur ein Land am Ende der Welt, umgeben vom großen Wasser, größer als unser Europa, wird in Frieden leben, ohne irgendwelchen Ärger. Auf oder über ihm wird nicht eine einzige Kanonenkugel explodieren!

Die, die fliehen werden und sich in den Bergen mit den drei Kreuzen verstecken, finden Schutz und werden gerettet werden, um in Überfluß, Glück und Liebe zu leben, weil es dann keine Kriege mehr gibt.

 

Dieses Erlebnis habe ich schon lange online:

Vision eines Erdbebens in Kalifornien
von einem 17jährigen Jungen (1937)

Vision des Erdbebens in Kalifornien aus der Zeitschrift: »Weissagungen für die Zukunft«, veröffentlicht 1938, die ein 17jähriger Junge 1937 hatte. Diese Vision verursachte einen ziemlichen Aufruhr unter den Pfingstleuten zu der Zeit in ganz Amerika. — Dieser junge Mann hatte einen Unfall auf einem Pferd und war im Krankenhaus. Er hatte starke Kopfschmerzen und träumte diesen Traum in vier aufeinanderfolgenden Nächten, wobei in jeder Nacht weitere Einzelheiten offenbart wurden.

 

Die erste Nacht

Ich war im Krankenhaus mit furchtbaren Kopfschmerzen und es war, als ob sich die ganze Welt in meinem Gehirn drehte. Ich erinnerte mich an den Sturz von meinem Pferd Blackie, und wie ich da lag, formten sich Bilder in meinem Sinn, Bilder, die sich mit Blitzgeschwindigkeit bewegten und Bilder, die stillstanden — ich schien in einer anderen Welt zu sein, ob sie sich in der Zukunft befand oder in einem uralten Land, das kann ich nicht sagen — dann langsam wie Schwarzweiß-Stummfilme aber mit Farbe und Ton.

Ich schien mich in Los Angeles zu befinden, aber es war nicht zur jetzigen Zeit (1937), denn es war größer, viel größer. Busse und merkwürdig geformte Autos füllten die Straßen der Stadt. Ich dachte an den Hollywood-Boulevard, und dann befand ich mich dort auf dem Hollywood-Boulevard, ob dies wahr ist oder nicht, ich weiß es nicht. Da waren viele Männer in meinem Alter, aber sie hatten Bärte und manche von ihnen trugen Ohrringe.

Alle Mädchen trugen kurze Röcke, und sie schlenderten dahin in einer tanzähnlichen Bewegung. Ich fragte mich, ob ich mit ihnen reden könnte. Ich sagte: »Guten Tag«, aber sie hörten mich nicht noch sahen sie mich. Ich kam zu der Erkenntnis, daß ich ihnen genauso komisch vorkommen mußte, wie sie mir. Eine Zeitlang versuchte ich diesen verrückten Gang. Ich nehme an, man muß ihn erlernen. Ich konnte es nicht. Ich bemerkte, da war eine Ruhe, eine Art von Stille, als ob man Stille hören könnte. Etwas fehlte, das da sein sollte.

 

Zuerst begriff ich es nicht und dann erkannte ich, daß es keine Vögel gab. Ich horchte, ich ging auf dem Boulevard zwei Blocks weit nach Norden, vorbei an all den Häusern, aber es gab keine Vögel. Ich fragte mich, was mit ihnen passiert war, waren sie fortgegangen? Wohin? Es war so still, ich konnte die Stille hören. So etwas hatte ich noch nie erlebt, aber ich horchte, nur Stille — und dann wußte ich, daß etwas geschehen würde. Ich fragte mich, welches Jahr es war, es war zweifellos nicht 1937.

Ich sah eine Zeitung an der Ecke mit einem Bild des Präsidenten. Es war nicht Roosevelt, er war größer, gewichtiger, hatte große Ohren. Wenn es nicht 1937 war, dann fragte ich mich, welches Jahr es war. Ich schaute auf die Schlagzeile, aber ich konnte es nicht erkennen, es sah aus wie 1969. Ich war dessen nicht so sicher, denn meine Augen konnten es nicht scharf erfassen. Etwas kam, und es war die Krankenschwester, die mich aufweckte, um mein Fieber zu messen.

Ich erwachte, denkend, es war ein verrückter Traum.

 

Die zweite Nacht

In der nächsten Nacht sind meine Kopfschmerzen noch schlimmer, es ist ein Wunder, daß ich nicht auf dem Pferd getötet wurde. Ich hatte einen weiteren verrückten Traum, es war wieder in Hollywood. Ich sah jene Menschen und wunderte mich, warum sie sich so kleideten. Ich war wieder auf dem Boulevard, und diesmal wartete ich darauf, daß etwas passiert. Etwas Großes würde passieren, und ich würde dabei sein. Ich schaute auf zu der Uhr unten an dem großen Theater, und es war zehn vor vier am Nachmittag.

An der Stelle, wo alle die Filmstars ihre Handabdrücke und Namen hinterlassen, sah ich Namen, manche, die ich erkannte, aber manche, die ich überhaupt nicht kannte, nie gehört hatte. Diese verrückten Kinder, warum sind sie alle so gekleidet. Vielleicht ist es irgend eine Karnevals-Veranstaltung oder etwas Ähnliches, aber es schien nicht wie Karneval. Es war eher am Anfang des Frühlings. Da war wieder dieses Geräusch, bzw. das Fehlen des Geräusches, Stille, Stille, Stille.

Ich fragte mich: »Wissen diese Menschen nicht, daß die Vögel irgendwohin weggegangen sind?« Die Stille wird größer und größer. Ich weiß, es wird passieren, etwas wird passieren, es passiert jetzt, und wieder
weckte mich die Krankenschwester.

 

Die dritte Nacht

In der nächsten Nacht träumte ich wieder, wo ich gewesen bin, oder eher, wo ich nicht gewesen bin. Ich bin zu den Enden der Erde gewesen und zurück. Ich bin am Ende der Welt gewesen, es blieb keine Stelle übrig, nicht einmal dieses Krankenhaus. Wenn nur meine Augen ein bißchen klarer würden, damit ich all dieses aufschreiben kann. Sowieso wird mir niemand glauben. Ich gehe zurück zum letzten Moment auf dem Boulevard. Dort ging ein süßes Kind vorbei, ein Mädchen.

Sie schleppte kleine Jungen, an jeder Hand einen. Ihr Rock war ganz schön kurz und sie hatte ein müdes Aussehen. Einen Moment lang dachte ich, ich könnte sie nach den Vögeln fragen und danach, was geschehen sei, doch dann erinnerte ich mich, daß sie mich nicht sah. Ihr Haar war völlig gekräuselt und stand ihr vom ganzen Kopf ab. Viele Leute auf die ich sah, sahen so aus, aber sie hatte einen so müden Ausdruck, so als ob sie über etwas traurig war. Ich nehme an, sie war traurig, bevor es geschah, denn es geschah bestimmt.

