Zeugnis über Sexuellen Missbrauch!

Ein kurzes Erklärung vorweg: „Ich kannte die Geschichte von A. sehr gut, aber als kurzes Zeugnis niedergeschrieben ist es doch noch einmal etwas ganz anderes. Ob der Missbrauch im Babyalter und Kleinkindalter auftritt, oder im Heranwachsenden-alter, alles ist sehr schlimm. Das Babyalter lässt vermuten, die Kinder können sich im Alter an nichts mehr erinnern, dies ist aber total falsch.

Bei mir ist es eine neue aufgetretene Situation aus dem weiteren Umfeld aufgetreten, die dieses Eitergeschwür des Kindesmissbrauchs zum aufbrechen brachte. Ursprünglich bin ich detaillierter darauf eingegangen, aber bestimmte Umstände bewirkten dieses kurzes Zeugnis wieder zu schlössen.

Mir ging es gestern so unsagbar schlecht, so schlecht wie schon lange nicht mehr, umso dankbarer bin ich dafür treue Geschwister an der Seite zu haben, die im Gebet an meiner Seite stehen.

Der Missbrauch ist ein Faktor bei mir, leider kommen bei mir sehr viele andere (schwerwiegende) Faktoren noch dazu, die ein Überleben ohne die große Gnade aus dem Himmel unmöglich machen würden.

Wer meine Zeugnisse gelesen hat, der kann sich vielleicht annähernd vorstellen, wo ich durchgehen muss. Wie richtig es ist diese Thematik so ehrlich thematisiert zuhaben, zeigt mir die Mail einer mir lieben Glaubensschwester. Sie sagte mir, das eine Freundin von ihr vor 3 Jahren zum Glauben an Jeschua (Jesus) kam, auch sie durchlebte den Kindesmissbrauch und leidet heute auch immer noch sehr darunter. Sie sagte mir sehr froh über meinen Beitrag zu sein, besonders über die vielen Empfehlungen, damit ihre Freundin auch geholfen werden kann. So wie es dieser jungen Frau geht, so geht es sicherlich vielen anderen Geschwistern auch, die dieses Martyrium durchleben mussten. Leider ist der Missbrauch ein Tabu Thema in unserer Gesellschaft, besonders in den Christlichen Gemeinden traut man sich sehr selten Hilfe zu holen, um nicht schief von den anderen Christen angesehen zu werden.

Da der Feind (Satan) persönlich daran arbeitet mich zu vernichten, er überlässt dies nicht allein seinen dämonischen Helfern, bin ich in der jetzigen Situation in großer Alarmstellung.

Wer sich noch an meinen alten Artikel über das Meisterwerk der Lästerei erinnert, welches ich auf der alten Webseite online hatte, der erinnert sich auch was der Endplan Satans für mich ist. Er will mich in eine Psychiatrie stecken, dort soll ich einen Herzinfarkt bekommen, wobei nach meinem Ableben mein näheres Umfeld froh darüber sein soll. Dies sind die Pläne Satans, die er mir in diesem Lästerbuch vor über einem Jahr postalisch hat zukommen lassen.

Jetzt ist dieses schlummernde (eiternde) Trauma aufgebrochen, was teilweise im weiteren Umfeld mit Unverständnis betrachtet wird, was letztendlich auch zu verstehen ist, denn mit dieser Situation sind viele Menschen überfordert. Ein weiterer Aspekt zeigte mir auf wie wichtig diese Thematik ist, sie war für mich mein neuer Webmaster. Er sagte mir, zwei seiner guten Freundinnen hätten auch Kindesmissbrauch erlebt, eine davon hätte vor einigen Jahren Selbstmord begangen. Er meinte zu mir, er würde immer wieder mit Frauen in Kontakt geraden, die so etwas schlimmes durchleben mussten. Gegenwärtig ist der Kindesmissbrauch großes Thema in den Medien, wie sicherlich jeder von euch bemerkte.

Meine gesundheitliche Verfassung, sie hat sich seitdem ich diesen Beitrag online stellte, sehr verschlechtert. Wenn es nicht so dramatisch gestern gewesen wäre, hätte ich nicht erneut um Gebet rufen müssen. Ich würde gerne einen Teil meines Zeugnisses online stellen, was ich gestern kurzerhand löschte, aber mir geht es wirklich sehr schlecht und aus diesem Grund bitte ich euch herzlichst für mich zu beten. Würde es mit meiner Verfassung noch weiter bergab gehen, dann würde es auch meiner Tochter sehr schaden. Denn all die Kämpfe haben auch ihr sehr zugesteckt, so wie es Jeschua vor vielen Jahren Tatjana zeigte, wie es meiner Tochter und mir kurz vor der Entrückung gehen wird. Daher ist es für mich wichtig, die beiden Traumvisionen von Tatjana mit einzufügen.

 

Mein Traum von deiner Tochter!

Sie hatte sehr alte Schuhe mit großen Absätzen an. Sie hatte in diesen Schuhen überhaupt keinen Halt. Es war ihr nicht möglich, aufrecht zu gehen. Die Straße war nass und rutschig. Alleine hätte sie sich unmöglich fortbewegen können. Ich habe sie im Traum gestützt bzw. gehalten und so sind wir beide zu einer Bahnhaltestelle gegangen, wo Du auf uns gewartet hast. Als wir Dich gefunden haben war dieser Traum vorbei.

 

Mein Traum von Dir!

Auch Du warst sehr wackelig auf den Beinen. Du hast mir erzählt dass Du vom Arzt zurückgekommen bist. Du konntest auch nicht aufrecht gehen. Du warst so wackelig auf den Beinen dass ich Dich auch stützen musste. Du sahst ziemlich erschöpft und fertig aus.

Während wir gegangen sind haben wir uns unterhalten. Ich habe etwas belangloses gesagt und Du bist sofort auf die Knie gegangen und hast darüber gebetet. Dein Gebet wurde sehr schnell erhört und Du hast direkt Antwort bekommen, was mich sehr erstaunt hatte.

Das Gespräch war wirklich belanglos. Wir haben über Immobilien als eine gute Möglichkeit der Altersvorsorge gesprochen. Ich habe irgendwie gesagt, dass man ja in Jerusalem sich eine Wohnung kaufen könnte um diese dort vermieten, so wäre die Finanzierung doch selbsttragend. Aber wie gesagt, Du hast darüber gebetet und hast sehr schnell Antwort bekommen, dass das nicht richtig ist.

Danach sind dann in eine Bahn gestiegen. Du warst am Taumeln und konntest gar nicht laufen. Ich habe Dich gehalten und so sind wir beide in eine Bahn gestiegen. Die Bahn um uns herum war voll, aber die Menschen haben uns nicht beachtet, bzw. sie haben nicht gesehen, wie schlecht es Dir geht. Wenn ich Dich losgelassen hätte bzw. wenn ich Dich nicht gehalten hätte, wärst auch Du hingefallen, so wie deine Tochter auch.

 

Ohne die Fürbitte schaffen wir es nicht!

Jeschua zeigte damals klar und deutlich, dass wir beide ohne Stütze (die vielen Gebete von euch) nicht mehr aufrecht gehen können. Gegenwärtig geht es meinem Herzen wieder sehr schlecht, daher muss ich jede Aufregung von mir fern halten. Bitte betet weiter für uns, besonders für die von mir angesprochene Situation. Als ich gestern mit A. telefonierte, sagte sie mir, ich müsse sofort alles für eine Aufarbeitung in die Wege leiten, denn sie war über das Gesamtbild sehr erschrocken, obwohl sie selbst Kindesmissbrauch erleben musste. Ich weiß nicht was sich im Augenblick abspielt, aber im Geistbereich bewegt sich sehr viel negatives, was ich deutlich an meinem Körper spüren kann. Bitte betet für mich, es geht mir sehr schlecht.“

In Dankbarkeit, Ulrike

Hier ist eine Seite wo ihr von Christlichen beraten findet: Liste unserer Christlichen BeraterInnen (IGNIS)

Gegen sexuelle Gewalt!