Da war ein komischer Geruch. Ich wußte nicht, woher er kam. Ich mochte ihn nicht, ein Geruch wie Schwefel oder Schwefelsäure, ein Geruch wie der Tod. Einen Moment lang dachte ich, ich wäre wieder im Chemie-Unterricht. Als ich mich umschaute, war das Mädchen weg. Aus irgend einem Grund wollte ich sie finden. Es war, als ob ich wußte, daß etwas passieren würde, und ich wollte bei ihr bleiben und ihr helfen, aber sie war weggegangen.

Ich ging einen halben Block weit und dann sah ich wieder die Uhr. Meine Augen schienen an der Uhr zu kleben. Es war fünf vor vier Uhr an einem sonnigen Nachmittag. Ich dachte, ich würde ewig dort stehen und auf die Uhr schauen, darauf wartend, daß etwas passiert.

Dann, als es geschah, war es wie nichts. Es war bei weitem nicht so stark, wie das Erdbeben, das wir vor zwei Jahren hatten. Der Boden wackelte nur einen Augenblick. Die Menschen schauten einander überrascht an, dann lachten sie. Ich lachte auch, dies war es also, worauf ich gewartet hatte, diese kleine Erschütterung, es bedeutete nichts.

Ich war erleichtert, und ich war enttäuscht. Worauf hatte ich gewartet? Ich ging zurück zum Boulevard und versuchte meine Beine so zu bewegen, wie diese Kinder. Wie sie es taten, habe ich nicht herausgefunden.

 

Ich fühlte, als ob der Boden unter mir nicht fest war. Ich wußte, daß ich träumte, und doch träumte ich nicht. Da war wieder dieser Geruch, der herankam, wie ein Ozean. Ich sah den Ausdruck auf dem Gesicht der Kinder, zwei von ihnen kamen auf mich zu, beide mit Bärten und beide mit Ohrringen. Einer sagte: »Laß uns von hier verschwinden und nach Osten zurückgehen.« Er schien erschrocken. Es war, als ob die Bürgersteige zitterten, aber man konnte es nicht sehen, jedenfalls nicht mit den Augen.

Eine alte Dame hatte einen kleinen weißen Hund, und sie packte ihn in ihre Arme und sagte: »Laß‘ uns nach Hause gehen, Mama bringt dich heim.« Die arme alte Frau hing an ihrem Hund. Ich bekam Angst, echte Angst. Ich erinnerte mich an das Mädchen, sie war weit den Block hinunter. Ich fing an zu laufen, und der Boden fing an zu zittern. Ich konnte es nicht fühlen, aber ich wußte, daß er zitterte.

Alle sahen erschrocken aus, sie sahen schrecklich aus. Eine junge Dame setzte sich einfach auf den Bürgersteig, krümmte sich in einem Lachkrampf und sagte einfach: »Es ist das Erdbeben, es ist das Erdbeben«, immer und immer wieder, aber ich konnte nicht erkennen, daß sich etwas geändert hatte.

Dann kam es, und wie es kam, wie nichts in Gottes Welt, wie nichts. Es war wie der Schrei einer Sirene, lang und tief, oder wie der Schrei einer Frau bei der Geburt, den ich gehört hatte, als ich ein Kind war. Es war schrecklich, es war, als ob ein Monster die Bürgersteige nach oben schob. Man fühlte es lange bevor man es sah. Die Bürgersteige hielten nicht mehr. Ich schaute auf die Autos, sie hupten, sie bewegten sich einfach weiter, sie schienen noch nicht zu wissen, daß etwas geschah.

Dann kam ein kleines weißes Auto, von einer halben Babygröße, von der Mittellinie geschossen direkt gegen den Bordstein. Das Mädchen, das es fuhr, saß nur da, sie saß da und starrte mit ihren Augen und sie konnte sich nicht bewegen. Sie winselte wie ein kleines Mädchen, sie machte komische Geräusche. Ich beobachtete sie und dachte an das andere Mädchen. Ich sagte mir, daß es nur ein Traum war und ich aufwachen würde, aber ich wachte nicht auf.

Das Schütteln hatte wieder begonnen, aber diesmal anders. Ein nettes Schütteln, wie das Wiegen einer Wiege, und dann sah ich — es schien, daß die Mitte des Boulevards in zwei Stücke brach. Der Beton sah aus, als ob er von einer großen Schaufel geradewegs nach oben gedrückt worden war. Er brach mitten entzwei und deshalb geriet das Auto des Mädchens außer Kontrolle. Dann ein lautes Geräusch, wie ich es nie zuvor gehört hatte, dann Hunderte von Geräuschen, die alle auf einmal kamen.

Kinder und Frauen und diese verrückten Männer mit Ohrringen, sie schienen sich alle über dem Bürgersteig zu bewegen. Sie wurden hochgehoben und das Wasser sickerte hervor, die Schreie, es war schrecklich. Ich erwachte. Ich will diesen Traum nie wieder haben.

 

Die vierte Nacht

In der nächsten Nacht träumte ich wieder. Es war wie beim ersten Mal und es war eine Vorschau, und alles woran ich mich erinnern kann, ist, daß es das Ende der Welt war. Ich war wieder dort, direkt unter all diesen Verbrechen, direkt mittendrin. Meine Trommelfelle fühlten sich an, als ob sie platzen würden. Leute fielen hin, einige von ihnen schwer verletzt.

Stücke von Gebäuden splitterten ab und flogen in der Luft, eines traf mich hart an der Seite meines Gesichts, aber ich schien es nicht zu fühlen. Ich wollte aufwachen, um von diesem Ort hinwegzukommen. Am Anfang, im ersten Traum, war es Spaß gewesen. Ich wußte in etwa, daß ich vom Ende der Welt oder etwas Ähnlichem träumen würde, aber dieses war schrecklich. Da waren ältere Menschen in den Autos, die meisten der Kinder waren auf der Straße, aber jene alten Männer schrien und brüllten, als ob ihnen jemand helfen könnte. Niemand konnte ihnen helfen.

Dann war es, daß ich mich hochgehoben fühlte. Ich war über der Stadt. Sie neigte sich in Richtung Ozean wie das Hochklappen eines Picknicktisches. Die Gebäude hielten besser als man es glauben würde, sie blieben stehen. Die Menschen, die die Gebäude sahen, versuchten, sich an ihnen festzuhalten oder in sie hineinzukommen. Es war phantastisch, so als ob ein Gebäude einen eigenen Willen hatte. Alles andere um sie herum brach, aber sie hielten, hielten.

Ich war über ihnen und schaute hinunter. Ich fing an, sie anzufeuern und sagte: »Haltet fest, haltet fest.« Ich wollte sie anspornen, rufen, schreien. Jene Gebäude hielten, jene Gebäude auf dem Boulevard, vielleicht konnte das Mädchen mit den zwei Kindern ins Innere gelangen. So sah es eine lange Zeit aus, drei Minuten, drei Minuten waren wie ewig.

Alle versuchten, ins Innere zu gelangen. Sie würden halten, du wußtest sie würden halten, selbst wenn die Wasser weiterhin steigen würden, — nur sie taten es nicht. Ich habe mir nie vorgestellt, wie es sein würde, wenn ein Gebäude stirbt. Ein Gebäude ist so wie eine Person, es gibt nach. Einige der größeren taten genau das, sie fingen an zusammenzufallen, wie ein alter Mann mit Schüttellähmung, der es nicht länger ertragen kann. Sie zerfielen zu Nichts. Die kleinen Gebäude schrien wie verrückt, lauter und höher als das Gebrüll der Menschen. Sie waren verrückt vor Sterbensangst, aber die Gebäude starben.

Ich konnte die Menschen nicht mehr anschauen. Ich fuhr fort, höher und höher hinaufzuwollen, und ich wurde emporgehoben bis dorthin, wo ich sehen konnte. Ich schien mich auf dem Big-Bear-Berge zu befinden, in der Nähe von San Bernadino, aber das Komische war, daß ich überall hinsehen konnte. Ich wußte, was geschah. Die Erde schien wieder zu zittern. Ich konnte es fühlen, obwohl ich hoch oben war. Diesmal dauerte es vielleicht 12 Sekunden, und es war sanft.

Man kann nicht glauben, daß etwas so Sanftes soviel Schaden anrichten könnte, aber da sah ich die Straßen von Los Angeles und alles zwischen Los Angeles und den San-Bernadino-Bergen kippte zum Ozean hin, Häuser und alles, was übrig war. Ich konnte die großen Straßen sehen, dutzende großer Fahrbahnen, die immer noch mit Autos überhäuft waren, an einigen Stellen gab es fünf Spuren, und alle Autos glitten in die gleiche Richtung.

Jetzt kam der Ozean herein und bewegte sich wie eine riesige Schlange das Land hinauf. Ich fragte mich, wie spät es war, und ich konnte die Uhr sehen, es war 16.29 Uhr —, obwohl ich nicht auf dem Boulevard war, es war eine halbe Stunde vergangen. Ich war froh, daß ich das Schreien nicht mehr hörte, aber ich konnte alles sehen.

Dann, wie auf eine riesige Landkarte der Welt schauend, konnte ich sehen, was auf dem Land und mit den Leuten geschah. San Francisco fühlte es, aber es war in keiner Weise wie in Hollywood und Los Angeles. Ich schien zu sehen, daß der Garlet-Graben und nicht nur der San-Andreas-Graben, San Francisco erschütterten. Ich konnte sehen, wie alle diese Berge zusammenkamen, die Sierra Nevada, San-Andreas und Garlet. Ich wußte, was mit San Francisco passieren würde. Es würde wegen des Garlets Grabens umkippen. Es würde sich auf den Kopf stellen.

 

Es ging schnell wegen der Drehung. Es schien viel schneller zu gehen als bei Hollywood, aber dann war ich nicht mehr dort, sondern ich war weit davon entfernt.

Ich schloß meine Augen für eine lange Zeit. Ich schätze, es waren etwa zehn Minuten, und als ich sie wieder öffnete, sah ich den Grand Canyon, und als ich in den Grand Canyon schaute, schloß sich die riesengroße Lücke. Der Boulder Damm wurde von unten hochgedrückt, und dann von Nevada bis nach Reno und nach Süden hinunter bis zu Baha California und auch bis Mexiko schien es, als ob ein Vulkan ausbricht mit allem, was dazugehört.

Ich sah die Landkarte von Südamerika, besonders Kolumbien wurde durch einen weiteren heftigen Vulkanausbruch erschüttert. Venezuela schien auch einige vulkanische Aktivitäten zu haben. Weit entfernt konnte ich Japan sehen, das sich auch auf einem Graben befand. Es war so weit weg und nicht so leicht zu sehen, weil ich auf dem Big-Bear-Berge war, aber Japan begann ins Meer zu gehen. Ich wußte nicht, wie spät es in diesem Moment war. Die Menschen sahen wie Puppen aus, weit entfernt, daß ich sie nicht sehen konnte. In einer oder zwei Minuten war es vorüber, es war vergangen und niemand war mehr übrig.

Ich wußte nicht, wie spät es war, ich hatte keine Uhr. Ich versuchte, die Insel von Hawaii zu sehen, und ich konnte riesige Flutwellen gegen die Insel schlagen sehen. Die Menschen auf den Straßen wurden naß und sie waren erschrocken, aber ich sah niemanden ins Meer fallen.

Um den Globus herum sah ich weitere Überschwemmungen. Wird die Welt ertränkt? Konstantinopel, das Schwarze Meer stieg, der Suez-Kanal schien aus irgend einem Grunde auszutrocknen. Sizilien hielt nicht. Ich konnte die Landkarte sehen, der Ätna wurde erschüttert, ein großer Teil dieser Fläche schien hinabzugehen, aber es schien früher oder später zu sein. Ich wußte nicht, wie spät es jetzt war.

In England gab es riesige Fluten, aber keine Flutwelle. Wasser überall, aber ich sah niemanden im Meer versinken. Die Menschen waren stark verängstigt. An einigen Stellen fielen sie auf ihre Knie in den Straßen und fingen an, für die Welt zu beten. Ich habe nicht gewußt, daß die englischen Menschen so emotional sind, aber in England, Irland, Schottland waren alle Arten von Kirchen Nacht und Tag überfüllt.

Menschen trugen Kerzen, jedermann weinte um Kalifornien, Nevada, Colorado, Utah. Alle weinten um Kalifornien, und viele kannten nicht einmal jemand in Kalifornien. Sie weinten wie um Blutsverwandte, als ob sie alle eine Familie wären, so als wäre es Ihnen selbst passiert.

Die Stadt New York kam in das Blickfeld. Sie war noch da, nichts war passiert. Der Wasserstand war sehr hoch. Hier waren die Dinge anders. Menschen rannten in den Straßen und schrien: »Das Ende der Welt ist gekommen!« Menschen liefen in die Restaurants und aßen alles, was sie in die Finger bekommen konnten.

Ich sah ein Schuhgeschäft, und die Schuhe waren in etwa fünf Minuten weg. Auf der Fifth Avenue rannten alle. Eine Nachricht ertönte aus einem Lautsprecher, daß der Strom in ein paar Minuten ausfallen könnte. Sie mußten sich selbst trösten. Fünf Mädchen liefen zum CVJM, die Stelle bei Lexington oder irgendwo, sie rannten, als ob sie zu Tode erschrocken waren. Nichts passierte in New York. Eine alte Dame füllte Mülltonnen mit Wasser, alle waren zu Tode geängstigt und schauten wie betäubt.

Die Straßen schienen erfüllt mit Lautsprechern, es war kein Tageslicht, es war Nacht. Ich habe dann den nächsten Tag gesehen, und alles war drunter und drüber, wiederum ertönten Lautsprecher. In manchen Gegenden waren Brennstofftanks gebrochen, Öl wurde gehortet und die Menschen schienen die Märkte zu plündern.