Mir ist es wichtig nicht aufzugeben, vor alledem mein Umfeld mit der neuen Situation nicht weiter zu belasten. Jeder der ein Missbrauchsopfer ist, jeder hat Eigenarten die aus der Situation resultieren. Für unser Umfeld ist dies teilweise sehr schwer zu ertragen, besonders wenn man alleinerziehend ist. Was bei mir aufgebrochen ist, belastet nicht nur mich, ganz besonders aber meine Kinder. Ich war gerade beim Arzt und habe mir eine Überweisung geholt, in der Regel dauert es lange bis man einen Termin bekommt, wichtig ist wenn man dagegen angeht.

Wird eine betroffene Person von ihrem Umfeld noch angeklagt, weil sie sich sonderbar verhält, verschlimmert dies alles noch mehr. Geschwister, jeder der auch betroffen ist, lasst uns aufstehen, damit wir dieses traumatischen Erlebnisse verarbeiten können.

Leider sind nicht alle christlichen Beraten Kassen zugelassen, daher arbeiten sie mit einer Privatrechnung. Meine Freundin hat sich für mich erkundigt, sie hat eine Beraterin auch in unserer Stadt gefunden, leider arbeitet sie nur auf Privatrechnung: Link

Leserbrief: Liebe Ulrike,
Vielen Dank für dein Zeugnis über den sexuellen Mißbrauch. Es ist schockierend und sehr traurig, was dir schon von klein auf widerfahren ist! Gut, dass du den Mut gefunden hast, davon zu berichten.

Das ist dir ja bestimmt auch nicht leichtgefallen, weil traumatische Erinnerungen wieder hochkommen. Ich denke, dein Zeugnis ist hilfreich für viele Menschen, die selbst von Mißbrauch betroffen sind. Gut finde ich auch die hilfreichen Links zu weiteren Informationen zu diesem Thema! Ich werde eine Freundin von mir auf deine Webseite aufmerksam machen, die selbst auch betroffen ist.

Der Herr Jeschua segne dich und schenke dir innere Heilung und wieder Freude am Leben!
Viele Grüße, N.Z.

 

Das Zeugnis von A.

Hallo Ulrike,

Der Missbrauch fing ungefähr mit der Schwangerschaft oder Geburt meines jüngsten Bruders an… der ist 9 Jahre jünger

Es fing alles harmlos an.. meine Eltern waren eigentlich immer sehr fürsorglich, mein Vater war Postbeamter und wir haben ihn als Kinder heiß geliebt, er hat viel mit uns gespielt und geschmust und hatte immer eine kleine Leckerei wenn er von der Arbeit kam für uns. Ich hatte noch einen Bruder der knapp 2 Jahre jünger war als ich.

Heute sehe ich vieles in einem anderen Licht, was die Schmuserei angeht. Irgendwann war es dann mehr, je älter ich wurde.

Mein Bruder wurde zum Bettnässer, das wurde dann ein großes Thema bei uns und die Harmonie zwischen meinen Eltern und meinem Bruder und mir kippte. Mein Vater fing an meinen Bruder zu stritzen, also er bekam immer öfter Schläge usw.

Und bei mir fing der richtige Missbrauch an bis zum Geschlechtsverkehr. Ich wagte nicht mich zu wehren, weil mein Vater mir einerseits klar machte es wäre normal und ich sollte eine gute Tochter sein und auf der andern Seite kamen die Drohungen wie…sag nichts der Mutti,

Du tust ihr dann weh, man reißt uns auseinander, ihr kommt ins Heim, mich wird man ins Gefängnis stecken, willst Du das?

Dir wird man die Schuld geben, weil Du die Familie kaputt gemacht hast usw. meinen kleinen Bruder hat er dann immer vorgeschoben, den ich nie wieder sehen würde, da wir alle in verschiedenen Heimen kommen….