 

Ich sah viele Orte, die wie immer aussahen, und die Menschen waren nicht erschrocken, besonders in den ländlichen Gegenden. Hier war fast alles, als ob nichts passiert war. Die Menschen schienen diesen Orten zuzustreben, einige zu Fuß, einige in Autos, aber einigen war der Treibstoff ausgegangen.

Ich hörte oder irgendwie wußte ich, daß Land im Atlantik heraufgekommen ist, viel Land. Ich wurde schrecklich müde und ich wollte aufwachen. Ich wollte zurückgehen und nach jenem Mädchen und jenen zwei Kindern suchen. Ich fand mich wieder in Hollywood und es war immer noch 16.29 Uhr. Ich war nicht mehr auf dem Big-Bear-Berge. Ich befand mich über Hollywood. Ich war einfach da, und es schien vollkommen natürlich in meinem Traum.

Ich konnte jetzt eine Radiostation hören, die hinaus dröhnte und den Menschen sagte, nicht in Panik zu geraten. Sie starben in den Straßen, da waren Filme. Da war ein kleiner Mann, der eigentlich Angst haben sollte, aber er hatte keine. Er sagte etwas über ein schwebendes Flugzeug, das herüber kommen sollte. Aber ich wußte, daß es nicht geschehen konnte, denn Dinge geschahen in der Atmosphäre. Der Ozean hetzte jetzt herbei, solche Wellen, sie waren Alptraumwellen.

Wieder sah ich den Boulder-Damm, der emporstieg und sich zusammendrängte und auseinanderbrach. Es gab keinen Grand Canyon mehr, er war zusammengeschoben. Der Boulder-Damm fiel auseinander, es war immer noch Tageslicht, und alle diese Radiosender brachten es zu der gleichen Zeit: Der Boulder-Damm ist gebrochen. Ich fragte mich, wie die Menschen im Osten es erfahren würden, dann sah ich Hand-Funk-Betreiber (Mobiltelefon). Ich sah sie an den merkwürdigsten Stellen, so als ob ich direkt bei ihnen war.

Ein kleiner Mann mit einer Brille sagte: »Hier ist Kalifornien, wir versinken im Meer, hier ist Kalifornien, wir versinken im Meer. Eilt zu den Höhen, flieht in die Berge. Alle Staaten westlich, hier ist Kalifornien, wir gehen ins Meer.« Ich konnte ihn sehen, er war landeinwärts, aber die Wasser waren hereingekommen, seine Hand klammerte sich am Tisch fest. Er stand auf, damit er noch einmal sagen konnte: »Hier ist Kalifornien, wir gehen ins Meer hinein.«

Ich schien dies immer wieder zu hören, stundenlang nur diese Worte. Sie fuhren damit fort bis zum letzten Moment, alle von ihnen schrien es hinaus: »Flieht in die Berge, hier ist Kalifornien, wir versinken im Meer.«

Ich erwachte, und es war nicht so, als ob ich geträumt hätte. Ich bin noch nie so müde gewesen, ein bis zwei Minuten lang dachte ich, es wäre geschehen. Ich habe mich zwei Dinge gefragt: Ich hatte nicht herausgefunden, was mit dem Mädchen geschehen war. Ich habe darüber nachgedacht. Morgen gehe ich nach Hause, es war nur ein Traum und nichts weiter, niemand wird jemals in Zukunft auf dem Hollywood- Boulevard solche Ohrringe und solche Bärte tragen.

Nichts in dieser Art wird je passieren. Das Mädchen war so real für mich, das Mädchen mit den zwei Kindern. Es wird nicht passieren, aber wenn es passiert, wie könnte ich es ihr sagen (vielleicht ist sie noch nicht einmal geboren), wegzuziehen aus Kalifornien, wenn sie ihre Zwillinge hat, damit sie nicht auf dem Boulevard sein kann, wenn es passiert. Sie war so real. Die andere Sache, diese Hand-Funk-Bediener, die so daran festhielten und immer wieder dieselbe Sache sagten: »Hier ist Kalifornien, wir versinken im Meer, hier ist Kalifornien, wir versinken im Meer, flieht in die Berge, flieht auf die Gipfel. Kalifornien, Colorado, Utah; hier ist Kalifornien, wir versinken ins Meer.«

Ich nehme an, ich werde dies mein ganzes Leben lang hören.

 

Diese Weissagung habe ich auch schon viele Jahre online:    Der Geistliche Olav Rodge (1952)

Was ich hier aufschreibe, hat sich am Donnerstag, dem 11. Dezember 1952 gegen Morgen im Haus eines Mitbruders in Bergen in Norwegen zugetragen, gerade als ich ins Gebet vertieft war. Ich wurde sehr erschüttert, denn ich bekam eine Offenbarung. Sie war so deutlich, als ob ich sie in einem Buch oder in einer Zeitung gelesen hätte. Dabei hatte ich mich zu jener Zeit gar nicht mit Entrückung oder Ähnlichem beschäftigt, was meine Aufmerksamkeit oder meine Gedanken vielleicht darauf gelenkt hätte.

Ich wußte sofort, im selben Moment, daß ich das, was ich sah, aufschreiben sollte; aber ich wußte nicht sofort, daß es eine Offenbarung Gottes war. Ich dachte eher, es handle sich um Bilder meiner eigenen Einbildungskraft. Ich versuchte, alles zu vergessen und den Gedanken daran zu entfliehen, aber ich fand keine Ruhe! Um aus dieser Unruhe herauszukommen, betete ich zu Gott und bat ihn: »Herr, ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, aber wenn es in deinem Willen ist, offenbare es mir noch einmal, und ich werde es veröffentlichen!«

Es vergingen etwa zwei Wochen, da sah ich — es war in der Nacht, gegen 22 Uhr — noch einmal, zum zweiten Mal, ganz deutlich diese Offenbarung, und nun hatte ich keine Zweifel mehr: Ich nahm Bleistift und Papier zur Hand und begann alle Geschehnisse aufzuschreiben, die sich vor meinen Augen abspielten. Ich schrieb bis gegen ein Uhr morgens. Dann war ich zu müde und konnte nicht mehr weiterschreiben, ich war ja bereits 79 Jahre alt. So bat ich Gott, er solle mich ausruhen lassen, und wenn es sein Wille sei, daß ich alles aufschreiben solle, möge er mir erlauben, am nächsten Tag die Fortsetzung der Offenbarung erleben zu dürfen. Ich legte mich nieder und schlief sofort ein. Nach einer Woche, wie beim letzten Mal in der Nacht, erfuhr ich den Rest der Offenbarung, und sie begann exakt dort, wo sie unterbrochen worden war.

Das ist eine Beschreibung der Offenbarung, wie ich sie erfuhr, und ich erwarte, daß ich mit ihr Seelen erwecken kann, damit sie sich Gott zuwenden, bevor die »letzte Posaune« erschallt.

Olav Rodge

Die letzte Posaune

Es war an einem Morgen um 9 Uhr im Haus der Familie André — es ist nur seine Gattin anwesend, und sie hört sich gerade ein Radioprogramm für Kinder an. Sie hört gerne dieses Programm, denn da wird immer auch etwas über das Wort Gottes geredet, und es freut sie zu wissen, daß so viele Kinder das Wort Gottes hören. Doch sie meint, daß man gut aufpassen müsse, was gesagt werde, um die Kinder nicht zu fanatisieren.