Wenn ich bei Freundinnen war und sie mit ihren Vätern gesehen habe, dann hab ich mich immer damit beruhigt das dies ja bestimmt normal ist. Hab mich aber nie getraut darüber zu reden.

Meine schulischen Leistungen gingen damals komplett in den Keller, ich ab heute noch Schwierigkeiten mit Zahlen und mit Englisch.. Mein Vater kam viel in der Zeit wenn ich Mathe oder Englisch machte… er half mir sogar. Ich bekam eine massive Lernblockade.

Irgendwann kam die Zeit der Partykeller, der Jugendheime usw. Natürlich ging ich da auch hin und mein Vater fing an mich massiv zu kontrollieren. Zuhause gab es ein Bravo Verbot, es war ja eine verrufene Zeitung. In mir kam aber die Rebellion hoch, sehr stark sogar…und ich kaufte diese Zeitung und las Dr. Sommer, dort sprach ein Mädchen drüber und es wurde ihr geraten mit jemanden zu reden.

Mit wem, sollte ich reden? In mir reifte dann ein Entschluss wegzulaufen. Ich sollte einkaufen gehen, war ein Samstag, nahm das Geld und fuhr mit dem Bus ins Nachbardorf zu einer Freundin. Wilma und ihr Bruder versteckten mich im Partykeller. Leider hatte ich mit meinem Vater nicht gerechnet, der hat doch tatsächlich mich da abends rausgeholt und dann hat er mich total psychisch fertig gemacht.

Meine Mutter fing zuhause an mit mir zu reden, ich könne ihr alles sagen, sie hätte für alles Verständnis usw. ja und dann brach es aus mir raus….

Ich erzählte ihr alles. Die erste Reaktion war eine Backpfeife und ich solle nicht lügen. Ich soll das zurücknehmen, was ich nicht tat.

Meine Mutter rief dann meinen Vater und konfrontierte ihn damit was ich gesagt habe. Er tat natürlich unschuldig und fing mit den bekannten Sprüchen an wie…überlege Dir was Du sagst, Du zerstörst die Familie usw. die Drohungen mit dem Heim und für mich für schwer erziehbare

Meine Mutter wollte Einzelheiten wissen, die ich nicht sagen konnte vor lauter Scham… Es war für mich der schlimmere Psychoterror wie die ganzen Jahre davor. Mein kleiner Bruder kam rein und fragte warum ich weine und mein Vater meinte zu mir, den wirst Du nie wieder sehen…

Meine Mutter wollte die Einzelheiten und mein Vater kam mit dem Heim und ich bin Schuld… Nach vielen Stunden und mangelnden Schlaf, bin ich zusammengebrochen und hab gesagt Entschuldigung ich habe gelogen…

Das schlimmste war, meine Mutter hat drauf bestanden das ich mich bei meinem Vater mit den Worten entschuldige… es tut mir leid das ich Dich als beschuldigt habe mich sexuell zu missbrauchen….

Meine Mutter hat später mein Zimmer durchsucht und die Bravo mit der aufgeschlagenen Seite von Dr. Sommer unter meine Matratze gefunden und meinte ich hätte eine lebhafte Phantasie….. ich war damals ungefähr 15

Mein Vater hat mich seither nie wieder angefasst…..

Mit 16 fing ich meine Ausbildung an und bin dann doch noch ausgerissen, mit Wilma…wir haben uns 1 Woche vor allen verstecken können und wurden dann von der Polizei aufgegriffen. Ich wollte absolut nicht mehr nachhause.

Eine Dame von der kath. Frauenfürsorge vermittelte mir dann einen Platz in einem Mädcheninternat, dort konnte ich meine Ausbildung machen und Luft holen. Ich hab dann alles verdrängt……

Beziehungen waren nicht so toll, ich hab keinen wirklich trauen können, es waren wirklich nette Jungs, ich weiß ja was sie heute machen, liebende treue Familienväter…. Und wenn mein Vater beschützt hätte, was er missbraucht hat, wäre mein Leben ganz anders verlaufen. Ich galt als überdurchschnittlich begabt, die ihre Fähigkeiten nicht einsetzt. Ja und mein Leben als Frau wäre auch anders gelaufen.

Mein Urvertrauen war total zerstört….. Mit 20 kam ich mit Jesus People in Berührung und gab mein Leben Jesus und das 1. Mal in meinem Leben wurde ich von einer tiefen Liebe berührt…. Aber nach einiger Zeit wollte Jesus das ich meinem Vater vergab und das konnte und wollte ich nicht…

Ich bin danach durch alles mögliche gelaufen, Esoterik… usw. gehalten hat mich, das ich immer gearbeitet habe und somit wahrscheinlich nie ganz unter die Räder kam, die Arbeit hatte mir auch Spaß gemacht, ich war Altenpflegerin und hab dort wohl mein Selbstwertgefühl aufgepäppelt.

Mit 24 wurde ich mit Zwillingen schwanger, auf die Kids freute ich mich riesig…doch als sie dann geboren wurden und der Arzt mir sagte das 1. Kind ein Mädchen ist, hab ich nur gedacht „Scheiße“ Ich hab doch dann tatsächlich dem Vater unterstellt das er später seine Tochter auch missbrauchen würde, weil die meisten Männer das machen…. Na die Beziehung war dann dahin. Schön wäre es gewesen wenn er mit mir das aufgearbeitet hätte, das war aber nach einer Weile zu anstrengend und irgendwann bin ich mit meinen Kindern gegangen…

Ich bekam noch 2 Kinder und war alleinerziehend mit 4 Kids… Ich habe im Nachtdienst gearbeitet im Pflegebereich, der Job war anstrengend und die Kids…obwohl sie mir halfen wo sie konnten, sie wurden einfach zu früh erwachsen. Damals trank ich mehr Alkohol als mir gut tat einfach um Stress abzubauen. Ja und wenn Jahushuah nicht in mein Leben getreten wäre, ich weiß nicht wo wir auch als Familie geendet hätten. Das erste war, der Alkohol weg und die Dinge ausstehen und durchstehen…Hatte ich ja noch Übung mit dem aushalten und durchhalten.

Meine älteste Tochter war 8 oder 9 da ist sie beim spielen draußen mit Bruder und Hund von einem Fremden angesprochen worden der meinte das sie an verbotenen Stellen spielen würde….um es kurz zu machen, er hat sie missbraucht und mein Sohn musste zugucken.

Meine jüngste Tochter hat keinen Missbrauch erlebt, da wir in der Gemeinde da schon gebetet hatten, doch kam sie mit einem Exhibitionisten in Berührung. Beide Male haben wir die Ereignisse zur Anzeige gebracht… während meine Jüngste es gut verarbeitet hat, hat meine Älteste die Seelsorge abgebrochen.

Den Grund warum es sich auch bei meinen Töchtern zeigte weiß ich nicht, doch da ich der Bibel vertraue würde ich sagen das es mit Flüchen der Vorfahren zu tun hat… Ich bin auf jeden Fall auch bei einem Befreiungsdienst für sexuellem Missbrauch gewesen und danach hatten wir Ruhe

Als erstes tat ich Buße und hab Jeshuah um Vergebung gebeten und auch meinem Vater vergeben…das war ein harter Prozess.

Verschiedene Verhaltensmuster wurde ich nicht los, hinzu kam, das ich aus Angst ständig meine Kids kontrollierte…das war für die absolut nicht witzig… Ich konnte manches aus ihrem Verhalten auch nicht verstehen, da ich als ich in der Pubertät war an viele Dinge und Gefühle keine Erinnerung habe und eh nicht wusste was ein Pubertierender durchmacht. Also ich bin Jeshuah so dankbar das er meine Kinder da aufgefangen hat und keines unter die Räder gekommen ist. Irgendwann habe ich gesagt, jetzt ist Schluss, ich hol mir mein Leben zurück.