Als die Sendung etwa 5 Minuten lief, wurde das Programm ganz plötzlich unterbrochen, und der Sprecher gab mit erregter Stimme folgende Nachricht durch: »Wir erhielten soeben aus der Hauptstadt Oslo die Nachricht, daß in der Stadt eine Panik ausgebrochen ist! Ich bitte um Aufmerksamkeit für diese Nachricht! Die Polizeibehörde gibt bekannt, daß etwas Mysteriöses geschehen ist. Es ist im Augenblick nicht möglich, die Anzahl der Personen festzustellen, die plötzlich verschwunden sind — sowohl Minderjährige als auch Erwachsene, ohne die geringste Spur zu hinterlassen. Es ist der Polizei vorerst unmöglich, Auskunft über dieses Geschehen zu geben, auch nicht über einzelne Verschwundene, denn es sind Unzählige! Es wird ersucht, sofort dem nächsten Polizeikommissariat Meldung zu machen, wenn bemerkt wird, daß in einer Familie jemand verschwunden ist. Wir bitten um Angabe aller Details und aller Umstände, die mit dem Verschwinden verbunden sind, damit die Arbeit der Behörden erleichtert wird, eine Erklärung für diese mysteriösen Vorkommnisse zu finden!«

Nach einigen Minuten kamen neue Nachrichten, und eine war sensationeller als die andere!

 

Der Radiosprecher meldete, daß auf dem Hauptplatz der Stadt viele Geschäftsleute mitten beim Bedienen ihrer Kunden verschwanden. Ein Kunde aus einem Blumengeschäft erzählte der Polizei, daß beim Bezahlen der Rechnung der Geschäftsinhaber während des Herausgebens plötzlich verschwunden war; man wußte nicht, wohin. Es ist diesem Kunden aber aufgefallen, als habe er einige Worte gehört, es habe sich angehört wie »Ehre sei Jesus« oder »Jesus Christus ist Sieger!« Dann habe er den Geschäftsinhaber nicht mehr gesehen. Er habe seine Augen gerieben, denn es erschien ihm unglaublich, und er meinte, einen leichten Nebel zu sehen, danach aber nichts mehr.

Es folgte nun im Radio eine Meldung nach der anderen. Gerade wird von einer Frau berichtet, die verzweifelt schreit, zittert und weint, dabei die Decken und Polster aus dem Kinderwagen wirft, aber vergeblich in diesem Kinderwagen nach ihrem acht Monate alten Baby sucht: »Mein Kind! Mein Kind! Wo ist es? Hilfe! Helft mir! Jemand hat mein Kind gestohlen! Gerade war es noch da, es lag im Kinderwagen, und jetzt ist es nicht mehr drin. Hilfe! Mein Kindchen ist verschwunden, Polizei!«

Doch die Polizei war dort, aber was hätte sie machen können? Das war ja nicht der einzige Fall! Von allen Seiten kamen Personen, die die Polizei anflehten, sie solle ihnen helfen, die vermißten oder verschwundenen Personen wiederzufinden, und sie kamen in Tränen aufgelöst, zitternd und weinend. Ein Geschäftsmann verließ sein Geschäft, rannte die Straße hinunter und begann aus vollen Kräften zu schreien: »Hilfe! Hilfe! Helft mir doch! Ich weiß nicht wieso, aber aus meinem Geschäft sind eben zwei Angestellte verschwunden!«

Doch das war noch nicht alles, jetzt kommen Nachrichten aus der Hauptstadt von Schweden, aus Stockholm, über Ereignisse gleicher Art: Eine große Anzahl von Menschen ist unter den gleichen mysteriösen Umständen verschwunden! Es ist die Rede von der großen Besorgnis der Behörden; vom Versagen der Bürger-Milizen und auch vom Verschwinden von Polizisten.

Jetzt Nachrichten aus Dänemark von Radio Kopenhagen, und aus Helsinki in Finnland: Es wird bezeugt, daß dort dieselben Ereignisse stattfinden, die die Menschen verzweifeln lassen. Doch auch alle Nachrichten, die aus dem Landesinneren kommen, lauten gleich! Und alle Fragen bleiben unbeantwortet. Was geht hier vor sich? Die Polizei ist machtlos und kann dem nicht entgegentreten. Ihre Möglichkeiten beim Lösen der Rätsel sind begrenzt und beschränken sich auf das Entgegennehmen von Mitteilungen über Verschwundene.

Auch die Ehefrau von Herrn André beginnt zu grübeln und an Gott die Frage zu stellen: »Was ist das, was da geschieht? O lieber Gott und Vater, hilf mir zu verstehen!« Entschlossen steht sie auf und geht zur Türe. Sehr beunruhigt schaut sie auf die Straße, die um diese Zeit sonst immer ein Ort der Ruhe war. Als sie aus dem Haus tritt, hört sie Angstschreie und sieht eine Frau verzweifelt auf sich zulaufen und rufen: »Ruth! Ruth!« Zu ihrer Überraschung sieht sie, daß es Frau Haland ist, eine alte Bekannte von ihr. Bevor sie etwas sagen kann, ruft Frau Haland: »Haben sie nicht meine Ruth hier vorbeigehen gesehen? Ich bin verzweifelt, jemand hat meine Tochter gestohlen, meine liebe kleine Ruth! Ich kann sie nirgends sehen, dabei war sie noch vor wenigen Minuten auf der Stiege des Hauses, während ich in meinem Hausgarten war. Plötzlich schrak ich auf, doch als ich zu ihr hinschaute, war sie nicht mehr da! Ich sah nur etwas Schattenhaftes geschwind an der Wand entlanghuschen, aber als ich nach allen Seiten und nach oben und unten schaute, sah ich meine Tochter nicht mehr. Ich weiß nicht, was tun! O mein Gott, helft mir, meine liebe Tochter zu finden!« Und sie rannte schreiend und weinend weiter. Frau André war durch dieses Ereignis, das sich mit dem deckte, was durch das Radio durchgegeben wurde, geschockt, und es fehlten ihr die Worte, Frau Haland zu beruhigen.