Ich will nicht mehr getrieben werden, sondern mein von Gott gewolltes Leben führen.

Ich bin ans aufarbeiten gegangen, ich habe eine Bibelschule besucht und christliche Seelsorge für Missbrauchte. Der Weg war ein harter, doch sehr heilsamer, ich kam in eine Freiheit hinein, die ich kaum beschreiben kann.

Wenn ich früher vor mehr als 3 Leuten Schwierigkeiten hatte zu reden auf einmal vor vielen Menschen reden und auch predigen, ich habe Seminare abgehalten und halte sie auch heute noch, ich habe meinen Beruf gewechselt, eine neue Ausbildung gemacht und arbeite jetzt mit benachteiligten und oft aggressiven Menschen oder auch Leuten die alle Lust und Hoffnung verloren haben.

Gott zeigt mir zwischendurch Dinge aus der Vergangenheit, wenn er es für nötig hält. Ich weiß mich geliebt von Gott in jeder Beziehung und kann ihn als liebevollen Vater sehen. Jesus war gut, doch Gott als Vater zu sehen hat mir viele Jahre richtig Angst gemacht.

Viele Verhaltensmuster sind einfach abgefallen, manche Veränderungen waren weg, was ich erst viel später merkte.

Bei manchen Dingen musste ich Entscheidungen treffen und durch die Angst durch, die dann ging

Todesängste haben mich viele Jahre begleitet, die waren auch weg… ich konnte meine Kinder loslassen und in Gottes Hand legen, das war ein etwas schwieriger Prozess für mich. Ganz schlimm und viel loslassen hat es mich gekostet als meine jüngste Tochter nach Amerika als Aupair ging.

Wie oft hab ich in der ersten Zeit da gesessen und gebetet. Jeshuah hat sehr viel Geduld mit mir gehabt und unser Vater Jahuah hat mir ganz sachte und sanft Vertrauen gezeigt. Er hat mich nie überfordert, an manchen Stellen hat er mich an die Hand genommen und ist mit mir gegangen und an andern Stellen hat er gesagt, geh…ich bin bei Dir und ich lass Dich nicht im Stich.

Wie oft habe ich mich als schlechter Mensch gefühlt, für alles und jedes bisschen schuldig, das ging wie ein roter Faden durch mein Leben.

Viele haben es bewusst und unbewusst ausgenutzt. Ich musste lernen die Mechanismen die sowas auslösen zu erkennen, da ich keine natürliche Warnung vor manipulativen Menschen hatte, ich musste „nein“ sagen lernen und ich musste die unverständigen Sprüche von Leuten aushalten lernen, weil ich auf einmal halt anders wurde, Selbstbewusster.

Gott hat mich gebadet in Liebe das ich manchmal sagen musste, ich kann nicht mehr. Ich glaube das für jeden Menschen die überaus große Gnade Gottes da ist.

Der 1. Schritt zur Heilung ist die Vergebung …dann fängt Gott an unsere Gefühle zu heilen…. Alles andere hält uns gefangen und wir kommen aus diesem Teufelskreis nicht raus….Vergebung ist der Schlüssel zu Heilung…..

Es gibt ein wunderschönes Lied was ich mir viel angehört habe: „Keiner ist wie Du, Kinder mit Wunden sind sicher bei Dir…..“

 

 

Ulrike ich wünsche Dir und jedem andern der in ähnlicher Situation ist, den richtigen Seelsorger und „Mut zur Liebe“ denn nach solchen Erfahrungen braucht man Mut sich auf die Liebe Gottes einzulassen.

Gerade in so einem schmerzhaften Bereich……….

Und eine seelsorgerische Aufarbeitung ist nicht nur eideidei….. auch der Seelsorger redet zwischendurch mal Tacheles…dann lauf nicht weg, halte aus und geh da durch. Ich glaub ich schreib mal ein Buch ? hier kann ich nur anreißen.

Viel viel Segen, Kraft und Mut.