 

Als sie ihre Blicke auf die Straße richtete, bemerkte sie einen Mann, der sich ihr mit raschen Schritten näherte. Sein Gesichtsausdruck war sehr besorgt. Es war ihr Mann, Herr André. Sie fragte ihn: »Was ist geschehen, daß du um diese Zeit nach Hause kommst? Es ist erst halb zehn vormittags!« »Meine Frau, ich weiß nicht, wie ich es dir erklären soll, aber es ist etwas sehr Befremdliches im Gange. In der Werkstatt ist das Durcheinander total, niemand versteht mehr etwas! Von einem Moment auf den anderen sind einige Kollegen verschwunden, als ob sie es sich ausgemacht hätten, ohne irgendeine Nachricht zu hinterlassen. Die Maschinen stehen alle still! Wir glaubten zuerst, es handle sich um einen Unglücksfall und machten uns auf die Suche nach den Kollegen, aber wir fanden nicht einmal Spuren von ihnen! Nichts! Absolut nichts! Und als wir uns gegenseitig anblickten, mußten wir staunend zusehen, wie einer unserer Kollegen zu weinen und zu klagen begann — es war jener, der immer behauptete, er glaube an Jesus und gehe immer in die Kirche! Wir fragten ihn, warum er denn so weine, und er antwortete: «Jetzt ist es eingetroffen! Ja, es ist geschehen. Und jetzt gibt es keine Mittel mehr! O, wie ist das traurig! Was mache ich jetzt nur? Es war Jesus, ja, er war es, der sein Volk holen kam. Und ich wurde dagelassen! Was mache ich jetzt nur?!» Ich sagte ihm, er solle still sein und keine Dummheiten reden, aber er schrie weiter, und sein Schreien war schrecklich! Und als er schrie, bemerkten wir auch andere im gleichen Zustand, sie weinten und redeten wie er. So ließen wir die Arbeit stehen und warteten die Nachrichten ab.«

Herr André und seine Frau gingen darauf ins Haus, wo das eingeschaltete Radio immer weitere Nachrichten über dieses unerklärliche Verschwinden vieler Menschen brachte; seit 9 Uhr früh immer das gleiche: traurige Berichte von Personen, die verzweifelt die Polizei anriefen, aber keinen Trost bekamen. Die Obrigkeit konnte nichts machen als abwarten.

Es kamen auch Nachrichten von Schiffen auf hoher See, die besagten, daß auch Passagiere und Besatzungsmitglieder auf mysteriöse Weise verschwunden waren.

Eine besonders erschreckende Nachricht kam aus der Geburtenstation: Alle Neugeborenen sind verschwunden! Die Mütter der neugeborenen Kinder sind vor Schmerz, Schreck und Traurigkeit ganz gebrochen. Ärzte, Krankenschwestern und das Pflegepersonal sind sprachlos, noch dazu sind auch einige ihrer Kollegen verschwunden.

Mittlerweile war es 11 Uhr vormittags geworden, und der nächste Bericht stammte aus London. Es wurde verlautbart, daß seit 9 Uhr morgens alle Mitteilungen aus ganz England von nichts anderem handeln als vom unerklärlichen Verschwinden von Personen aus allen sozialen Schichten, jeden Alters, immer auf die gleiche Art und Weise, ohne irgendeine Möglichkeit, dieses Rätsel zu lösen.

Mysterium, Mysterium! Man weiß inzwischen, daß Seelsorger und Priester die Mitglieder ihrer Kirche versammelten und dabei erkannten, daß immer gerade die verschwunden waren die sehr gläubig und Gott gehorsam waren, die am treuesten die Gebote hielten und beteten und kaum den Gottesdienst versäumten. Ein Pastor aus einer großen Gemeinde ließ eine Mitteilung aussenden, in der er alle seine Helfer zu einer Versammlung für den Abend berief.

Es waren mittlerweile schon dreieinhalb Stunden seit der ersten Nachricht über dieses Weltereignis vergangen. Es kamen nun auch Nachrichten von den entferntesten Orten der Welt, und alle lauteten gleich. Aus Korea kam eine Nachricht, die besonders auffiel: Man schätzt die Zahl der Verschwundenen insgesamt auf mehrere Hunderttausend, unter ihnen auch viele Soldaten.

 

Es ist unbeschreiblich, was sich in den letzten Stunden abspielte. Die Herzensangst nahm bei allen überhand. Die Straßen waren nun ungewohnt belebt, Menschen rannten hin und her, weinten, riefen, fragten. Mütter waren angstvoll auf der Suche nach ihren Kindern. Aber inmitten dieser Rufenden gab es auch einige, die spotteten und Gott und sich selbst verfluchten. Ein Mann rannte, die Fäuste in der Luft, und schrie: »Vorsicht, Leute, Vorsicht! Er will uns einfangen, einer verfolgt mich! Er hat sicher den Verstand verloren!« Eine ältere Frau stand mit gefalteten Händen da, den Blick nach oben gerichtet, und rief: »O nein, wir waren nicht bereit, mit ihm zu gehen! Er kam, und ich bin nicht mitgegangen, und jetzt muß ich hierbleiben! Ab jetzt wird niemand mehr mitgenommen … O Herr und Gott, o Jesus, hilf uns! Ach, ich weiß, es nützt nichts, daß ich mein Leben lang religiös war, aber nie daran glaubte, daß er so schnell kommen würde. Ach, ich hätte auf mein spirituelles Leben achten sollen!« Und während sie so klagte, vergoß sie viele Tränen.

Von den Eisenbahnen wurde bekannt, daß es bis jetzt eigentlich kein Unglück gegeben hatte, obwohl viele Zuggarnituren stillgelegt waren, weil die jeweiligen Zugführer nicht zu finden waren. Jeder Versuch, sie zu finden, war vergeblich. Aber nicht nur Zugführer, sondern auch viele Fahrgäste verschwanden. Auf den Autobahnen geschah das gleiche. Einige Tageszeitungen, die durch den Ausfall von Arbeitskräften mit Verspätung erschienen, konnten nicht mehr verkauft werden, weil auch Vertriebsleute und Verkäufer fehlten.

Verwirrung und Nervosität erschweren die Arbeit der Behörden, die sich bemühen, einen genauen Überblick über die Anzahl der Vermißten zu erlangen.

Wissenschaftler konferieren miteinander und arbeiten rund um die Uhr, um unter Einsatz aller ihrer Kenntnisse und Erfahrungen das Rätsel zu lösen.

Aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommen Nachrichten, zuerst von der Westküste. Es handelt sich um das gleiche Phänomen wie in Norwegen. Es gab dort viele Unfälle und zahlreiche Tote als Folge des Verschwindens. Die Zeitungen versprachen eine umfassende Aufklärung in ihren Morgenausgaben.

Um 20 Uhr teilte die Radio-Station mit, daß das Katastrophengeschehen sich auf der ganzen Welt zur gleichen Zeit abgespielt hatte. Auch wenn die Nachrichten hauptsächlich aus den Großstädten kamen, weiß man doch schon, daß in allen Dörfern, auf allen Plätzen und in allen Bezirken das gleiche geschehen ist, im Norden dasselbe wie im Süden. Bei den Menschen nimmt die Angst überhand. Im Radio wird vermutet, daß diese Nacht wohl niemand schlafen wird, so groß ist die Angst der Bevölkerung.

In den Straßen kommt es immer wieder zu hysterischen Diskussionen über das Verschwinden von Verwandten und Freunden. Mitten in diesem Durcheinander kommt der Gedanke auf, diese Ereignisse könnten irgendetwas zu tun haben mit den Gläubigen oder den Christen oder der »Religion« überhaupt. Wie soll man das erklären? Gerade jene, die bei ihren Verwandten als »fanatisch«, »religiös« oder »frömmlerisch« galten, verschwanden.

Ein Brauereiarbeiter sagte: »Ich glaube, daß das alles irgendetwas mit dem Glauben zu tun hat. Ich kenne da einen Herrn Olsen, er war mein Kollege und hat uns immer gepredigt. Ich erinnere mich, daß er oft gesagt hat, daß Jesus bald käme, um ihn und alle, die an die Macht Gottes glauben, mit sich zu nehmen. Und jetzt erfahre ich, daß auch er verschwunden ist.« Ein anderer bestätigte das: »Es ist wahr, wir hatten noch andere Kollegen, die so redeten, und auch deren Namen befinden sich auf der Liste der Verschwundenen.«

 

Irgendwann schrie jemand mit lauter Stimme: »Es ist notwendig, daß die Behörden das Lesen der Bibel und christliche Versammlungen verbieten, um zu vermeiden, daß sich dieses Ereignis wiederholt!« Als Antwort auf diese Forderung sprach ein Herr: »Es besteht leider keine Gefahr mehr! Nie mehr wird sich dieses Ereignis wiederholen! Diese Gläubigen, die wir so oft «fanatisch» genannt haben, hatten recht. Sie erzählten uns von Christus und erwarteten die Wiederkunft Jesu, der kommen würde, um sie zu holen. Wehe uns, daß wir ihnen nicht mehr Aufmerksamkeit schenkten! Wenn wir jetzt mit ihnen zusammen wären, wären wir besser dran als jetzt, da wir dazu verurteilt sind, hier in diesem Chaos zu bleiben, das schon begonnen hat und noch viel schlimmer werden wird.«

»Aha, du glaubst also auch an diese Dummheiten!« schrie jemand. »Warum hast du ihnen dann nicht Gesellschaft geleistet, als sie verschwanden?« »Ja, wenn ich auf ihre Belehrungen gehört und an sie geglaubt hätte, was sie über das Kommen Jesu sagten, dann wäre ich jetzt nicht mehr hier. Aber jetzt ist es zu spät.« Als er diese Worte gesagt hatte, entfernte er sich. Viele, die ihn sprechen gehört hatten, schrien ihm nach: »Sie und alle, die das glauben, haben verdient, daß man sie gewaltsam vom Christentum abbringt!«

Am nächsten Tag konnte man im Radio keinerlei Informationen hören, die als Erklärung für dieses »große Mysterium« dienen konnten. Es gab nur Nachrichten aus dem In- und Ausland über das Verschwinden.

Besonders aus den Missionsgebieten wurde vom Verschwinden sehr vieler Menschen berichtet. Nur wenige Kirchenmitglieder blieben dort zurück. An jener schon vorher angekündigten Gemeindeversammlung in Oslo dagegen nahmen sehr viele teil. Trotzdem war die Anzahl derjenigen, die abwesend waren, beträchtlich! Im Saal herrschte Traurigkeit, tiefe Traurigkeit, in die Herzen zog Kälte ein. Während der Versammlung wurde äußerste Verzweiflung offenbar. Alle waren sich einig, was das Geschehen bedeutete, ja, es war die große Wahrheit: »Die Heiligen waren von der Erde entrückt worden.« »Die Braut Christi wurde in den Himmel geführt.«

Einige meldeten sich zu Wort und gestanden, daß sie trotz theologischer Vorbildung und Studien das Wort Gottes eigentlich nie verstanden und seine Wahrheit nie begriffen hätten. In Wahrheit waren sie vollkommen unvorbereitet auf das neue Erscheinen und auf die Annahme der Gotteskindschaft. Einer der jüngeren unter ihnen sagte: »Ich habe das nie gelernt! Unsere Professoren haben uns nie gesagt, daß es so sein könnte, wie es sich nun in diesen Tagen abspielt …«

Bald machte sich eine gewisse Neigung zur Diskussion bemerkbar, aber die Gemüter waren zu niedergeschlagen, als daß es zu brauchbaren Ergebnissen gekommen wäre. Und ein anwesender Journalist schrieb später, daß die Gläubigen, die »dageblieben« waren, zu dem Ergebnis gekommen seien: »Was sich in diesen Tagen abspielt, ist ohne Zweifel das, was in der Bibel genannt wird: «Aufnahme der Braut in den Himmel» oder «Jesus holt die Seinen heim!» Das ist alles, was wir ihnen im Augenblick dazu sagen können!« meinte der Journalist abschließend.

Diese Mitteilung wurde jedoch nicht veröffentlicht!

 

Die Behörden waren der Ansicht, es handle sich bei all dem um krankhafte Auswüchse der Phantasie der Gläubigen und ihrer Priester. Es wurde alles als Einbildung abgetan, die jeder realen Grundlage entbehre. Zu einem Ereignis von solcher Tragweite könnte nur die Regierung eine Erklärung abgeben. Und wenn sich herausstellen sollte, daß es mit der christlichen Religion in einem ursächlichen Zusammenhang stünde, müßte der erste Schritt der sein, daß die Kirchen und anderen Räumlichkeiten, wo das Evanglium gepredigt würde, amtlich geschlossen werden, bis die Umstände rechtsgültig geklärt seien. Es handle sich doch nicht nur um ein nationales, sondern um ein internationales Problem.

In kirchlichen Kreisen und in den religiösen Gemeinschaften war die allgemeine Stimmung trübe. Am Sonntag darauf waren alle Kirchen und Kapellen voll. In einigen Kirchen gab es freilich gar keinen Seelsorger. Und viele, die vorher nie weggeblieben waren, fehlten. In vielen Kirchen war nun die Anzahl der Gläubigen sehr reduziert, aber an ihre Stelle traten nun die, die vor diesem Ereignis die christliche Verkündigung nicht beachtet hatten.

Die Menschen waren nun begierig, das Wort Gottes zu erfahren, aber die Bibel war nun ein versiegeltes Buch! Ein Mann versuchte sie auszulegen, sagte aber: »Ich kann nur die Buchstaben lesen, aber ich verstehe sie nicht.« Er gab die Bibel an einen anderen weiter, aber auch dieser sagte das gleiche. Das war für die Anwesenden zu viel, und alle begannen zu klagen und zu weinen.

Die Bevölkerung schob die Ursache an dem Mißgeschick bald auf die Gläubigen: »Alles ist nur wegen der Christen geschehen, ja, so ist es, diese Plage verdanken wir nur ihnen! Gehen wir zur Kirche, wir wollen sehen, was sie als Erklärung anbieten können!« Die Erklärung, die sie bekamen, war einfach, sehr traurig und in wenigen Worten gesagt: »Die Gnadenzeit ist beendet!« Doch diese erklärenden Worte, welche die Vorsteher der Gottesdienste dafür gebrauchten, schufen nur noch mehr Verwirrung. Einige Mitglieder der Gemeinde erhoben sich und begannen die Prediger zu beschuldigen: »Sie sind schuld! Viele konnten nicht mit aufsteigen, weil Sie nie erklärt haben, was man tun soll, wenn das Kommen Jesu nahe ist! Sie sind der wahre Schuldige! Sie haben uns nie erklärt, daß man ein reines Herz haben und voll des Heiligen Geistes sein soll und daß wir immer aufrichtig sein müssen vor Gott und den Menschen!« Und einer sagte: »Ich weiß jetzt, daß es das war, was mich gehindert hat, Jesus entgegenzugehen. Es waren die «Kleinigkeiten», die ich nicht für wichtig hielt, von denen ich glaubte, sie würden mich nicht am Mitgehen hindern! Und jetzt muß ich hier sein, o Herr, erbarme dich meiner! O hilf mir!«

»Halt deinen Mund!« schrie der Prediger, »ich habe meine Pflicht getan, und mehr als das!« Auf diese Weise beschuldigte einer den anderen.

Einige schrien vor Zorn und Entsetzen, andere weinten und riefen nach Jesus. Aber es nützte nichts, das Tor war für immer zu! Es nützte nichts mehr, anzuklopfen und zu sagen: »Ich habe das Brot des Herrn gegessen, ich habe gebetet und war gehorsam!« Es gab keine Möglichkeit mehr.

 

Es ist kaum zu beschreiben, wie die Tage nach der Entrückung waren: Schreckliche Erwartung, Leid ohnegleichen in allen Gemütern. Und die ständigen Erinnerungen an die Einladungen des Pfarrers, in die Kirche zu kommen, und an die Ablehnung. Viele, die sich für gläubig hielten, verstanden jetzt, daß der Glaube, den sie vertraten, einzig aus hohlen Wörtern und eingelernten Sätzen bestand … Viele waren nur in die Kirche gegangen, um Freunde zu treffen … Einige gingen nur, um im Chor mitzusingen oder zu musizieren, oder aus anderen Interessen, aber ohne den Wunsch, das Wort Gottes zu hören und ihm zu gehorchen.

Sie waren nicht »Wiedergeborene«, sie trugen nicht das Siegel der Verheißung und auch nicht der Gotteskindschaft. Sie besaßen »kein Recht auf das Erbe«! Für sie war die Kirche nur einfach eine Gesellschaft, ein netter Ort, um mit Freunden freie Stunden zu verbringen. Jetzt aber riefen diese Menschen: »Herr! Öffne uns das Tor!«

Nach diesem Schrecken — und zur größten Besorgnis aller — entstandenen Gerüchte, daß der Dritte Weltkrieg in Bälde zu erwarten ist. Die Kontakte zwischen West und Ost wurden abgebrochen. Die Regierungen der Ostblockstaaten verkündeten, daß alle kirchlichen Zusammenkünfte strikt verboten seien! Sie waren der Meinung, daß an der herrschenden Unordnung und an der allgemeinen Verwirrung nur die »Gläubigen« schuld seien.

Für größtes Entsetzen sorgte die Verlautbarung des Inkrafttretens der Todesstrafe für alle, die den Namen Jesus aussprachen. Ja, die Stunde war gekommen, wo auf der ganzen Erde das sogenannte »Christentum« schuldig gesprochen wurde! Das bedeutete sicheren Tod auch für diejenigen, die in ihren Wohnungen etwas aufbewahrten, das an Jesus Christus und seine Lehre erinnerte.

In den demokratischen Ländern dauerte es etwas länger, bis man dem kommunistischen Beispiel folgte. Die überwiegende Mehrheit der Ungläubigen sowohl bei der Bevölkerung als auch in den Regierungen verlangte nach diesen Maßnahmen, und sie suchten die Bevölkerung in dieser Beziehung in Unruhe zu bringen. So galt an allen Orten der Erde das gleiche Gesetz, das lautete: »Tod den Gläubigen!« Es genügte, nur den Namen Jesus auszusprechen, und man wurde zum Tod verurteilt.

Mit diesen Ereignissen beginnt die schrecklichste Epoche der Menschheitsgeschichte! Sehr viele Gläubige blieben weiterhin ihrer religiösen Überzeugung treu und beteten und flehten zu unserem Herrn Jesus um Hilfe. Sie wurden wegen ihres Ungehorsams festgenommen und gnadenlos verurteilt; man würde sie erst freilassen, wenn sie die Bedingungen der Behörde befolgten. »Wenn ihr den Namen Jesus verflucht und verleugnet, dann rettet ihr euer Leben und das eurer Lieben!« Aber zur Bestürzung der Behörden blieben trotzdem Millionen Menschen fest bei ihrer Überzeugung, sie hielten Jesus die Treue und verleugneten ihn nicht, sie bewahrten Gleichgültigkeit gegenüber den Drohungen.

Nun trat Satan persönlich auf den Plan, um seinem Wirken auf der Erde Nachdruck zu verleihen!

 

Wehe! Wehe! Wehe den Bewohnern der Erde! Ein großer Teil der seit dem Ereignis gläubig Gewordenen hält die Drohungen und Betrübnisse nicht aus. Viele zweifeln am Glauben und verleugnen Christus. Die ganze Welt ergibt sich dem Bösen, die ganze Welt »liegt im Argen«.

Für alle Nationen gibt es im Augenblick nur ein Ziel, das sie in die Tat umsetzen: die Ausrottung des Christentums und seine Vernichtung auf ewig. Der Herr dieser Welt reißt alle Macht an sich: Kinder zeigen ihre Eltern an und liefern sie damit dem sicheren Tod aus, wie es in der Schrift heißt (Lk 21, 16: »Ihr werdet ausgeliefert werden sogar von euren Eltern und Brüdern, Verwandten und Freunden, und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehaßt werden.«)

Es fehlen mir die Worte, um beschreiben zu können, was sich vor meinen Augen Schreckliches abspielte. Aber im Buch der Apokalypse hat Gott uns geoffenbart, daß »Ach und Wehe« und »Fluch« über uns kommen werden, und das Klagegeschrei der Unglücklichen dauert fort: »Herr! Herr! Komm und verkürze diese Tage …« (Mt 14, 22).

So beende ich die Beschreibung der Offenbarung, die ich erhielt, als ich mich am 11. Dezember 1952 in Bergen, Norwegen, aufhielt. Meine Brüder in Christo, meine Freunde! Vergeßt nicht, was ihr hier lest und was hier beschrieben ist: Bereite dich vor auf die Begegnung mit Gott, damit du nicht hierbleiben mußt, wenn der Herr kommt, um seine »Kirche«, seine »Braut« zu holen … Heute noch gehe vor das Antlitz des Allerhöchsten und bitte aus vollem reuigem Herzen um die Gnade und das Licht durch den Heiligen Geist! Freunde, solange der Tag der Aufforderung, dieses »Heute«, noch vor euch liegt, habt ihr genug Gelegenheit, die große Wahrheit anzunehmen und zu befolgen.

Brüder, noch heute könnt ihr das Siegel empfangen, zusammen mit denjenigen, die dem Herrn Jesus Christus angehören. Kommt mit ihm! Erwartet ihn! Er kommt in einem Augenblick, um seine Kinder zu entrücken. Haltet Wache! Es ist Wahrheit! Die letzte Posaune wird erschallen!